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Generation 50 plus und die Arbeitswelt

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Andere europäische Länder sind Deutschland weit voraus


Bonn/München – Keine Frage, das Thema „Generation 50 plus“ hat zurzeit Konjunktur. Doch geändert hat sich in der Arbeitswelt noch sehr wenig. Nur noch ganze 46 Prozent der deutschen Unternehmen beschäftigen Mitarbeiter über 50 Jahre. „Der Befund ist immer der gleiche, und er ist schizophren: Ältere sind klasse, aber beschäftigen wollen wir sie nicht“, schreibt Rainer Thiehoff, Sprecher der Initiative Neue Qualität der Arbeit http://www.inqa.de, in einem Beitrag für die Süddeutsche Zeitung (SZ) http://www.sueddeutsche.de.

Die „Kopfnoten“ für die älteren Mitarbeiter fallen zumeist sehr positiv aus. Hinsichtlich Erfahrungswissen, Arbeitsdisziplin, Qualitätsbewusstsein, psychischer Belastbarkeit und Loyalität schnitten sie besser oder zumindest genauso gut ab wie die jüngeren Kollegen. Trotzdem würden auch weiterhin durch die Praxis der Frühverrentung und der Altersteilzeit die Sozialsysteme nachhaltig ruiniert. In anderen Ländern gehe man besser mit dem demographischen Wandel um, schreibt Thiehoff. So liege der Anteil der Erwerbstätigen unter den 55- bis 64-jährigen in Schweden bei 63,8 Prozent, in der Schweiz bei 64,8 Prozent, in den Vereinigten Staaten bei 59,5 Prozent, in Dänemark bei 57,3 Prozent und in Großbritannien bei 53,3 Prozent. In Deutschland liege der gleiche Wert lediglich bei 38,4 Prozent.

Mit diesen Zahlen begründet der Autor seine These, wonach mit der Ausgrenzung älterer Mitarbeiter aus dem Erwerbsleben zugleich Wissen und Innovationskraft verloren gehen: „Wenn man diese Zahlen einmal mit wichtigen volkswirtschaftlichen Parametern wie Wachstumsrate und Arbeitslosenquote korreliert, erkennt man Überraschendes. Wer bei der Beschäftigung Älterer vorne liegt, profitiert auch beim Wachstum. Und wer bei der Ignoranz Älterer vorne liegt, tut es auch in der Arbeitslosenstatistik.“ Am Ende seine Artikels kommt der Verfasser zu dem Schluss, es sei nicht zuletzt eine Aufgabe der Politik, den Einstellungswandel gegenüber den Älteren zu fördern. Mit ihrem Programm „FinnAge“ hätten die Finnen den Anteil der 55- bis 64-jährigen Beschäftigten binnen fünf Jahren bis 2003 von 37 auf fast 50 Prozent gesteigert.

„Deutschland und Finnland zu vergleichen ähnelt einem Vergleich von Äpfeln und Birnen. In einem deutlich kleineren Land wie Finnland kann der Staat beziehungsweise die Politik vielleicht solche Veränderungen anstoßen. Meiner Meinung nach sollten wir bei der Frage des demographischen Wandels aber nicht schon wieder auf die Zuständigkeit des allmächtigen Staates setzen. Die Politik kann nur die Rahmenbedingungen setzen, die es den Unternehmen ermöglichen, ältere Mitarbeiter einzustellen und die es nicht als attraktiv erscheinen lassen, sie bei der erstbesten Gelegenheit freizusetzen. Ansonsten ist es die Aufgabe der Unternehmen, sich auf den demographischen Wandel einzustellen und für eine gemischte Belegschaft zu sorgen“, sagt Udo Nadolski, Geschäftsführer des Düsseldorfer Beratungshauses Harvey Nash http://www.harveynash.de. Bis der Dreiklang „Älter, besser, moderner“ Wirklichkeit wird, kann es also in Deutschland noch etwas dauern.




Web: http://www.ne-na.de


Für den Inhalt der Pressemitteilung ist der Einsteller, Alexander Wenger, verantwortlich.

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