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IDC-Studie zu Storage in Deutschland 2013 - Unternehmen wappnen sich für die Datenflut

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Stark wachsende Datenmengen forcieren die Anforderungen an Speichertechnologien in Rechenzentren deutscher Unternehmen. Die Mehrheit der befragten Organisationen hat erkannt, dass sie auf diese Entwicklung reagieren müssen. In den kommenden Monaten werden...

Frankfurt am Main, 14.06.2013 - Stark wachsende Datenmengen forcieren die Anforderungen an Speichertechnologien in Rechenzentren deutscher Unternehmen. Die Mehrheit der befragten Organisationen hat erkannt, dass sie auf diese Entwicklung reagieren müssen. In den kommenden Monaten werden daher verstärkt Investitionen in zukunftsorientierte Lösungen wie Storage-Virtualisierung, Cloud Storage oder SSD/Flash-Speicher erfolgen. Dies ist das Fazit der neuen IDC-Studie "Storage in Deutschland 2013".

Ziel der von IDC im Mai 2013 durchgeführten Befragung unter 219 IT-Fach- und Führungskräften aus Unternehmen in Deutschland war es, aktuelle Lösungsansätze im Speichersegment vor dem Hintergrund wachsender Datenmengen und gestiegener Anforderungen zu analysieren. Dabei standen folgende Speichertechnologien im Blickpunkt: Storage-Virtualisierung, Cloud Storage, SSD/Flash-Speicher, konvergente Systeme, Scale-Out und Software-defined Storage.

Unternehmen erwarten starke Zunahme des Datenvolumens in den nächsten zwei Jahren

IT-Verantwortliche erwarten in den kommenden 24 Monaten einen starken Anstieg des Datenvolumens - zwei von drei Befragten antizipieren einen Zuwachs von über 20 Prozent in diesem Zeitraum. Insbesondere graphische Daten wie Bilder und Videos (44 Prozent der Nennungen), Dateien mit unstrukturiertem Inhalt wie Office-Dokumente oder E-Mails (42 Prozent) und Transaktionsdaten aus Business-Anwendungen (38 Prozent) treiben das Wachstum an.

Unternehmen werden kurzfristig auf diese Entwicklung reagieren und Lösungen finden müssen, denn verharren sie in den nächsten 24 Monaten in einer Schockstarre, ist eine Überlastung ihrer IT-Infrastruktur - insbesondere der Speicher und Netze - kaum abzuwenden. Neben dem Management, der Analyse und der Ausschöpfung des Informationspotentials (Stichwort Big Data) dürfen die technologischen Auswirkungen des Datenzuwachses nicht vernachlässigt werden.

Ausrichtung der Speichertechnologien auf wachsende Datenmengen hat oberste Priorität

Welche Schlussfolgerungen IT-Verantwortliche aus der erwarteten Entwicklung ziehen, wird anhand ihrer Schwerpunktsetzung für die kommenden 12 Monate deutlich. "Ganz oben auf der Prioritätenliste der IT-Entscheider stehen die Erhöhung der Storage-Kapazität sowie die Sicherstellung der Datenaufbewahrung und Compliance", so Projektleiter Mark Schulte, Consultant bei IDC in Frankfurt. "Ebenfalls wichtig ist der Schutz der virtuellen Serverinfrastruktur, die Steigerung der Storage-Performance und die Reduzierung der Storage-Kosten. Unternehmen haben also den Handlungsbedarf erkannt, stehen aber gleichzeitig auch unter Kostendruck.

Die genannten Speichertechnologien wurden auch dahingehend untersucht, inwieweit sie zur Erreichung dieser Prioritäten beitragen können.

Storage-Virtualisierung: Bessere Speicherauslastung und Steigerung der Storage-Performance größte Treiber für zunehmenden Einsatz

Aktuell setzen 56 Prozent der befragten Unternehmen Virtualsierungstechniken ein, etwas weniger als ein Drittel plant den Einsatz innerhalb der nächsten 12 Monate. Storage-Virtualisierung ist somit noch nicht so verbreitet wie die Virtualisierung von Servern, holt aber mit großen Schritten auf.

