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Nachholbedarf beim Thema Barrierefreiheit

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Deutsche Städte nicht hindernisfrei genug / Individuelle Aufzugslösungen tragen zur Mobilität bei


Berlin – Eine aktuelle Umfrage der Aktion Mensch in fünf deutschen Metropolen zeigt: 80 Prozent aller Befragten sehen ihre Stadt nicht als Vorbild für Barrierefreiheit. Während in Berlin die Defizite vor allem in den Bereichen Familienfreundlichkeit und barrierefreies Arbeiten liegen, muss in Frankfurt nach Einschätzung der Befragten vor allem der barrierefreie Wohnungsbau ausgeweitet werden.

Schmid: Barrierefreiheit ist Lebensqualität
Nach Ansicht von Oswald Schmid, Geschäftsführer des führenden deutschen Aufzugsunternehmens Schindler, belegen die Umfrageergebnisse, dass in puncto Barrierefreiheit generell immer noch großer Nachholbedarf besteht. Aufzüge sind ein zentrales Element für die barrierefreie Erschließung von Gebäuden und Wohnungen jeglicher Art. Deshalb liegt Oswald Schmid das Thema besonders am Herzen: „Eigentlich sollte in Deutschland kein öffentliches Gebäude mehr gebaut werden, dass nicht barrierefrei zugänglich ist. Damit hilft man nicht nur Rollstuhlfahrern und älteren Personen, sondern schafft ein Mehr an Lebensqualität für alle Bevölkerungsgruppen“, so Schmid.

Barrierefreie Planung bei jungen Architekten gefragt
Wie wichtig das Thema Barrierefreiheit dem Architektur-Nachwuchs ist, zeigt die große Resonanz auf den diesjährigen Schindler Award, einem der bedeutendsten studentischen Architekturwettbewerbe. Mehr als 1.100 Studierende und 25 Hochschulen aus ganz Europa haben sich in diesem Jahr angemeldet. Leitmotiv des Schindler Awards ist die Designphilosophie „Access for all“. Für Schindler-Geschäftsführer Oswald Schmid ist dies eine zentrale Herausforderung fürmoderne Architektur und Städteplanung: „Es ist grundsätzlich verkehrt, wenn zwischen ,behindertengerechter‘ und ,normaler‘ Architektur unterschieden wird. Die angehenden Architekten sind daher aufgerufen, Planungen zu entwickeln, die den Wunsch nach Mobilität für Menschen aller Altersstufen, unabhängig von ihren körperlichen Fähigkeiten, berücksichtigt.“

Nachrüstung und Modernisierung für Altbauten
Während bei Neubauten bereits mehr und mehr barrierefrei geplant wird, stehen Vermieter und Wohnungsunternehmen bei Bestandsbauten vor großen Herausforderungen. In vielen Städten stehen beispielsweise wunderschöne Dachgeschosswohnungen leer, weil kein Aufzug vorhanden ist. Nach Einschätzung von Oswald Schmid wissen nur wenige Hausbesitzer, dass für den barrierefreien Umbau von Immobilien staatliche Förderprogramme existieren. „Über die KfW werden zinsgünstige Darlehen für die Nachrüstung eines Aufzuges bereitgestellt. Denn prinzipiell kann in jedes Gebäude ein Aufzug nachträglich installiert werden.“

Mit vorgefertigten Bauteilen ist die Aufzugsnachrüstung heutzutage schnell und kostengünstig realisierbar. Dabei wird ein Schachtgerüst aus Stahl, in dem die eigentliche Anlage montiert wird, entweder an der Außenfassade oder im Treppenauge installiert. Bei vorhandenen Aufzügen lässt sich in vielen Fällen der barrierefreie Zugang durch eine Teilmodernisierung noch verbessern. Das fängt bei einem horizontal angebrachten Tableau mit Brailleschrift oder einer neuen Mikroprozessor-Steuerung für Haltegenauigkeit ohne Stolperkanten an und reicht bis zum kompletten Austausch des Fahrkorbes und der Antriebstechnik.


Für den Inhalt der Pressemitteilung ist der Einsteller, Frau Dufhues, verantwortlich.

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