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Die Zukunft dieser Technologie hat gerade erst begonnen

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Prof. Dr. Gerpott untersucht Innovationspotenzial von Funkruf und zeigt neue Einsatzfelder jenseits vom Breitbandtrend


Innovative Einsatzfelder von Funkruf untersucht Telekommunikationsexperte Prof. Dr. Torsten J. Gerpott in einem White Paper, das er anlässlich des BITKOM Trendkongresses in Berlin erstmals öffentlich vorstellte. Ob Bevölkerungswarnung im Gefahrenfall,...

Berlin, 28.11.2012 - Innovative Einsatzfelder von Funkruf untersucht Telekommunikationsexperte Prof. Dr. Torsten J. Gerpott in einem White Paper, das er anlässlich des BITKOM Trendkongresses in Berlin erstmals öffentlich vorstellte. Ob Bevölkerungswarnung im Gefahrenfall, Energiewende oder Geräte mit Doppelnutzen - Funkruf bietet zukunftsträchtige Lösungen jenseits vom Breitbandtrend.

Die enorm gewachsenen Nutzer- und Umsatzzahlen digitaler zellularer Mobilfunkdienste führen laut Prof. Dr. Gerpott dazu, den Begriff Mobilfunk auf GSM oder UMTS zu reduzieren und Mobilfunksysteme wie den Funkruf (Paging) zu übersehen. Dabei handele es sich um eine Spezialtechnologie im Mobilfunk, die "den quantitativ dominierenden GSM-/UMTS-/LTE-Netzen in bestimmten Anwendungsfeldern klar überlegen" sei. Funkruf werde vor allem für zeit- und sicherheitskritische Anwendungen gebraucht. Seine Stärken zeige er aber auch, wenn sehr viele Personen gleichzeitig informiert, alarmiert oder gewarnt werden müssen. Das gelte zum Beispiel für die schnelle, zuverlässige Alarmierung von BOS-Kräften an jedem beliebigen Ort Deutschlands. "GSM-/UMTS-/LTE-Netze weisen insbesondere bei Gefahrenlagen und Katastrophen schwerwiegende Defizite auf", konstatiert Prof. Dr. Gerpott. Funkruf könne die besagten Systeme nicht ersetzen, wohl aber sinnvoll ergänzen. Spezialisten übernehmen Anwendungsfälle, die von den Generalisten nicht oder nur sehr viel schlechter abgedeckt werden können - der Mobilfunk wird erwachsen.

"Attraktive Nutzungspotenziale" für die Bevölkerungswarnung

Vor diesem Hintergrund verweist der Autor auf "attraktive Nutzungspotenziale für Funkrufanwendungen zur Bevölkerungswarnung" in Gefahrensituationen. Um Wirkung und Reichweite der Warnungen zu erhöhen, plädiert er nicht nur aus Energieeffizienz- und Kostengründen für die Integration von Funkrufmodulen in technische Gebrauchsgüter, etwa Rauchmelder, Kraftfahrzeuge, Smartphones, Tablets u.a. Zum Vergleich: Ein UMTS-Modul würde 113 Batterien für den gleichen Einsatzfall benötigen, den ein Funkrufmodul mit nur einer Batterie realisieren kann.

Weitere Einsatzpotenziale für Funkrufmodule sieht Prof. Dr. Gerpott in der Übermittlung von allgemein interessierenden Informationen (z.B. Wetterprognosen, zeitvariable Stromtarife) und von Steuersignalen an stromverbrauchende/-erzeugende Geräte in Privathaushalten. In diesem Fall eröffne der Einsatz von Funkrufdiensten die Chance, "die Einführung von aktiven Last- und Nachfragemanagementmöglichkeiten für Energielieferanten in Deutschland durch niedrige Kommunikationskosten und Verringerung von Datenschutzproblemen zu beschleunigen."

Der Praxisbeweis ist erbracht: Weit über 2,5 Millionen Haushalte empfangen bereits dynamisch aktualisierte Wetterprognosen auf satellitengestützten Funkwetterstationen mit integriertem Funkrufmodul. Sämtliche Informationen werden über das bundesweit flächendeckend verfügbare Funkrufnetz von e*Message übertragen. Wie das Beispiel zeigt, macht die Neupositionierung dieser schon länger existierenden Technologie aus ihr einen Katalysator für innovative Entwicklungen.

Prof. Dr. Gerpott, der seit 1994 den Lehrstuhl Unternehmens- und Technologiemanagement, Schwerpunkt Telekommunikationswirtschaft, an der Universität Duisburg-Essen leitet, analysiert in seinem White Paper "Schmalbandige Informationsverteilung über Funkruf. Innovative Potenzialfelder für ein von manchen übersehenes Mobilfunknetz" zahlreiche innovative Anwendungsbereiche, "welche die Attraktivität von Funkruf aus Nutzersicht noch weiter erhöhen werden". Für den Experten steht fest: Die Zukunft dieser Technologie ist überaus vielversprechend.


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