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Der Sündenfall Zypern – Implikationen für die Anlagestrategie

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Die Abwicklungspolitik der EU im Zuge der Rettung zyprischer Banken macht deutlich, dass es auch in wohlhabenden Industriestaaten keine umfassenden Sicherheiten für Vermögen gibt. Diversifikation ist das Gebot der Stunde.

Aktionäre, Anleger und Sparer einiger zyprischer Banken dürften in den vergangenen Wochen schlecht geschlafen haben. Die Vorgehensweise der Rettung dürfte in der Zukunft jedoch als eine Blaupause für den Umgang der Europäischen Union mit Kreditinstituten in Schieflage gelten. Einen deutlichen Hinweis in diese Richtung gibt der aktuelle Gesetzesantrag von EU-Kommissar Michel Barnier, der in Einklang mit der Denkweise der Europäischen Zentralbank klare Regeln und eindeutige Rahmenbedingungen bei der Reihenfolge der Abwicklung von Banken fordert. Demnach sollen zunächst Aktionäre, dann Gläubiger, anschließend Anleger mit mehr als 100.000 Euro, hernach die länderspezifischen Bankensicherungsfonds und nur in einem letzten Schritt der internationale Rettungsfonds ESM einspringen.

Ein solches Vorgehen ist sicherlich begrüßenswert, da Steuerzahler auf diese Weise nur in allerletzter Instanz für die wirtschaftlichen Fehlleistungen systemrelevanter Kreditinstitute herangezogen würden. Für vermögende Bankkunden stellt sich hierzulande jedoch die Frage: Wie sicher ist das bei einem Kreditinstitut angelegte Geld trotz impliziter Sicherheitsgarantie der Bundesregierung tatsächlich? Zwar gilt Deutschland aufgrund seiner Wirtschaftskraft global als einer der letzten sicheren Häfen und die deutschen Sicherungssysteme garantieren je nach Bankengruppe weit höhere Summen als den oben angesprochenen staatlich gesicherten europaweiten Einlagenschutz, in einem Worst-Case-Szenario sind jedoch berechtigte Zweifel angebracht. Dies spiegelt sich auch in einer aktuellen Forsa-Umfrage wider, wonach sich mehr als zwei Drittel aller Deutschen um ihre Ersparnisse sorgen.

Abermals wirft die weiter schwelende Euro-, Wirtschafts- und Finanzkrise ein Schlaglicht auf mitunter abstrakte Gefahren, die in den wohlhabenden Industriestaaten vorschnell als vergangene Kapitel der Wirtschaftsgeschichte aufgefasst wurden. Ob (Teil-)Enteignungen, Zwangsabgaben, Währungsreformen, nationale Rechtsänderungen, Eingriffe in den Bestandsschutz, Steuererhöhungen oder Inflation – Anleger, die nicht frühzeitig vorsorgen oder sich einer Geldillusion hingeben, laufen auch bei nichtspekulativen Investments Gefahr, einen sofortigen oder schleichenden realen Wertverlust ihres Vermögens zu erleiden.

Eine fundierte Prognose über den weiteren Verlauf der Krise und den potenziellen Einsatz staatlicher Instrumentarien zu deren Linderung ist zum jetzigen Zeitpunkt schwer möglich, die Unsicherheit wird Kapitalmärkte und Anleger daher weiter in Geiselhaft halten. Auf der Suche nach Sicherheit und Rendite kam es in der jüngeren Vergangenheit mit großzügiger Unterstützung der historisch expansiven Geldpolitik der EZB zu einer rapiden und mitunter alternierenden Kapitalumschichtung innerhalb der Anlagesegmente. Inwiefern diese Entwicklung jedoch nicht auch zu Übertreibungen oder Blasenbildungen geführt hat oder führen wird, sei dahingestellt. Die Gefahren für Anleger liegen jedoch auf der Hand, der Letzte schaltet bekanntlich das Licht aus.

Da es eine absolute Sicherheit nicht gibt und die verschiedenen Anlageklassen sehr unterschiedliche Sicherheits- und Risikoprofile aufweisen, muss eine alte Binsenweisheit erneut als bester aller Ratschläge herhalten: „Legen Sie nicht alle Eier in einen Korb!“ Die Portfoliodiversifikation sollte sich dabei nicht nur auf eine Vielzahl von unterschiedlichen Anlagenklassen wie beispielsweise Bankeinlagen, Aktien, Anleihen, Rohstoffe, Edelmetalle, Immobilien, Private Equity, Infrastruktur, Ackerland- und Forstwirtschaft, Kunst und anderen Sachwertanlagen beschränken, vielmehr gilt es auch unterschiedliche Länder, Währungsräume, Branchen sowie Kreditinstitute bei der Streuung des Vermögens zu berücksichtigen. Generell gilt: Je stärker die Diversifikation, desto sicherer wird die Gesamtanlage.

Gleichzeitig jedoch ist eine flexible Anlagestrategie von entscheidender Bedeutung, um rechtzeitig in einer attraktiven Marktphase von Wertentwicklungspotenzialen profitieren zu können. Professionelle Initiatoren geschlossener Fonds sind darauf spezialisiert, solche Chancen frühzeitig zu identifizieren. Geschlossene Beteiligungen bieten wie kaum ein anderes Anlagevehikel eine Möglichkeit, in Sachwertbeteiligungen zu investieren, die zudem oftmals nur eine geringe Abhängigkeit von der Börsenentwicklung, langfristige Kalkulierbarkeit, regelmäßige Ausschüttungen sowie attraktive Renditechancen aufweisen. Zudem kann durch eine Anlage in eine geschlossene Beteiligung das Schwankungsrisiko des Anlageportfolios signifikant reduziert werden.

„Die sinnvolle Diversifizierung des Anlageportfolios ist und bleibt die billigste und effizienteste Strategie zur Minimierung der bestehenden und künftigen Risiken. Die Beimischung von geschlossenen Fonds ermöglicht dem Anleger dabei die Optimierung der Chance-Risiko-Struktur. Trotz der vielfältigen Vorteile sollte die Auswahl einer geschlossenen Beteiligung jedoch, wie bei jeder unternehmerischen Entscheidung, mit Bedacht vorgenommen werden. Grundsätzlich sollten die spezifischen Risiken einzelner Fonds mit der eigenen Risikopräferenz abgeglichen werden und stichhaltige Informationen über das Finanzierungskonzept und den Initiator zusammengetragen werden, um eine seriöse Auswahl vornehmen zu können. Zudem sollten Anleger darauf achten, dass der Erwerb eines geschlossenen Fonds die Gesamtvermögensstruktur nicht einseitig verschiebt. Empfohlen wird ein Maximalanteil von geschlossenen Fonds im Gesamtportfolio zwischen zehn und zwanzig Prozent, wobei auf eine ausreichende Diversifikation zu achten ist“, so der Geschäftsführer der AAD Fondsdiscount, Marco Otterbein.


Für den Inhalt der Pressemitteilung ist der Einsteller, Stefan Göbel (Tel.: 06421-979 020), verantwortlich.

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