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Von schlafenden und tanzenden Bären

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Analysten erwarten in Russland neue Rekorde an der Börse


Bonn/Moskau – In Russland boomt die Börse. Nach mehreren schweren Krisenjahren hat der russische Aktienmarkt 2005 die Anleger versöhnt. Ein Kursanstieg um rund 80 Prozent habe den Leitindex RTS in die weltweite Spitze geführt, schreibt das Handelsblatt http://www.handelsblatt.de. „In Russland nicht engagiert zu sein, ist ein zu großes Risiko. Das kommende Jahr wird wohl noch erfolgreicher als 2005“, vermutet Rair Simonyan, Russland-Chef von Morgan Stanley http://www.morganstanley.com. Das Moskauer Magazin „Ogonjok“ rechnet für 2006 sogar mit einem Kursanstieg von 60 Prozent an Russlands Börsen. Besonders die Aufhebung der Begrenzung von Auslandsinvestitionen in Aktien des weltgrößten Gaskonzerns Gazprom beflügele die Phantasie der Aktienkäufer, schreibt Handelsblatt-Korrespondent Matthias Brüggmann.

Einen kritischeren Blick auf den russischen Markt wirft Daniel Wilhelmi, Autor des Buches „Emerging Markets“ http://www.simplified.de, und Experte für die aufstrebenden Märkte sowie den US-Hightech-Sektor. Russland sei ein schlafender Riese, so der Autor, der zu einem etwas gewagten Bild greift: „Erst jetzt beginnt die ehemalige Supermacht langsam wach zu werden, nachdem sich bisher jeder Russland-Hype im Nachhinein nur als das Umdrehen des schlafenden Bären auf die andere Seite des Bettes erwiesen hatte.“ Doch trotz aller Skandale, Kriminalität und Korruption sowie einem völlig undurchsichtigen Steuersystem hätten die Reformen im Land in den vergangenen Jahren große Fortschritte gemacht.

Wilhelmi verweist auf die Erfolge bei der Bekämpfung der Arbeitslosigkeit, die steigenden Löhne, die deutliche Reduzierung der Staatsschulden und die Umstrukturierung des Rentensystems. 2005 seien die Direktinvestitionen gegenüber dem Vorjahr um 50 Prozent auf 11,7 Milliarden US-Dollar angestiegen. Russland sei aufgrund seiner extrem günstigen Bewertung sehr interessant für internationale Investoren, da sich die ausländischen Anleger bisher wegen der politischen Risiken mit ihren Investitionen zurückgehalten hätten. Die Moskauer Börse werde von Rohstoffunternehmen, vornehmlich Öl- und Gaskonzernen dominiert: „So verfügt das Land der Zaren über 20 Prozent der weltweiten Rohöl- und sogar 35 Prozent der weltweiten Erdgasreserven. Ein phantastisches Fundament für kommendes starkes Wachstum der rohstofflastigen russischen Wirtschaft.“

Allerdings empfehle sich für den Anleger ein Engagement bei den großen und internationalen Firmen wie Lukoil oder Gazprom, für die es Unternehmensanalysen großer Investmenthäuser gebe. Bei kleineren Firmen bewege sich der Anleger auf dünnem Eis, da er kaum an seriöse Informationen herankommen könne. Wilhelmi schließt seine Betrachtungen wieder mit einem etwas gewöhnungsbedürftigen Bild: „Wenn Sie mit dem russischen Bären tanzen, dann müssen Sie für brutal heftige Kurausschläge gewappnet sein.“ Daher soll man „das ehemalige Zarenreich nur als risikoreiche Anlage beimischen“.

Doch insgesamt überwiegen in der Berichterstattung die positiven Töne. So beflügelte jüngst die neue Börsenfreiheit das Gazprom-Papier. Die Aktie ist erstmals für Ausländer handelbar. Und Russland bleibt bei den Emerging Markets auch der Favorit des Düsseldorfer Vermögensberaters Jörg Peisert, Geschäftsführer der Jörg Peisert und Partner Vermögensmanagement GmbH http://www.jpp-online.com. „Für Investitionen in Russland, dem rohstoffreichsten Land der Erde, favorisiere ich vor allem die Ölindustrie und die Versorgungsunternehmen“, so der frühere Capital-Börsensieger, der bei der Olympiade der deutschen Vermögensverwalter zum erfolgreichsten Portfoliomanager gekürt wurde. Aber auch die Telekommunikationsbranche sei sehr interessant für Anleger. Rostelecom, der russische Monopolist bei Ferngesprächen, unterhalte ein russlandweites Telekommunikationsnetzwerk zur Übertragung von TV-, Rundfunk-, Telefon-, Internet- und Multimediadaten und verfüge über eine gute Börsenliquidität, schreibt Peisert in seinem aktuellen Finanzbrief.


Web: http://www.ne-na.de


Für den Inhalt der Pressemitteilung ist der Einsteller, Alexander Wenger, verantwortlich.

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