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Welterbe für die Auenlandschaften der Weißen Elster von Zeitz bis Halle

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Unsere Natur hat es verdient mehr Beachtung und Würde zu erhalten. Einzigartige Entwicklung im Leipziger Süden.

In dieser Woche berichtete der Vorstand eines großen Leipziger Umweltvereins seinen Mit-gliedern auf der Jahresversammlung in seinem Rechenschaftsbericht, dass er sich dem "AULA-Projekt2030. Das grüne Band entlang der Weißen Elster" nicht anschließen werde. Begründet wurde die Entscheidung damit, dass eine Bewerbung um einen UNESCO-Naturerbe-Titel mit den Flussauen der Weißen Elster von Zeitz bis Halle/Merseburg und dem Leipziger Auwald als Zentrum keine Chance auf Erfolg habe, da dieses Gebiet als UNESCO-Weltnaturerbe niemals anerkannt werden würde. Dies habe das Bundesamt für Naturschutz auf Nachfrage bestätigt. Hierzu möchte NuKLA Folgendes erklären:

Bei dem "Projekt AULA2030. Das grüne Band entlang der Weißen Elster" geht es um die Vorbereitung auf die Bewerbung um einen mögli-chen UNESCO-Welterbe-, nicht WeltNATURerbe-Titel. Der Leipziger Auwald, die Auen der Weißen Elster, das gesamte Neuseenland in seiner ein-zigartigen Entwicklung als Bergbaufolgelandschaft mit seiner zig Millionen Jahre währenden (Kultur-)Geschichte von Landschaftsveränderung durch Menschenhand, hätte es verdient, den Wettbewerb um einen UNESCO-Welterbetitel anzutreten. Der Erhalt und die nachhaltige Pflege der in diesem Gebiet vorhandenen Natur- und kulturellen Schätze, verbunden mit einem Konzept für naturnahen Tourismus könnte die Leitidee für die ganze Region um Leipzig werden. NuKLA versteht diesen Ansatz - unabhängig davon, ob es jemals einen solchen Titel geben wird - als eine große Chance, die Region für kommende Generationen unter vermehrt ökologischen Gesichtspunkten und mit einem echten Nachhaltigkeitsver-ständnis zukunftsweisend weiter zu entwickeln und dafür auch Akteure zu gewinnen und Kräfte zu bündeln, die ansonsten vielleicht eher nicht zusammen arbeiten würden.

Die Befürchtung auch anderer Umweltverbände, durch den angestrebte UNESCO-Titel könnten noch mehr Besucher in den Leipziger Auwald strömen und hiermit weitere Entwer-tung fördern, ist aus Sicht von NuKLA nur ein Bruchteil der Wahrheit. Die ganze Wahrheit ist, dass derzeit mit viel Engagement von den Kommunen an der Umsetzung des Wassertouris-tischen Nutzungskonzeptes gearbeitet wird - möglicher Weise auch aus einem Mangel an einer zündenden alternativen Idee. Alte Versprechungen der z.T. auch heute noch Verant-wortlichen für eine "grüne" Seennutzung fallen dem inzwischen offen favorisierten massen-haften motorisierten Wassersport zum Opfer, gefeiert selbst in der völlig pervertierter Form eines Kriegsamphibienfahrzeuges (Störmthaler See). Umweltbelastende Großveranstaltun-gen und illegaler Motorcross zu Lande ergänzen das touristische Angebot. Ebenso werden die ursprünglich umfänglichen Konzepte für geplante naturnahe Erholungsnutzungen klammheimlich immer weiter eingeschmolzen (Cospudener See). Damit erhöht sich vielleicht der kommerzielle "Wert" dieser Gebiete; Erholungswert und ökologischer Wert gehen jedoch Stück für Stück verloren, wovon vor allem Ortsansässige und Erholungssuchende aus der nahen Umgebung betroffen sind. Verschärfend kommt hinzu, dass die Umsetzung des Was-sertouristischen Nutzungskonzeptes für Leipzig und Umgebung laut Potentialanalyse nur dann überhaupt sinnvoll wäre, wenn es eine schiffbare (d.h. für Motorboote nutzbare) Verbindung zwischen den Seen und Stadthafen Leipzig/Lindenauer Hafen/ausgebauter Elster-Saale-Kanal geben würde. Damit würden die Gewässer des Auwaldes zu Wasserschnellstraßen verkommen, der Auwald zum Verkehrsknoten für den hier gewünschten motorisierten Bootsverkehr werden: hiergegen gab es 2002, bei Veröffentlichung des Wassertouristischen Nutzungskonzeptes keinerlei Widerstand. Genau diese Art touristischer "Entwicklung" ist es aber, die den Erhalt des Leipziger Auwaldes als Auenökosystem in hohem Maße gefährdet! Und dieses Nutzungskonzeptes ist derzeit das einzig vorliegende, bisher ohne kreative "Konkurrenz" und diskussionslos in der Umsetzung.

Aus Sicht von NuKLA bietet die Arbeit an der UNESCO-Bewerbung eine völlig andere Grundlage, die zwar auch Tourismus fördern kann (und soll), dies aber unter der Prämisse ökologischer Verträglichkeit realisieren will, mit der Maßgabe des Erhaltes von wertvollen geschützten Gebieten, der Steuerung der Nutzungen im Interesse von tatsächlicher Nach-haltigkeit und verbunden mit umfassender Umweltbildung für diejenigen, die den Auwald nutzen wollen.





NuKLA , Naturschutz der verbindet.

Vorsitzender Wolfgang E. A. Stoiber



http://klassischekartoffelkonzerte.de/2013/03/warum-wurde-das-projekt-aula-2030-das-grune-band-entlang-der-weisen-elster-von-einem-bundnis-aus-leipziger-naturfreunden-gegrundet-und-was-hat-das-mit-einem-unesco-welterbe-titel/




Für den Inhalt der Pressemitteilung ist der Einsteller, Herr Wolfgang Stoiber (Tel.: 01786662454), verantwortlich.

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