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Behörden sollen Konkurrenten des Grünen Punktes schneller genehmigen

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Konsumgüterbranche und Handel wollen kein Monopol mehr


Berlin/Mainz - Nach einem Bericht des Fachdienstes Euwid http://www.euwid.de drängt die Arbeitsgemeinschaft Verpackung und Umwelt (AGVU) auf verstärkte Konkurrenz bei der haushaltsnahen Verpackungsentsorgung. Das wurde beim 5. Orientierungstag der AGVU deutlich. "Erich Greipl, Geschäftsführer der Metro Vermögensverwaltung GmbH & Co. KG, appellierte in Berlin an Behörden und Entsorger, den Wettbewerb dualer Systeme voranzubringen", so Euwid.

Zu den Herausforderern des Grünen Punktes zählen vor allen Dingen die Mainzer Landbell AG und die Interseroh AG in Köln. Landbell rechnet bis Ende des Jahres mit einem Marktvolumen von 75 Prozent. „Neben den Feststellungsbescheiden in Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen erwarten wir in diesem Jahr weitere Zulassungen in Baden-Württemberg und Bremen für die Erfassung und Verwertung von Verkaufsverpackungen mit dem Grünen Punkt. Unternehmen profitieren damit verstärkt von unserem überzeugenden Preis-Leistungsverhältnis," so Landbell-Chef Wolfgang Schertz.

Die neue Haltung von AGVU und Metro zur Wettbewerbsfrage im Entsorgungsmarkt für Verpackungen überrascht Branchenkenner. Vor ein paar Jahren vertrat der Metro-Manager eine andere Position: Für Greipl war das DSD gar kein Monopol, "entgegen mancher gebetsmühlenhaften Wiederholung, sondern eine Selbsthilfeeinrichtung der Wirtschaft für Aufgaben, bei denen ein sinnvoller Wettbewerb nicht möglich ist. Dies ist insbesondere die Finanzierung und Durchführung der Erfassung von Verpackungen bei den privaten Haushalten", sagte Greipl noch beim AGVU-Orientierungstag am 5. November 2001.

Jetzt ist Greipl nach dem Euwid-Bericht der Ansicht, dass die Entsorgungswirtschaft im Rahmen des wirtschaftlich Vertretbaren mit den Anbietern dualer Systeme zügig und flächendeckend zu Vertragsabschlüssen kommen solle. Der Aufsichtsratsvorsitzende der Duales System Deutschland AG (DSD) forderte die Länderbehörden dazu auf, dass Betreiber dualer Systeme, die die rechtlichen Voraussetzungen erfüllen, unverzüglich die Systemfeststellungen erhalten müssten. Dann könnte es bis spätestens Ende 2006 in ganz Deutschland zu einer wettbewerbsförmigen Umsetzung der Verpackungsverordnung in allen Bereichen kommen.

Handel und Industrie müssten zwischen verschiedenen Anbietern dualer Systeme wählen können, die sich hinsichtlich Preis, Leistung und Service differenzierten, so Greipl. Ein Zurück zu einem einheitlichen, von der Gesamtwirtschaft getragenen System werde es nicht geben.
"Die AGVU will laut Greipl in der kommenden Legislaturperiode für eine 'extrem schlanke' Regelung der Verpackungsverordnung werben, die im Wesentlichen aus zwei Vorschriften bestehen soll. Danach sollen Verpackungen, die an private Endverbraucher abgegeben werden, entweder mit Anreizmechanismen, wie z.B. Pfand, zur Rückgabe an der Verkaufsstelle belegt oder in ein flächendeckendes haushaltsnahes duales System eingebracht werden. Auf die Unterscheidung von Transport-, Um- und Verkaufsverpackungen könnte bei diesem Modell verzichtet werden", berichtet Euwid.

Als Ziel für die kommenden Jahre nannte Greipl ein hochgradig optimiertes Rücknahmesystem, das sich zu einem erheblichen Teil aus der Gewinnung von Rohstoffen finanzieren soll. Die Wertstoffsammlung bei Verpackungen müsse wieder zum "Vorreiter einer integrierten Ressourcenpolitik" werden, die alle kurzlebigen Konsumgüter zu gleichen Bedingungen abdecke. Weitere Kostensenkungen bei der Verpackungsverwertung seien notwendig, so Greipl.



Web: http://www.ne-na.de


Für den Inhalt der Pressemitteilung ist der Einsteller, Matthias Schmitz, verantwortlich.

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