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„Kundennähe und Innovationskraft als Leistungsprofil!“

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Im Gespräch mit Markus Schwerdtfeger, Geschäftsführer der KACO GmbH + Co. KG Dichtungswerke


Der Hersteller von Dichtungssystemen aus Heilbronn ist weltweit tätig und beliefert seine Kunden mit innovativen Produkten, die mit speziell entwickelten, teils automatisierten Prüfmethoden getestet und gefertigt werden. Kundenwünsche werden pragmatisch und schnell umgesetzt. Das moderne, zukunftsorientierte Unternehmen gehört in vielen Segmenten zu den Marktführern. Geschäftsführer Markus Schwerdtfeger über die neuesten Produktentwicklungen, Präzision im Fertigungsprozess und Anforderungsprofile der neuen Dichtungssysteme.

„Präzision in Qualität und Funktion“ lautet ein Slogan von KACO. Was steckt dahinter und wie setzen Sie dies in der Praxis um?
Markus Schwerdtfeger: „Wir setzen es um in allen Bereichen, insbesondere in der Entwicklung mit unserem entsprechenden Anwendungs-Know-how. Unsere Entwicklungs-Ingenieure verfügen über die notwendigen Fertigkeiten, um die speziellen Kundenbedürfnisse zu erfüllen und die entsprechenden Dichtungen zu liefern. Die von uns angewendeten Fertigungstechnologien berücksichtigen wir bereits im Entwicklungsstadium. In der Entwicklung finden modernste FEA-Tools ihre Anwendung. Wir haben hier ein eigenes KACO-Modell für unsere Elastomer-Werkstoffe. Wir testen alle unsere Produkte mit anwendungsnahen Prüfungsmethoden und entwickeln die Werkstoffe für unsere Elastomer-Produkte bei uns im Hause selbst, die dadurch sehr anwendungsgerecht sind. Weiterhin verfügen wir über einen eigenen Werkzeug- und Formenbau. Wir stellen also unsere Formen, die wir später verwenden, selbst her. Das gehört zu unserem Kern-Knowhow. Die Planung ist in den Prozess integriert und der Einsatz der typischen Qualitätstools spielt bei uns eine entscheidende Rolle, ebenso der Einsatz von automatisierten Prüfmethoden.“

Ihre neueste Innovation, die CS II ANS (Anti Noise Solution), ist weltweit einmalig. Erklären Sie uns diese geräuschfreie Lösung?
Markus Schwerdtfeger: Hier geht es speziell um die Anwendung in der Wasserpumpe. Wir haben bei Wasserpumpendichtungen einen weltweiten Marktanteil von etwa 25 Prozent. Aufgrund von endkundenabhängigen Unwägbarkeiten oder Unregelmäßigkeiten im Kühlsystem ergeben sich temporäre Trockenläufe an der Dichtung, z.B. wenn zu wenig Kühlmittel zugegeben wird, bei der Vakuumbefüllung nicht die gesamte Luft ausgesaugt wird oder die Konzentration des Kühlmittels nicht entsprechend der Spezifikation ist. Das kann zu Trockenläufen führen, was wiederum Geräusche an der Dichtung verursachen kann. Die Dichtung wird durch die Unregelmäßigkeiten geschädigt und kann anfangen zu quietschen. Wir haben uns mit dieser Problemstellung sehr intensiv beschäftigt. Die klassischen Lösungstechniken aus der Schwingungstechnik konnten wir hier nicht anwenden und haben nun ein Dämpfungselement in die Dichtung integriert, das die auftretenden Schwingungen effektiv eliminiert, wodurch keine störenden Geräusche mehr entstehen. Wir haben diese Lösung patentieren lassen und behaupten, weltweit die einzigen Anbieter einer geräuschfreien Wasserpumpendichtung zu sein.“

Welches Anforderungsprofil bzw. welche Schwerpunkte haben Sie an die neue Dichtungsgeneration „FRed“ gestellt?
Markus Schwerdtfeger: „Es handelt sich dabei um Radial-Wellendichtring-Systeme, die eine besonders niedrige Reibung haben. Der typische Zielkonflikt bei Dichtungen ist der, dass Reibung entsteht, die die Lebensdauer beeinflusst. Ist die Reibung hoch, ist auch die Dichtheit höher, jedoch die Lebensdauer geringer. Ziel ist es also, eine möglichst niedrige Reibung zu erzielen und die Lebensdauer hochzuhalten. Dies ist uns mit „FRed“ gut gelungen und kommt mittlerweile bereits millionenfach zum Einsatz.

