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Wachstumsfinanzierung ohne Bankkredit:

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Eigenkapitalbasierte Alternativen verschaffen Mittelstand mehr Spielraum


Hamburg, 14. Mai 2012 – Die Zeichen der deutschen Wirtschaft stehen weiter auf Wachstum: Während sich die Eurozone am Rande einer Rezession befindet, erwarten führende deutsche Wirtschaftsinstitute in diesem Jahr eine Steigerung des Bruttoinlandsprodukts um 0,9 Prozent, für 2013 rechnen sie sogar mit 2 Prozent. Treiber dieses Wachstums ist und bleibt der Export: Im vergangenen Jahr hat Deutschland erstmals die 1-Billion-Euro-Marke bei der Ausfuhr deutscher Waren überschritten.
Doch die Unternehmen benötigen Kapital zur Finanzierung von Innovation und Expansion, für die Erschließung neuer Zielgruppen und Absatzkanäle. Nicht jedes Unternehmen kann die Wachstumsfinanzierung aus dem eigenen Cashflow stemmen. Als Alternative zum klassischen Bankkredit entdecken Mittelständler den Weg an die Börsen, rund 50 Anleihen platzierten nicht börsennotierte Unternehmen dort seit Mai 2010. Doch dieser Weg ist aufwändig, der Platzierungserfolg unsicher und die Anleihen belasten wie Bankdarlehen die Fremdkapitalseite der Bilanz.
Eigenkapitalfinanzierung – unentdecktes Potenzial
„Ein Finanzierungsengpass muss nicht die zwangsläufige Folge dieser veränderten Rahmenbedingungen sein“, sagt Dietmar Kohl, Mitglied der Geschäftsleitung und Mittelstandsexperte bei der HSH Corporate Finance. „Dem Mittelstand stehen heute verschiedene Alternativen zur Auswahl, mit denen Wachstum auf Eigenkapitalbasis solide finanziert werden kann. Nur sind die Spielregeln in diesem Markt andere als bei einem Bankkredit. Darauf müssen sich Unternehmer einstellen.“
Ein Weg ist die Aufnahme eines Private-Equity-Gesellschafters. „Wer neue Märkte oder Länder erschließen will, profitiert von einem langfristig orientierten Partner, der neben Kapital auch seine eigene Expertise und Kundenkontakte in die Beteiligung einbringt. Wer dagegen einen klaren Plan für sein unternehmerisches Wachstum und die Attraktivität seines Marktes präsentieren kann, nimmt eher einen Finanzinvestor an Bord, der nach einem klar definierten zeitlichen Rahmen das Unternehmen wieder verlässt“, so Kohl. Ein Beispiel für eine sehr erfolgreiche Eigenkapital-Finanzierung ist der 1999 gegründete Online-Reifenhändler Delticom. Im Jahr 2004 holten die Inhaber Finanzinvestoren an Bord, um die Expansion voranzutreiben. Mittlerweile ist Delticom an der Börse gelistet, die Umsätze kletterten von rund 6,9 Millionen Euro im Jahr 2000 auf rund 450 Millionen Euro 2011.
„Wichtig für so einen Erfolg sind präzise Gesellschafterverträge, die die Interessen beider Seiten schützen“, betont Kohl. Typische Fallstricke finden sich zum Beispiel in den Feldern Mitspracherechte, Ausschüttungspolitik und bei den Veräußerungsrechten. „Regeln Sie, ob Gewinne reinvestiert werden und wer bei wichtigen Entscheidungen zustimmen muss. Auch die Optionen für den späteren Ausstieg eines Investors sollten vorher geklärt werden. Wer eine sogenannte Drag-along-Klausel übersieht, könnte sonst später zum Verkauf gezwungen werden“, warnt Kohl.
Für Unternehmer, die ihre Entscheidungsfreiheit nicht durch die Aufnahme eines Partners einschränken möchten, prüft Kohl regelmäßig auch Finanzierungsalternativen wie die Einwerbung von Mezzanine-Kapital und Private Placements, die Direktansprache ausgewählter privater und institutioneller Investoren. Gerade breit aufgestellte Unternehmen verfügen oft auch über erhebliche Werte in Form von Patenten und Sparten. Gehören diese nicht zum Kerngeschäft, kann auch der Verkauf von nicht strategischen Beteiligungen oder Betriebsteilen ein Weg sein, notwendiges Eigenkapital für den Ausbau bestehender oder neuer Märkte und Produkte zu beschaffen.
Rund 100 solcher Eigenkapital-Strategien haben Kohl und seine Kollegen in den letzten 10 Jahren für deutsche Mittelständler vor allem in den Branchen Schifffahrt, Transport, Erneuerbare Energien sowie Konsumgüter und Industrie begleitet. Sein Fazit: Gerade deutsche Unternehmer sind im Vergleich zu angelsächsischen Firmenchefs auf solche Lösungen noch nicht wirklich eingestellt. Kohl: „Die Angst, die Zügel aus den Händen zu geben, lässt Unternehmer oft davor zurückschrecken, an eigenkapitalbasierte Finanzierungen zu denken. Gerade Unternehmensgründer oder eingesessene Familienunternehmen setzen beim Thema Finanzierung manchmal auch zu stark auf das Prinzip Hoffnung.“ Doch angesichts der Zurückhaltung von Banken und Anleihe-Investoren wäre es fahrlässig, solche Möglichkeiten nicht wenigstens zu prüfen.
„Für alle Wege der Eigenkapitalfinanzierung gilt: Nur wer sich frühzeitig kümmert, hat die Ruhe, den passenden Partner zu finden“, so Kohl. „Gerade Mittelständler, die ihre unternehmerische Freiheit schätzen, sollten rechtzeitig handeln, um ihren Gestaltungsspielraum und oft auch ihr Lebenswerk zu erhalten.“


Für den Inhalt der Pressemitteilung ist der Einsteller, Andreas Maechler, verantwortlich.

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