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Dr. Günther Beckstein: Im Kamingespräch bei den Familienunternehmern

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„Ich war gerne Ministerpräsident, aber es war auch manchmal schmerzlich“ – der Bayerische Ministerpräsident a. D. plauderte aus dem Nähkästchen und über seine ganz persönliche Sicht zur Lage der Nation.

Nürnberg, 18. Juni 2013. DIE FAMILEINUNTERNEHMER – ASU und DIE JUNGEN UNTERNEHMER – BJU hatten Ihre Mitglieder und Gäste am gestrigen Abend zu einem ganz besonderen Event geladen: Dr. Günther Beckstein, einer der beliebtesten und bekanntesten deutschen Politiker mit fränkischen Wurzeln, sprach im Dialog mit Herbert Winter, Vorsitzender des Regionalkreises Nürnberg und stellv. Landesvorsitzender für Bayern, offen über seine – nicht nur politische – Karriere.

„Kein Amt ist so spannend wie das des Innenministers“

Mit Stolz blickte der gebürtige Hersbrucker auf die vielen Erfolge seiner Laufbahn zurück. „Mein Ehrgeiz war, dass Bayern das sicherste Land Deutschlands wird, und das habe ich geschafft.“ Zu seiner Zeit als Innenminister konnte er außerdem zahlreiche universitäre und Forschungseinrichtungen wie bspw. das Fraunhofer und das Max Planck Institut nach Erlangen holen und war maßgeblich am Entstehen und Wachstum der Nürnberg Messe beteiligt. Ihm ist es zu einem nicht unerheblichen Teil zuzuschreiben, dass sich die Metropolregion Nürnberg vom Produktions- hin zum Dienstleistungsstandort entwickelt hat.
Es waren aber auch Selbstkritik und Nachdenklichkeit zu spüren, als Günther Beckstein sein Resümee zog; z. B. beim Thema NSU. „Das bohrt in mir, ganz klar“, denn auch wenn man seinerzeit alles getan habe, um die Täter aufzuspüren, und der Polizei keine substanziellen Fehler unterlaufen seien, „konnten wir sie einfach nicht finden. Mich beschäftigt das bis heute.“
Augenzwinkernd gab der Ministerpräsident a. D. auch die ein oder Anekdote zu seinen Kollegen zum Besten und schilderte seine – durchaus nicht immer einfache – Beziehung zu Angela Merkel: „Ich bewundere sie für ihre Beharrlichkeit, zu der wohl nur eine Frau fähig ist. Sie gibt, wenn es darauf ankommt, nicht nach – auch wenn es wie in der großen Europa-Runde 26:1 gegen sie steht. Diese Standfestigkeit muss man erst einmal haben.“ Auch ihre Maßnahmen zum Handling der großen Finanzkrise nach der Lehman-Pleite erachtete er für vollkommen richtig. Deutschland sei vor allem dank der Vorgehensweise der Bundesregierung als einziges Land gestärkt und nicht geschwächt aus der Krise hervorgegangen.

Unter vier Augen mit dem Papst

Für Aufsehen sorgte Günther Becksteins erste Reise als Ministerpräsident – sicher aus vielen Gründen. Der bekennende Lutheraner war sich bewusst, dass es provokativ war, als evangelischer Franke Ministerpräsident von Bayern zu werden. „Ich wollte mit dem Besuch zeigen, dass ich die Katholiken respektiere.“ Aus dem für 20 Minuten angesetzten Gespräch wurden 1,5 Stunden intensive Unterhaltung, in deren Verlauf der Protestant sich auch nicht scheute, kritische (Kirchen-)Themen anzusprechen. Generell hat Günther Beckstein sich nie vor Auseinandersetzungen gescheut, dabei aber immer versucht, fair zu bleiben. „Die Behauptung, Politik sei ein schmutziges Geschäft, stimmt nicht. Es kommt immer darauf an, wie man dieses Geschäft betreibt. Ich bevorzuge den ‚Kampf‘ mit offenem Visier.“

Deutschlands Zukunft in der Welt

Offen kritisiert er daher auch das Wahlprogramm der Grünen – besonders hinsichtlich ihrer Steuerpolitik. „Unser Staat hat kein Einnahmenproblem, sondern ein Ausgabenproblem. Steuererhöhungen führen zu nichts, schlimmer noch, sie führen in die verkehrte Richtung.“ Sie hätten die Vernichtung von Arbeitsplätzen zur Folge, was die gesamte deutsche Wirtschaft schwächen würde. Statt also an der Steuerschraube zu drehen, forderte Günther Beckstein eine Rückbesinnung auf das, was Deutschland früher ausgezeichnet hat: seine Innovationen. Leider werde aktuell hierzulande viel zu wenig für Innovationen getan und er verspüre eine regelrechte Innovationsfeindlichkeit. Die führte er auch auf eine mangelnde Förderung der Bildung zurück. Die Zahlen dazu sprechen für sich, denn im europäischen Ranking liegt Deutschland im Verhältnis von Bruttosozialprodukt zu Ausgaben für die Bildung an vorletzter Stelle. Sein abschließender Appell richtet sich dementsprechend zum einen an die Politik, durch Bildung und verbesserte Rahmenbedingungen wieder mehr Entwicklungspotential zu ermöglichen, und zum anderen an jeden einzelnen: „Was wir brauchen ist wieder mehr Mut zum Risiko, eine Idee voranzutreiben und neue Wege zu beschreiten.“

Regionaler Pressekontakt
Christina Böhm
PR- und Öffentlichkeitsarbeit
DIE FAMILIENUNTERNEHMER – ASU e.V.
DIE JUNGEN UNTERNEHMER - BJU
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Über:
DIE FAMILIENUNTERNEHMER (ehemals Arbeitsgemeinschaft Selbständiger Unternehmer – ASU) folgen als politische Interessenvertretung der Familienunternehmer den Werten Freiheit, Eigentum, Wettbewerb und Verantwortung. Die rund 5.000 Mitgliedsunternehmen erwirtschaften einen Jahresumsatz von ca. 300 Mrd. Euro (Vgl. BIP Deutschland: rund 2.400 Mrd. Euro). Über 90 Prozent der Unternehmen in Deutschland sind eigentümergeführte Familienunternehmen.

DIE JUNGEN UNTERNEHMER sind das Forum für junge Familien- und Eigentümerunternehmer bis 40 Jahre. Unter dem Motto Freiheit, Eigentum, Wettbewerb und Verantwortung bezieht der Verband klar Stellung für eine wett-be¬werbsorientierte und soziale Marktwirtschaft sowie gegen überflüssige Staatseingriffe. Die Verbands¬mitglieder sind Inhaber oder Gesellschafter eines Unternehmens.


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