Was sind die Erfolgsgeheimnisse Ihrer Wellendichtringe?
Markus Schwerdtfeger: „Die Erfolgsgeheimnisse der Wellendichtringe liegen im Design, im Werkstoff und im Prozess. Design bedeutet wichtige Feinheiten in der Geometrie, der Ausprägung des Dralls, der Materialstärke und vielen anderen Parametern. Durch bestimmte Einschränkungen im Prozess können Funktionsstreuungen minimiert werden. Auch die Auswahl der richtigen Werkstoffe spielt eine entscheidende Rolle. In diesem Segment wollen wir zukünftig mit einigen Innovationen aufwarten.“

KACO gilt als größter Hersteller von Schaltkolben für Doppelkupplungen. Welche Innovationen bieten Sie hier Ihren Kunden an?
Markus Schwerdtfeger: „Die Produktion von Schaltkolben ist ein hochkomplizierter Prozess. Man braucht dazu exzellente Werkstoffe. Wir haben die Werkstoffgruppe AEM ausgewählt, die DOTG-frei ist. Wir versuchen Problemstoffe, die bei der Kautschukherstellung auftreten, zu eliminieren. Unsere Werkstoffe sind bereits DOTG-frei. Weiterhin haben wir exzellente Analysetools für die finite Elementberechnung entwickelt. Vor allem in Kombination mit Prüfmethoden können wir grobe Einschätzungen der Lebensdauer vornehmen. Wichtig bei Schaltkolben ist die richtige Auslegung hinsichtlich Hysterese und Dauerfestigkeit. Weiterhin haben wir ein umweltfreundliches, wasserbasierendes Bindemittel und wir setzen neueste Fertigungsverfahren ein, teilweise mit automatisierten Anlagen und Prüfmethoden. Schaltkolben sind ein wichtiges Produkt für uns, bei dem wir zukünftig hohe Wachstumszahlen erwarten. Wir haben beispielsweise in China ein Werk gebaut, in dem wir mit neuesten Technologien Schaltkolben produzieren. Dort haben wir eine Reihe vielversprechender Projekte in der Pipeline.“

Wo will sich KACO zukünftig hinentwickeln bzw. welchen Herausforderungen wollen Sie sich stellen?
Markus Schwerdtfeger: „Wir sind ein mittelständischer Anbieter von Dichtungssystemen. Wir wollen diese mittelständische Kultur mit kurzen Entscheidungswegen und pragmatischen Lösungen beibehalten und pflegen. Wir möchten uns zukünftig noch mehr professionalisieren, beispielsweise in den Projektabläufen und im internationalen Auftritt. Und wir wollen uns stärker fokussieren auf bestimmte Anwendungssegmente. Hierzu zählen Schaltkolben, Motordichtungen, Wasserpumpendichtungen, Getriebedichtungen, Lenkungsdichtungen usw. Wir möchten in diese Produktgruppen Innovationen einbringen und an den Kunden weitergeben.“

Welche Unternehmen sind Ihre größten Kunden und auf welchen internationalen Märkten sind Sie aktiv?
Markus Schwerdtfeger: „Der VW-Konzern ist unser größter Kunde. Wir beliefern weiterhin namhafte Unternehmen wie BMW, Audi, Daimler, Opel, indirekt auch Ford. Zudem Renault, Peugeot, Bosch und weitere Kunden, die unsere Dichtungssysteme in ihre Produkte einbauen. Unser größter Absatzmarkt ist Europa, ebenso die USA sowie Südamerika. Auch unsere Umsätze in China entwickeln sich prächtig. Europa und China werden zukünftig im Hauptfokus unserer Aktivitäten stehen.“

Wie wirken Sie dem drohenden Nachwuchskräftemangel entgegen?
Markus Schwerdtfeger: „Wir haben unsere Homepage neu gestaltet und wollen dem Kunden, den Mitarbeitern, aber vor allem potentiellen Bewerbern das reale Bild von KACO vermitteln. Wir bieten eine große Ausbildungsabteilung mit hochqualifizierten Lernmöglichkeiten. Außerdem bilden wir über die Ausbildungsquote hinaus aus. Vor allem in Metallberufen, aber auch im kaufmännischen Bereich. KACO stellt regelmäßig BA-Studenten ein und fördert die Qualifikation der Mitarbeiter. KACO bietet die Vorteile eines schlagkräftigen, flexiblen, mittelständigen Unternehmens mit kurzen Entscheidungswegen und pragmatischen Lösungen. Junge Leute können frühzeitig Verantwortung übernehmen. Hier ist jeder ein Rad im Getriebe und wenn man sich dreht, merkt man das sofort. Hinzu kommen unsere spannenden Produkte und die internationale Präsenz. Alles in allem ist KACO ein innovatives, leistungsstarkes und interessantes Unternehmen mit einem großen Entwicklungspotential für jeden einzelnen Mitarbeiter.“


Für den Inhalt der Pressemitteilung ist der Einsteller, Elisabeth Klock, verantwortlich.

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