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Mit iPad und Cloud zur Kraftwerksinspektion

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Mit einem rund 50-seitigen Anforderungskatalog startete Alstom in sein Mobility-Pilotprojekt und gab führenden Herstellern drei Monate Zeit, einen ersten Prototyp vorzustellen.


Alstom ist weltweit führend im Bau von Anlagen und Produkten für die Stromerzeugung, Energieübertragung und Schieneninfrastruktur und setzt Maßstäbe für innovative und umweltfreundliche Technologien. Der Konzern baut den schnellsten Zug und die kapazitätsstärkste...

Windisch, 20.03.2013 - Alstom ist weltweit führend im Bau von Anlagen und Produkten für die Stromerzeugung, Energieübertragung und Schieneninfrastruktur und setzt Maßstäbe für innovative und umweltfreundliche Technologien. Der Konzern baut den schnellsten Zug und die kapazitätsstärkste automatisierte U-Bahn der Welt. Zudem bietet Alstom Lösungen und Dienstleistungen für schlüsselfertige Kraftwerke, die Strom aus Gas, Kohle, Wasser, Wind und Solarwärme erzeugen - für Kernkraftwerke liefert der Konzern Komponenten für den konventionellen Teil. Alstom beschäftigt über 92.000 Mitarbeiter in rund 100 Ländern und verbuchte im Geschäftsjahr 2011/2012 einen Umsatz von 20 Milliarden Euro.

Einen wesentlichen Umsatzanteil erwirtschaftet der französische Industriekonzern mit der Inspektion und Wartung der im Kundenauftrag gebauten Kraftwerke. In regelmäßigen Intervallen werden die Anlagen auf der ganzen Welt durch die Alstom Servicetechniker inspiziert und revidiert. Die Einsätze variieren zwischen einigen Tagen und mehreren Wochen. Anhand von Plänen und Instruktionen bauen die Servicetechniker Maschinenteile aus und ein, nehmen Messungen vor und dokumentieren akribisch alle Ergebnisse.

Aktuell wird der gesamte Serviceprozess noch weitestgehend in Papierform begleitet. Deshalb müssen die gesammelten Daten nachträglich noch manuell in den Computer eingegeben werden und auch der Abschlussbericht für den Kunden wird überwiegend noch von Hand zusammengestellt.

Sobald Alstom seine Serviceprozesse auf eine mobile Lösung umstellt, sind davon weltweit mehrere tausend Mitarbeiter betroffen. Dementsprechend sorgsam hat sich das Projektteam dieser Thematik genähert. Zunächst wurde im Verlauf eines Jahres ein Anforderungskatalog erarbeitet, der als Grundlage für die Entwicklung eines Prototyps dienen sollte.

In der Evaluierungsphase hatten führende Hersteller die Möglichkeit, innerhalb von rund drei Monaten einen Lösungsvorschlag zu präsentieren. Erst zwei Tage vor Fristablauf erfuhr coresystems von der Ausschreibung und konnte sich noch kurzfristig mit seiner innovativen Standard-App für den mobilen Serviceeinsatz daran beteiligen. 'Ich muss gestehen, dass wir coresystems als Lieferant für unser Mobility-Projekt überhaupt nicht auf dem Radar hatten. Als wir die App coresuite mobile service mit Anbindung an die coresuite cloud dann gesehen haben, stellten wir fest, dass das kleine Schweizer Unternehmen über eine eingeführte Mobility-Lösung verfügt, die im Standard bereits 90 Prozent unseres Anforderungskatalogs abdecken konnte', so Gert-Jan den Boer, IT Manager Global Projects bei Alstom (Switzerland) Ltd.

Im Verlauf von vier Wochen setzte coresystems noch alle relevanten Anpassungen um und präsentierte den finalen Prototyp, der am 17. November 2012 vertraglich verabschiedet wurde. Alstom erhielt daraufhin 10 iPads mit der angepassten Version von coresuite mobile service sowie Zubehör. Derzeit befindet sich das Mobility-Projekt in der Validierungsphase.

Altbewährtes versus Innovation

Unter der Führung des Alstom Projektteams begannen Ende November 2012 die ersten Praxistests. Besonders spannend waren Feldversuche im direkten Vergleich mit der herkömmlichen Variante: Ein Mitarbeiter erledigte seine Inspektion auf altbewährte Weise während sein Kollege mit Unterstützung der mobilen Servicelösung seine Arbeit verrichtete. Am Ende konnte der Techniker mit der modifizierten coresuite mobile service Lösung auf dem iPad die gleiche Arbeit deutlich schneller abschließen, als sein Kollege.

Die Erprobung an den Standorten in Deutschland, Spanien, England und Argentinien führte zu ähnlich positiven Ergebnissen. Die Tests haben weiterhin gezeigt, dass die Schutzhülle des Herstellers OtterBox völlig ausreichend ist, um das Gerät vor Stößen, Staub, Schmutz und Spritzwasser zu schützen. Auch Temperaturen von bis zu 50 Grad Celsius bereiten dem Tablet keine Probleme. 'Uns war klar, dass wir mit einer mobilen Lösung Zeit einsparen, aber erst die Tests haben verdeutlicht, wie viel schneller unsere Servicetechniker tatsächlich sind. Darüber hinaus haben wir weitere Vorteile für den Einsatz der Lösung entdeckt, die uns vorher gar nicht bewusst waren. Es gibt interne Dokumente, wie zum Beispiel Anleitungen zur Anlagenwartung, die der Geheimhaltung unterliegen. Auf dem iPad sind diese Unterlagen mittels Schlüsselcode wirkungsvoll zu schützen', erklärt den Boer.

Mobile Serviceunterstützung On- und Offline

Um den Betrieb und die Sicherheit der Kraftwerke nicht zu gefährden, wird das iPad während der Inspektion in den Offline- / Flugmodus versetzt. Die Servicetechniker müssen deshalb vor Beginn ihres Arbeitstages bereits alle relevanten Daten auf dem Gerät gespeichert haben. Dies betrifft insbesondere Checklisten, Dateianhänge, Anlagenpläne und Wartungsanleitungen. coresuite mobile service ist bereits in der Standardausführung offline-fähig. Dadurch kann der Benutzer jederzeit auf seine Daten zugreifen, Änderungen vornehmen und natürlich auch neue Informationen hinzufügen. Sobald eine Internetverbindung wieder möglich ist, können die Daten synchronisiert werden.

Der Ablauf einer Inspektion wird über die Softwareführung unterstützt. Jede Inspektion entspricht in coresuite mobile service einem Projekt, das in verschiedene Aufgaben unterteilt ist. Diese werden vom Servicetechniker über Checklisten Punkt für Punkt abgearbeitet. Benötigte Zusatzinformationen wie Anlagenpläne oder Instruktionen können über das iPad jederzeit angezeigt werden. 'Unsere Servicemitarbeiter arbeiten oft auf engstem Raum, wo ein gut gefüllter Ordner schlecht Platz findet. Deshalb müssen sie manchmal erst aus einer Röhre heraus klettern, die benötigten Informationen nachschlagen und sich danach wieder zurück an den Ort des Geschehens begeben. Das iPad bietet hier den großen Vorteil, dass man es überallhin mitnehmen kann. Außerdem haben wir festgestellt, dass das Gerät in der Schutzhülle viel robuster ist, als wir das angenommen haben', wie den Boer erläutert.

Zu den Aufgaben einer Inspektion gehören auch die Erfassung von Messwerten und eine generell optische Begutachtung von Komponenten und Maschinenteilen. Befinden sich zum Beispiel Roststellen an kritischen Stellen, werden diese durch die Techniker mit einem Bild dokumentiert, das der entsprechenden Checkliste beigefügt wird. Dies kann mit dem iPad selbst oder an unzugänglichen Stellen, zum Beispiel in Rohren, auch mit einer Spezialkamera erfolgen. Mittels Wi-Fi gelangen auch externe Bilder auf das Tablet und können dort noch mit Markierungen und Anmerkungen versehen werden. Bevor Teile ausgetauscht werden, müssen die Servicetechniker vor Ort unter bestimmten Umständen Rücksprache mit dem Backoffice halten. Die Bilder dienen dabei als Entscheidungsgrundlage für die Spezialisten im Backoffice. 'Unser Ziel ist natürlich, möglichst bald alle Serviceprozesse mobil zu unterstützen und auch in die bestehende IT-Landschaft zu integrieren. Durch die Cloud-Synchronisation können die Inspektionsergebnisse der Techniker viel schneller übermittelt werden und das Backoffice kann direkt Entscheidungen treffen und die Servicetechniker vor Ort umgehend wieder mit den notwendigen Informationen unterstützen', sagt den Boer.

Sind alle Arbeiten in einem Kraftwerk abgeschlossen, erhält der Kunde einen detaillierten Abschlussbericht. Je nach Kraftwerksgröße kann die Erstellung der Berichte viel Zeit in Anspruch nehmen. Mit coresuite mobile service und dem coresuite designer besteht die Möglichkeit, zumindest die Abschlussberichte bei kleineren Anlageninspektionen zu standardisieren. So kann der Servicetechniker den finalen Bericht an seinem letzten Einsatztag mit dem Kunden besprechen und diesen dann auch übergeben. Der coresuite designer von coresytems nutzt alle relevanten Daten, die während der Inspektion mit dem iPad erfasst wurden, und bringt diese Informationen in eine ansprechende Form. So sind kleinere Berichte schnell erstellt und lassen sich ausdrucken oder per Mail versenden.

Die nächsten Schritte

Ende März 2013 wird das Projektteam bei Alstom entscheiden, ob das Pilotprojekt noch weiter ausgedehnt wird. 'Wir haben uns für coresuite mobile service entschieden, weil wir keine 'Kinderkrankheiten' einkaufen wollten, wie das bei reinen Prototypen meist der Fall ist. Insgesamt sind wir mit der Lösung sehr zufrieden ? alles läuft stabil und auch die Datensynchronisation via coresuite cloud funktioniert einwandfrei. coresystems ist innovativ, flexibel und sehr zuverlässig. Das erleichtert die Zusammenarbeit ungemein', betont den Boer.

Während der Validierungsphase bei Alstom werden die Daten aus der Cloud noch auf einem Server mit SAP Business One gespeichert und müssen von dort abgeholt werden. Eine mobile Servicelösung ist um ein Vielfaches effektiver, wenn die gesamten Serviceprozesse in das Backend integriert sind, denn dadurch fließen die Daten direkt in die nachfolgenden Geschäftsprozesse ein, wie zum Beispiel in die Finanzbuchhaltung als Basis zur Rechnungstellung. Um diese und viele weitere Vorteile nutzen zu können, wollen Gert-Jan den Boer und sein Team auch eine Roadmap für die Harmonisierung der IT-Landschaft bei Alstom entwickeln. Ein Großprojekt, das sich langfristig mit Sicherheit lohnen wird.

***Alle im Text befindlichen Markennamen sind eingetragene Warenzeichen der jeweiligen Hersteller. Irrtümer und Änderungen vorbehalten.***


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