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Schweizer Winzer setzen auf Rebenvielfalt

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Das Schweizer Weine bekannt für ihre Qualität sind, ist allgemein bekannt. Was aber macht sie so besonders? Und woher kommen sie eigentlich? Wir sprechen mit Bruno Jeggli über Weine aus der Schweiz.

Für Weinliebhaber ist die Schweiz ein Land, das spannende Entdeckungen verspricht. Dutzende der fast 200 Rebsorten wachsen fast ausschließlich hier: Sie sind traditionsreiche, Schweizer Eigengewächse wie z. B. der an den Ufern des Zürichsees angebaute Räuschling, der Completer in Graubünden oder der Himbertscha, der auf einer kleinen Fläche im Wallis vor dem Aussterben bewahrt wird. "Schweizer Weine sind bei uns so beliebt, dass fast die gesamte Produktion von rund einer Million Hektolitern jährlich im Land getrunken wird", erklärt Bruno Jeggli, Inhaber von jeggliweine.ch und ausgewiesener Kenner der Branche. Nur ein bis zwei Prozent des Weins wird exportiert.



Die französischsprachige Schweiz als Anbauschwerpunkt



In den Kantonen Wallis und Waadt befinden sich die größten Anbaugebiete. Fast dreiviertel des Weins stammt aus der französischsprachigen Schweiz. Das sonnenreiche, trockene Wallis bietet die wohl besten klimatischen Voraussetzungen. Der charakteristische und bekannteste Weißwein des Wallis ist der Fendant, der aus der für die Schweiz so typischen Chasselas-Rebe erzeugt wird. Bis in 1100 Meter Höhe wird im Wallis Wein kultiviert: Nirgends in Mitteleuropa gibt es höher gelegene Weinberge.



Auch im Kanton Waadt dominiert die Rebsorte Chasselas. Westlich und nördlich des Genfersees erstreckt sich das zweitgrößte Anbaugebiet der Schweiz. Hier setzt man auf Tradition. In der Stadt Vevey findet seit Mitte des 18. Jahrhunderts alle 20 bis 25 Jahre das Fest der Winzer statt. Im Sommer 2019 werden zum zwölften Mal zehntausende weinbegeisterter Besucher erwartet.



Die weiteren Weinanbaugebiete der Schweiz verteilen sich auf den Kanton Genf, das Drei-Seen-Land rund um den Bieler-, Neuenburger- und Murtensee, das Tessin sowie die Deutschschweiz. In letzterer sind die Anbauflächen weit zerstreut in jedem Kanton zu finden. Besonders gut gedeiht hier der Müller-Thurgau. Wer Rotweine bevorzugt, wird am ehesten in Genf und im Tessin auf seine Kosten kommen. Im italienischsprachigen Teil der Schweiz fühlt sich die Merlot-Traube bei viel Wärme und viel Niederschlag besonders wohl, während im Kanton Genf der Pinot Noir und die aus dem Beaujolais bekannte Gamay-Traube gern angebaut wird.



"Die Stärke der Schweizer Winzer liegt in ihrer Flexibilität und Kreativität", ist sich Jeggli sicher. Noch vor zehn Jahren wurden auf 80 Prozent der Weißweinanbauflächen ausschließlich die beiden dominierenden Rebsorten Chasselas und Müller-Thurgau angebaut. Mit dem Ziel eines breiter gefassten Angebotes fand innerhalb weniger Jahre ein Umdenken statt: Sauvignon Blanc und z. B. die alte Schweizer Rebe Petite Arvine sind seitdem stark im Kommen. Der bei Konsumenten in ganz Mitteleuropa spürbare Wunsch nach regionalen landwirtschaftlichen Produkten stößt bei den Schweizer Winzern und Weinbauernverbänden auf fruchtbaren Boden. Die Vielfalt an Rebsorten und eine große Experimentierfreudigkeit machen neugierig auf Schweizer Weine.



Weinjahr 2012 verspricht gute Qualität



Trotz schwieriger Wetterbedingungen hat das Weinjahr 2012 qualitativ gute Weine hervorgebracht. Die starken Fröste im Winter hatten glücklicherweise weniger Auswirkungen als befürchtet. Ein Problem war jedoch der viele Regen zur Weinlese, der viele Trauben verfaulen und die Erträge schrumpfen ließ.


Für den Inhalt der Pressemitteilung ist der Einsteller, Herr Bruno Jeggli (Tel.: +41 (0) 44 844 37 47), verantwortlich.

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