Der größte Treiber dieser Entwicklung ist mit Abstand die bessere Speicherauslastung (41 Prozent), gefolgt von der Steigerung der Storage Performance (36 Prozent) und einer Verringerung der Speicherkosten (35 Prozent). Demnach sprechen IT-Entscheider der Speicher-Virtualisierung Vorteile zu, die weit oben auf ihrer Prioritätenliste stehen. Dies verdeutlicht, warum 27 Prozent der Unternehmen ihren Speicher im kommenden Jahr virtualisieren wollen.

Cloud Storage: Große Unterschiede bei Nutzenszenarien, Herausforderungen und beim Einsatz je nach Cloud-Variante

Der Bezug von Speicherkapazität aus der Cloud ist keine Seltenheit mehr. Storage aus der In-House Private Cloud wird von den Unternehmen gegenüber der beim Cloud-Anbieter gehosteten Private Cloud und Public Cloud favorisiert. Die Menge des bezogenen Speichers ist noch relativ gering und bewegt sich um 10 bis 19 Prozent der Unternehmenskapazität, das Volumen wird in den nächsten Monaten jedoch steigen.

IT-Verantwortliche verbinden mit der Nutzung von Storage aus der Public Cloud mit Abstand die größten Herausforderungen, insbesondere im Hinblick auf IT-Sicherheit und Datenkontrolle. Mit zunehmender "Privatisierung" des Cloud Storage in der Hosted und In-House Private Cloud sinken die wahrgenommenen Hürden signifikant.

Unterschiedliche Nutzenszenarien je nach Cloud-Variante werden deutlich: Während die Stärken der Public Cloud insbesondere bei der Reduzierung von Storage-Kosten liegen, setzen Unternehmen die Private Cloud zur Verbesserung der IT-Sicherheit und zur Steigerung der Storage-Effizienz ein. 27 Prozent der befragten Unternehmen nutzen die In-House Private Cloud für Backups ihrer Daten.

Solid State Storage (SSD/Flash): Starkes Wachstum trotz hoher Preise

Der Einsatz von SSD/Flash-Speicher wächst in den kommenden 24 Monaten rapide. Durchschnittlich steigt der Anteil von SSD/Flash an der Speicherkapazität um 43 Prozent in den Unternehmen. Allerdings geht die Entwicklung auch von einem relativ geringen Niveau von 11 Prozent am gesamten Unternehmensspeicher aus.

Aktuell am häufigsten kommen SSDs in Kombination mit Festplatten zum Einsatz. Durch diese hybriden Arrays, deren Verwendung am stärksten wächst, können Unternehmen sowohl von den Performance-Vorteilen der SSD-Technologie als auch von den Kapazitätsvorteilen der Festplatten profitieren. Nach wie vor stellt der hohe Preis für SSD/Flash-Speicher den größten Hinderungsgrund für eine Nutzung dar.

Konvergente Systeme: Rechenzentren "aus der Box" für höhere Anwendungs-Performance, Verfügbarkeit und Flexibilität und den Aufbau einer Private Cloud

Konvergente Systeme kommen aktuell in 16 Prozent der befragten Unternehmen zum Einsatz. Somit ist der Verbreitungsgrad noch relativ überschaubar. Allerdings plant ein Viertel der befragten Betriebe, integrierte Lösungen in den nächsten 12 Monaten zu implementieren. Den bevorzugte Ansatz stellen Komplettlösungen dar, in denen Speicher-, Netzwerk- und Rechenkomponenten von einem Hersteller integriert sind. Von fast jedem zweiten Unternehmen wird diese Variante gewählt.

