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Eckert Schulen |

Duale Ausbildung von fachfremden Angestellten zum Industrieelektriker

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Elektronikunternehmen löst Fachkräfteproblematik durch Modellprojekt mit privatem Bildungsanbieter


Es ist zum Dauerbrenner geworden, das Problem des Fachkräftemangels: Arbeitsstellen sind immer länger unbesetzt und die Regierung wirbt im Ausland um qualifizierte Zuwanderer. Auch in Ostbayern fehlt es seit Jahren an qualifizierten Arbeitskräften. Doch die Zollner Elektronik AG hat nun das Zepter selbst in die Hand genommen. Zusammen mit den Eckert Schulen, dem größten privaten Bildungsanbieter des Landes, rief das Elektronikunternehmen ein Modellprojekt ins Leben, das die Ausbildung von firmeneigenen Hilfskräften und Produktionsmitarbeitern zum Industrieelektriker zum Ziel hatte. Da der Lehrgang schichtbegleitend durchgeführt wurde, fielen die Teilnehmer im Unternehmen nicht aus. Am Ende hat sich das Projekt als beispielhafte Lösung herausgestellt – sowohl für die Zollner AG, die während der Ausbildungszeit nicht auf ihre Angestellten verzichten musste und bereits mit dem Betrieb bekannte Fachkräfte hinzugewonnen hat, als auch für die Auszubildenden, die nun über eine weit höhere, berufliche Qualifikation verfügen.


„Alle Absolventen haben mit Erfolg bestanden“, freut sich Hildegard Brunner, Leiterin der Personalentwicklung bei Zollner. „Sie werden zukünftig auf Facharbeiterstellen eingesetzt und können ihr neu erworbenes Know-How somit optimal einbringen.“ Die jungen Mitarbeiter sind zum Industrieelektriker der Fachrichtung Geräte und Systeme ausgebildet worden. „Zu ihren Fertigkeiten zählt nun das Montieren und Anschließen von elektrischen Betriebsmitteln, das Messen und Analysieren elektrischer Systeme sowie die Beurteilung von deren Sicherheit“, erklärt Andrea Radlbeck-Mäusl, Leiterin der Unternehmenskommunikation und Pressesprecherin der Eckert Schulen. Dabei hat sich Zollner aus gutem Grund für die Ausbildung betriebseigener Mitarbeiter entschieden: „In Zeiten fehlender Fachkräfte können nicht alle erforderlichen Stellen mit Externen besetzt werden. Interne an- und ungelernte Mitarbeiter haben sich im Berufsalltag bereits Praxiswissen angeeignet, das durch die Fachausbildung erweitert und untermauert werden konnte. So können diese Mitarbeiter noch flexibler eingesetzt werden“, erklärt Brunner.
Berufsbegleitende Ausbildung ohne einschlägigen Abschluss
Der Ausbildungsberuf des Industrieelektrikers ist noch sehr jung, er existiert erst seit 2006. „Die Absolventen dieses Zweigs sind für die Inbetriebnahme von elektrischen Baugruppen und Geräten zuständig, werden komplexe Systeme selbst entwerfen, herstellen und deren Funktionstüchtigkeit überprüfen“, so Radlbeck-Mäusl. Eingesetzt werden sie vorwiegend in industriellen Betrieben, neben der Elektroindustrie – wie im Fall Zollner – und in der Informations- oder Kommunikationstechnik. Voraussetzung für die Ausbildung bei den Eckert Schulen sind lediglich handwerkliches Geschick und mathematisch-physikalisches Verständnis. