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Nach Elefantenattacke auf Tierpfleger: Strafanzeige gegen Tierparkdirektor Dr. Blaszkiewitz

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Am 27.03.2013 ereignete sich im Tierpark Berlin der siebte schwere Unfall mit einer Elefantenkuh seit 2006: Elefantenkuh 'Frosja' stieß während einer tierärztlichen Behandlung einen Pfleger zu Boden.

Da Tierpark- und Zoodirektor Dr. Blaszkiewitz seit Jahren alle Warnungen von Fachleuten und Tierschützern ignoriert und sich weigert, das Elefantenhaus so umzubauen, dass die Pfleger mit den Tieren arbeiten können, ohne sich in Lebensgefahr zu begeben, hat Elefanten-Schutz-Europa jetzt bei der Staatsanwaltschaft Berlin Strafanzeige wegen fahrlässiger Körperverletzung gestellt.



Elefanten sind keine "sanften Riesen", sondern gefährliche Wildtiere. Wenn Pfleger ohne Schutzbarriere direkt an die Tiere heran gehen, sind Attacken mit schlimmen Folgen keine Seltenheit - die sieben Unfälle im Tierpark seit 2006 sind nur die aktuellsten Berliner Vorfälle einer Serie schwerer und schwerster Vorfälle mit Elefanten in Zoos auf der ganzen Welt, die jedes Jahr Verletzte und Tote fordert. So starben seit dem Jahr 2000 in europäischen und US-amerikanischen Zoos insgesamt neun Pfleger; allein in Deutschland wurden in den Zoos von Dresden, Augsburg, Magdeburg und Duisburg zwischen 2010 und 2012 mindestens vier Menschen bei Elefantenangriffen teilweise lebensgefährlich verletzt.

Angesichts der vielen Elefantenangriffe der letzten Jahre im Tierpark ist der jüngste Unfall im Tierpark nicht überraschend, sondern war vorhersehbar. Die Verletzung des vorletzten erfahrenen Pflegers im Elefantenrevier hätte verhindert werden können und müssen. Allein aufgrund der totalen Untätigkeit und völligen Missachtung der Lebensgefahr für die Tierpfleger durch Dr. Blaszkiewitz fehlen im Tierpark bis heute die baulichen Vorkehrungen (Behandlungsstand, Torsysteme), um Elefantenkühe sicher im "Geschützten Kontakt" betreuen zu können. Obwohl die finanziellen Mittel für Millioneninvestitionen (Vogelhaus im Zoo, Alfred-Brehm-Haus im Tierpark) zur Verfügung stehen, hat Dr. Blaszkiewitz in den letzten Jahren keinen einzigen Cent investiert, um das Leben und die Gesundheit seiner Elefantenpfleger zu schützen. Die Tierpfleger haben keine andere Wahl als die Boxen der Elefanten zu betreten und ihr Leben zu riskieren, um diese zu versorgen! Dabei ist seit dem jüngsten verletzungsbedingten Ausfall nur noch ein einziger langjährig erfahrener Pfleger für die Betreuung von 17 Elefanten, davon 10 im gefährlichen ungeschützten Kontakt, verantwortlich!



Auch von dem jüngsten Unglück ist Dr. Blaszkiewitz offensichtlich völlig unbeeindruckt. Dabei ist es nur eine Frage der Zeit, bis in Berlin ein Elefantenpfleger zu Tode kommt - derzeit gibt es in Deutschland keinen Zoo, in dem Elefantenpfleger gefährlicher leben. Aufsichtsrat und Politik müssen dieser lebensbedrohlichen Ignoranz endlich Einhalt gebieten!




Für den Inhalt der Pressemitteilung ist der Einsteller, Herr Olaf Töffels (Tel.: 089-6412091), verantwortlich.

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