Die wesentlichen Beweggründe zur Nutzung dieser Rechenzentren "aus der Box" liegen in einer besseren Anwendungs-Performance, höheren Verfügbarkeit und Flexibilität sowie einer verbesserten Nutzung der IT-Ressourcen-Nutzenaspekte. Diese können mittels Delivery-Modell einer Private Cloud kurzfristig verwirklicht werden. Dem gegenüber stehen Sicherheitsbedenken, ein hoher Preis und Probleme bei der Integration in die bestehende IT-Infrastruktur.

Scale-Out Storage Architekturen: Lösungsansatz mit Potential

Die größten Vorteile einer Scale-Out Storage Architektur sind aus Sicht der befragten IT-Entscheider die hohe Performance und Skalierbarkeit sowie ein einfaches Management der Storage-Umgebung. Insbesondere vor dem Hintergrund der wachsenden Datenmengen ist die Skalierbarkeit der Speichersysteme für Anwenderunternehmen ein wichtiges Thema.

Allerdings verwenden derzeit lediglich 7 Prozent der befragten Unternehmen eine Scale-Out Storage Architektur. Dies liegt insbesondere darin begründet, dass sich momentan eine überschaubare Anzahl von Anbietern in diesem Marktumfeld bewegt und das Scale-Out-Prinzip - aus dem Serverumfeld stammend - im Storage-Bereich noch ein neues Thema ist. Insgesamt ist festzustellen, dass das Interesse an Scale-Out Storage mit zunehmender Unternehmensgröße steigt.

Software-defined Storage: Software als Treiber von Innovation und technologischem Fortschritt

Software-defined Storage - ein Stack an Storage Software, der auf einer gängigen Ressource oder handelsüblicher Rechnerhardware installiert werden kann - ist eine Kernkomponente der Vision des Software-defined Data Centers. Ziel einer Software-defined Storage Plattform ist die Zusammenführung von Storage-Ressourcen und der Aufbau einer Service-basierten Infrastruktur.

Viele Unternehmen setzen sich aktuell mit dem Thema Software-defined Storage auseinander, eine konkrete Umsetzung erfolgte bislang aber nur in 8 Prozent der Unternehmen. Die größten Vorteile von Software-defined Storage sind aus Sicht der Befragten die Kostenvorteile und die Skalierbarkeit des Speichers. Software-defined Storage stellt für viele Unternehmen einen attraktiven Ansatz dar, der weiter an Bedeutung gewinnen wird. Nicht zuletzt sehen 42 Prozent der befragten IT-Entscheider Software als wesentlichen Treiber für Innovationen im Speicherbereich in den kommenden Jahren.

Fazit

IT-Verantwortliche stehen unter Druck: Ihnen ist der akute Handlungsbedarf bewusst, um dem wachsenden Datenvolumen und gestiegenen Anforderungen an Storage-Kapazität, -Performance und -Effizienz zu begegnen. Gleichzeitig werden von ihnen Einsparungen erwartet, um den IT-Overhead zu verringern. Um langfristig Kosten einzusparen, sind jedoch Investitionen in die Speichertechnologien erforderlich. Diese Notwendigkeit ist bei vielen Unternehmen verstanden, was sich auch in steigenden Budgets bei der Mehrheit der Befragten ausdrückt.

Die in der Studie analysierten Speichertechnologien werden aus IDC-Sicht den Storage-Markt in den kommenden Jahren nachhaltig beeinflussen. Während Storage-Virtualisierung, Cloud Storage oder SSD/Flash bereits heute hohe Marktdynamiken erzeugen, wird dies bei anderen Lösungsansätzen wie Software-defined Storage in wenigen Jahren der Fall sein. Nicht jeder Lösungsansatz wird auch im gleichen Maße für Unternehmen geeignet sein. Anwenderunternehmen sollten daher unter Berücksichtigung ihrer individuellen Anforderungen die für sie adäquaten Lösungen bestimmen.

Eine Zusammenfassung der aktuellen Studie erhalten Anwenderunternehmen kostenfrei unter: http://bit.ly/12sxVpC


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