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Leitwolf, Feuerwehrmann oder Totengräber? Übergangsmanager sind die Männer für die „dirty jobs“

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Bonn/Düsseldorf – Wenn es brennt, ruft man die Feuerwehr. Wenn ein Unternehmen in die Krise gerät, kommt es immer häufiger zum Einsatz von so genannten Interimsmanagern, die ein schwächelndes Unternehmen sanieren sollen. Je schneller Anteilseigner, Management und Geldgeber die Probleme in Angriff nehmen, desto größer sei die Chance auf eine erfolgreiche Rückkehr in die schwarzen Zahlen, schreibt die Financial Times Deutschland (FTD) http://www.ftd.de. Daher übernehmen immer öfter Consultants für eine Zeit lang die Position eines Geschäftsführers oder Vorstands eines sanierungsbedürftigen Unternehmen, um den Turnaround zu schaffen. Diese Spezialisten werden Chief Restructing Officer (CRO) genannt, umgangssprachlich haben sie viele Namen, zum Beispiel werden sie als Notärzte todkranker Unternehmen bezeichnet.

Der Job ist nicht einfach, aber auch nicht ohne Reiz: Überlebt der Patient die Notoperation, ist der Interimsmanager der Größte. Stirbt er jedoch, so muss der verantwortliche Interimsmanager Rechenschaft ablegen oder sich als Totengräber diffamieren lassen. Mittlerweile kommt jeder vierte Interimsmanager von einer Speziagentur. 2003 waren es erst 16 Prozent. Doch nicht nur bei der Restrukturierung erkrankter Unternehmen ist das Know how dieser Feuerwehrleute gefragt. „Meist müssen sie für einen erkrankten Topmanager einspringen, das Tagesgeschäft weiterführen, bis ein neuer Vorstand gefunden ist oder eine Niederlassung im Ausland aufbauen“, weiß Udo Nadolski, Geschäftsführer des Düsseldorfer Beratungshauses Harvey Nash http://www.harveynash.de. Ein Interimsmanager, so Nadolski, brauche nicht nur gute Nerven, sondern müsse über Führungserfahrung und hohe soziale Kompetenz verfügen und am besten ausgeprägtes kaufmännisches sowie unternehmerisches Denken mit bringen.

Lutz Mackebrandt von der CMS Societät für Planung und Beratung http://www.cms-infoline.com, drückt es in einem Bild aus: „Ähnlich wie Lotsen vor ihrer jetzigen Tätigkeit zumeist selbst Kapitän auf großer Fahrt waren, ist auch im Sanierungsgeschäft unternehmerische Prägung und eigene Geschäftsführungserfahrung eine sehr wichtige – vielleicht sogar unabdingbare – Voraussetzung für späteren beruflichen Erfolg.“ Und er hält die Weisheit bereit: „Ähnlich wie der Notarzt manchmal zu spät kommt, kann auch der Turnaroundexperte teilweise keine grundlegende Trendwende herbeiführen.“

Trotz dieser Belastungen und hohen Anforderungen konnten in den vergangenen Jahren immer mehr freiberufliche Manager Aufgaben auf der obersten Führungsebene an Land ziehen, wie die Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ) http://www.faz.net berichtete. Unternehmen sind stärker als früher dazu bereit, auch Schlüsselaufgaben an Interimsmanager zu delegieren. Von einem Übergangsmanager erwartet man, dass er wie ein Leitwolf der Meute den weiteren Weg weise. Dies funktioniere nicht nur im Fußball, sondern auch in der Wirtschaft, schreibt der Wirtschaftsjournalist Constantin Gillies.

Web: http://www.ne-na.de


Für den Inhalt der Pressemitteilung ist der Einsteller, Ansgar Lange, verantwortlich.

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