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Internet-Provider gängeln ihre Kunden

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Ärgernis "zwangsverordnete" Router


Eine Reihe von Providern schreibt ihren Kunden vor, was für einen Router sie für ihre Internet- und Telefonverbindungen verwenden dürfen. Betroffen sind Neuverträge oder Anwender, die in einen Tarifwechsel einwilligen. Die Praxis widerspricht EU-Vorgaben...

Hannover, 17.06.2013 - Eine Reihe von Providern schreibt ihren Kunden vor, was für einen Router sie für ihre Internet- und Telefonverbindungen verwenden dürfen. Betroffen sind Neuverträge oder Anwender, die in einen Tarifwechsel einwilligen. Die Praxis widerspricht EU-Vorgaben und ist für viele Nutzer ein Ärgernis, schreibt das Computermagazin c't in der aktuellen Ausgabe 14/13.

Die Bundesnetzagentur in Deutschland ignoriert anderslautende EU-Richtlinien und erlaubt den Providern zu bestimmen, welche Router ihre Kunden benutzen dürfen. Ein Router steht zwischen der Datenleitung ins Internet und dem PC zu Hause. Über ihn kann man Dateien freigeben oder sein WLAN konfigurieren.

Doch jetzt wollen die Provider bestimmen, welchen Funktionsumfang der Kunde erhält - der Anwender muss nehmen, was kommt. Alternativ kann er nur ein zusätzliches Gerät am Router anschließen, also auch zum Beispiel einen der beliebten Router mit integrierter Telefonanlage, aber er kann den mitgelieferten Router nicht ersetzen. Es gibt aber noch ganz andere Probleme, weiß c't-Redakteur Reiko Kaps: "Wenn die Provider nicht ordentlich arbeiten und etwa das WLAN falsch konfigurieren, kann man gegen eine etwaige Sicherheitslücke selbst nichts unternehmen." Einige Kabelnetzbetreiber haben auch schon neue Einnahmequellen entdeckt: Sie schalten die WLAN-Funktion per se erst mal ab - wer sie nutzen will, muss eine zusätzliche Monatsmiete entrichten.

"Wir können jedem Anwender nur raten, bei Neuverträgen oder einem Tarifwechsel genau auf den angebotenen Router zu achten", so der c't-Experte. "Vielleicht hilft es, mit dem Provider zu verhandeln und auf eine freie Gerätewahl zu bestehen. Im Zweifel kann man auch einen Anbieterwechsel in Erwägung ziehen." Wichtig dabei ist, dass der Provider sich dazu bereit erklärt, die Zugangsdaten herauszugeben, die man für den Anschluss des Routers benötigt - die sind nämlich in den Zwangsroutern unzugänglich versteckt.

Für die Provider wird das Leben durch die Zwangsrouter leichter: Ihr Support kann sich auf wenige Geräte beschränken, durch die Fernwartung dürfte sich die Anzahl der Hotline-Anrufe deutlich verringern. Gleichzeitig besteht die Gefahr, dass sich wenige Quasi-Monopole herausbilden.


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