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Galerie für Kulturkommunikation |

Neuer Bildband über Tourismus auf Norderney

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Die Galerie für Kulturkommunikation eröffnet neue Projektreihe


Die Galerie für Kulturkommunikation legt mit "Die Norderney-Tagebücher" den ersten Band einer umfassenden Dokumentation über Norderney vor. Weitere Inselprojekte sind in Vorbereitung.

Norderney ist als Urlaubsort umstritten. Manche lieben die Insel, andere hassen sie. Landschaftliche Schönheit und Proletentum unter den Touristen halten sich für den Chronisten des Alltagslebens oft die Waage. Der vorliegende Bildband zeigt auf 237 Bildern einen stillen und verständnisvollen Einblick in diese Welt neben anderen Welten.

Was zeigen diese Bilder?

Zeigen sie zerplatzte Träume unberührter Natur? Wenn Reisephotographie zu romantisch ist, dann kann ihm angesichts des allumfassenden Modernisierungsprozesses Enttäuschung nicht
erspart bleiben. Er sieht sich mit der Unvollkommenheit der Moderne konfrontiert, für die Ethik nur noch ein lästige Zeiterscheinung Ewiggestriger ist, auch was die Zerstörung von Landschaften angeht. Er weiß ihr nichts entgegenzustellen, was nicht als Flucht ausgedeutet werden könnte, so sinnlos diese auch ist. So vermag Reisephotographie die Pose des bloßen Protestes anzunehmen. Bisweilen erscheinen Reiseberichte als Berichte der totalen Mobilmachung gegen die Natur.

Reisephotographie sollte sich nicht auf das Klischee der „Erfüllung“ einlassen. Das Leben der Menschen, denen man auf Reisen begegnet, ist nicht erfüllter als das eigene Leben. Auch dort, wohin wir reisen, hat die Einebnung aller Lebensbereiche durch Technik und Industrie so große Fortschritte gemacht, dass Desillusionierung den schwarz schattierten Hintergrund der Darstellung ausmachen müsste.

Die Moderne, der der Reisephotograph ausgeliefert ist, breitet sich unentrinnbar aus und verwandelt durch technischen Fortschritt Fremdes in Eigenes. Ferne und Fremde verschmelzen mit dem durch Reisephotographie transportierbaren Eigenen zu einer amorphen Gestalt der Beliebigkeit, sofern sich der Reisephotograph nicht dafür hütet, Bilder zu photographieren, die es längst vielfach gibt. Diese Gefahr ist groß, vor Ort nur das aufzusuchen, was bereits aus zahllosen anderen Photographien bekannt ist.


Es ist auch bei weiter Reise kaum noch möglich, etwas anderes als Landschaften zu photographieren, die nicht in den Charakter einer industriellen Zulieferanstalt verfallen sind. Die horrenden Schäden, die Windkraftanlagen in unseren Landschaften anrichten, zeugen davon. Natur und Landschaft sind selten so drastisch als Lieferanten für industrielle Erzeugnisse entwertet worden wie durch diese neue Technik. Jede Naturlandschaft wird zu einer Planlandschaft. Die Zeichen dafür sind an wirklich entlegenen Orten noch nicht sehr auffällig, aber es ist nicht unwahrscheinlich, im tiefsten Patagonien auf Cola-Dosen am Strand zu stoßen. Soll der Reisephotograph diesen Wandel dokumentieren?


Hardcover | DIN A4 quer | 224 Seiten farbig | ISBN: 9783844237825
Deutsch | Altersempfehlung: keine | Erscheinungsdatum: 02.11.2012
Schlagworte:
Norderney, Fotografie, Fotokunst, Ausstellungskatalog

Handsignierte und limitierte Vorzugsausgabe 148 Euro
e-book für 4,99 Euro direkt über www.epubli.de




Für den Inhalt der Pressemitteilung ist der Einsteller, Anne Grewe, verantwortlich.

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