info@PortalDerWirtschaft.de | 02635/9224-11
Suchmaschinenoptimierung
mit Content-Marketing - Ihre News
MHMK Hamburg |

TV-Moderator Ulrich Meyer über starke Gefühle und journalistisches Jagdfieber

Bewerten Sie hier diesen Artikel:
1 Bewertung (Durchschnitt: 4)


Welches Opfer ist es wert, in die Hauptnachrichten zu kommen und welches nicht? Wie weit kann man als Journalist gehen?

Dies waren nur einige der Fragen, denen Sat.1-Moderator Ulrich Meyer am MHMK Campus Hamburg auf den Grund ging. Rund 70 Besucher waren der Einladung zum Medientalk gefolgt.



Meyer gilt als Pionier des Privatfernsehens. Seine TV-Laufbahn begann er bei RTL, bis er sich schließlich beim Konkurrenzsender Sat.1 etablierte. Dort deckt er seit 1995 in der Serie "Akte" Verbrechen auf. Die "Akte"-Ermittlungen arbeiteten Geschehenen auf - die Polizeiarbeit ersetzten sie aber nicht. Schließlich dürfe man nicht vergessen, dass es sich um ein fiktionales Format handle - mit professionellen Schauspielern.



MHMK-Dozent Prof. Dr. Thomas Hestermann wies bereits in seiner Einführung darauf hin, wie präzise Fälle für die Berichterstattung selektiert werden: "Das typische Medienopfer ist meist weiblich." Handelt es sich zudem um ein junges Kind, sei der Platz in den Topthemen gesichert. Der Grund sei simpel: höhere Einschaltquoten. Die Gesellschaft stumpfe Gewalt gegenüber ab. Nur wenige Themen lösen noch Schock aus. "Die Mehrheit der Deutschen ist der Meinung, in einer von Gewalt geprägten Gesellschaft zu leben. Doch fragt man sie, ob sie selbst schon Gewalt erlebt haben, können nur die wenigsten zustimmen.", erklärt Ulrich Meyer.



Darüber hinaus stimme im Fernsehen nicht alles, was man hört mit dem überein, was man sieht. Die Liveberichterstattung der Journalisten erscheine oftmals dramatischer als die Bilder es hergeben. "Selbst Profis überschlagen sich vor Ort aus Betroffenheit", so Meyer. Allerdings sei die Grenze für das journalistische Jagdfieber im Vorfeld schwer abschätzbar. Besonders, da man immer dramatischere Berichte benötigt, um das Publikum zu berühren. "Vor dieses Problem werden Sie dann zukünftig gestellt", stellt Ulrich Meyer fest. Und was gibt er den MHMK-Studierenden mit auf den Weg? "Schreiben ist ein Handwerk, das man lernen kann. Fangen Sie genau jetzt damit an."



Jana Uppendahl


Für den Inhalt der Pressemitteilung ist der Einsteller, Frau Claudia Lehmann (Tel.: +49 040 300 30 89 37), verantwortlich.

Pressemitteilungstext: 306 Wörter, 2325 Zeichen. Als Spam melden


Kommentare:

Es wurde noch kein Kommentar zu diesem Thema abgegeben.



Ihr Kommentar zum Thema





Weitere Pressemitteilungen von MHMK Hamburg lesen:

MHMK Hamburg | 23.10.2014

Workshop in der Markthalle Hamburg: Macromedia Studierende lernen von Profis

Einen ganzen Tag lang verbrachten die angehenden Musikmanager der Hochschule Macromedia Hamburg in dem renommierten Veranstaltungshaus. In der Markthalle werden die Studierenden des 5. Semesters Musikmanagement im Laufe des Semesters ein Konzert org...
MHMK Hamburg | 23.10.2014

Mediakraft Networks und Hochschule Macromedia: Ausbildungsformate für Internet-Fernsehen

Ziel ist es, Ausbildungs- und Studienprogramme zu entwickeln, die Videomachern fokussiertes Know-how für die Produktion von Internet-Videos vermitteln. Im Gespräch sind eine Spezialisierungsoption im Rahmen des Bachelor-Studiengangs Film und Fernse...
MHMK Hamburg | 23.10.2014

Hamburg: Macromedia-Studierende produzieren Onlinemagazine zum Wassersportjahr

Das Tablet- und Onlinemagazin wurde von Journalistik-Studierenden aus dem zweiten Semester der Hochschule Macromedia in Hamburg unter der Leitung des Dozenten Thomas Kosinski produziert. Zeitgleich wird bei hamburg.de ein multimediales Weblog veröf...