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BDY - Berufsverband der Yogalehrenden in Deutschland e.V. |

Yoga wirkt: Yoga und Meditation in der ADHS-Therapie

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Krankenkassen sehen in Yoga sinnvolle Präventionsmaßnahmen. Doch was leistet Yoga bei ADHS-Erkrankungen? Der BDY initiierte hierzu ein Expertengespräch.

Dr. Meera Balasubramaniam von der der Duke University in North Carolina hat die positiven Effekte von Yoga bei ADHS in einer medizinischen Übersichtsarbeit sehr gut aufgearbeitet. Dabei wurde zum Thema Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung und Yoga sämtliche verfügbaren Publikationen recherchiert und diese dann auf Plausibilität geprüft. Dabei konnte auf der Grundlage des weltweit anerkannten Diagnoseklassifikationssystems ICD-10 statistisch nachgewiesen werden, dass Yoga gegenüber anderen Therapieformen sehr gute Effekte erreichen kann. Die 20 Wochen andauernde Yoga-Praxis im Rahmen der Studie konnte statistisch nachweisbare Verbesserung des Gesamtzustand der Teilnehmer bei folgenden Symptomen erreichen: oppositionelles Verhalten, emotionale Labilität, Ruhelosigkeit, Impulsivität sowie Perfektionismus. Balasubramaniam und Kollegen kommen dabei zu dem Ergebnis, dass Yoga-Praxis bei ADHS diagnostizierten Kindern statistisch aussagekräftige Effekte auslöst. Aufgrund der vorliegenden Ergebnisse empfiehlt Balasubramaniam und Team Yoga als eine ideale Unterstützung bei medikamentösen ADHS Therapien.

Diese Ergebnisse zum Anlass nehmend lud der BDY zwei Gesprächspartner für eine Expertenrunde zum Thema "Yoga und Meditation bei ADHS" ein:

Herrn Joachim Pfahl, Bsc. of Science, Mitglied des BDY mit 40-jähriger Yoga-Praxis und internationaler Lehrerfahrung sowie Herrn Prof. Dr. med. Andreas Michalsen von der Charité Berlin und Chefarzt der Abteilung für Naturheilkunde am Immanuel Krankenhaus in Berlin.

Obwohl Yoga in aller Munde ist und auf keinem Werbeplakat fehlen darf, hat Yoga und Meditation in Deutschland noch keinen Eingang in die ADHS Behandlung gefunden. Die USA ist in diesem Bereich Wegbereiter mit der so genannten Mind-Body Medizin. Daten aus den USA könnten zukünftig eine zunehmende Implementierung solcher Verfahren in Deutschland erleichtern.

Eine Betrachtung westlicher Gesellschaften zeigt ein hohes Maß an Professionalität, mit der Menschen sich den alltäglichen Aufgaben widmen. Alles muss heute professionell gelöst werden - selbst das "dinner for two". Diese Professionalität fehlt häufig, wenn es darum geht, sich um die eigenen Belange zu kümmern. Viele Menschen sind unaufhörlich ihrem eigenen Gedankenstrom ausgesetzt, in welchem in jedem Augenblick Myriaden von neuen Gedanken auftauchen. Dieses Phänomen kann durch Yoga- und Meditationstechniken verringert oder unterbrochen werden. Dem Einzelnen ermöglicht dies sich mit den tieferen und ruhigeren Schichten in sich selbst zu verankern. Yoga kann helfen, genau diesen Anker bei Menschen mit der Diagnose ADHS zu verstärken oder herzustellen. Der erste Schritt zu solch einer Verankerung ist dabei einen klaren Kontakt zum Körper herzustellen. Menschen aus westlichen Kulturen weisen tendenziell Kontaktstörungen zu ihrem Körper auf. Die Wahrnehmung ist rein auf den Verstand und die Gedanken reduziert. Yoga kann durch seine Kombination aus entspannenden meditativen und andererseits körperbetonten und durchaus anstrengenden Elementen eine äußerst sinnvolle Option sein, um ADHS-Betroffene zur Ruhe zu bringen. Gerade für Kinder gibt es einen eigenen kindgerechten Ansatz im Kinder-Yoga. Spielerisch wird das `sich Spüren` durch Yoga-Übungen und kindgerechte Techniken für Atem und Entspannung erlernt. Sinnvoll wäre es in diesem Zusammenhang, auch den sehr oft überlasteten und erschöpften Eltern von ADHS-Kindern zu Yoga zu raten.

Konkret kann über die Internetpräsenz www.yoga.de des Berufsverbandes der Yogalehrenden in Deutschland e.V. (BDY) deutschlandweit nach zertifizierten Yogalehrenden gesucht werden. Für den ADHS Themenkreis braucht es gut ausgebildete und erfahrene Lehrende. Wenn Betroffene jemanden finden, sollten sie durch ein Vorgespräch und eine Probestunde herausfinden, ob auch untereinander die Chemie stimmt. Aufgrund der bisherigen Datenlage in der Forschung, der langen Tradition von Yoga und den belegten psycho-physischen Wirkungen von Yoga, sollte ein Therapieversuch von Kindern und betroffenen Eltern bei ADHS durchaus erwogen werden.



Der Berufsverband der Yogalehrenden in Deutschland e.V. (BDY) vertritt als traditionsübergreifender Verband seit 1967 hohe Maßstäbe im Bereich der Aus- und Weiterbildung im Yoga. Weitere Informationen unter www.yoga.de.



Wissenschaftlichen Arbeiten zum Thema ADHS und Yoga



- BALASUBRAMANIAM, MEERA; TELLES, SHIRLEY; DORAISWAMY, P. MURALI (2012): Yoga on our minds: a systematic review of yoga for neuropsychiatric disorders. In: Front Psychiatry 3, S. 117. Online verfügbar unter http://www.frontiersin.org/Journal/DownloadFile/1/1577/36135/1/21/fpsyt-03-00117_pdf.

- HARRISON, L. J. (2004): Sahaja Yoga Meditation as a Family Treatment Programme for Children with Attention Deficit-Hyperactivity Disorder. In: Clinical Child Psychology and Psychiatry 9 (4), S. 479-497.

- RAMSAY, J. RUSSELL (2010): Nonmedication treatments for adult ADHD. Evaluating impact on daily functioning and well-being. 1. Aufl. Washington, DC: American Psychological Association. Online verfügbar unter http://www.tandfonline.com/doi/pdf/10.1080/07448481.2010.483717.

- WEIJER-BERGSMA, EVA; FORMSMA, ANNE R.; BRUIN, ESTHER I.; BÖGELS, SUSAN M. (2012): The Effectiveness of Mindfulness Training on Behavioral Problems and Attentional Functioning in Adolescents with ADHD. In: J Child Fam Stud 21 (5), S. 775-787. Online verfügbar unter http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3438398/#CR33.



Für den Inhalt der Pressemitteilung ist der Einsteller, Herr Dr. Hans-Jörg Weber (Tel.: 0551/797744-26), verantwortlich.

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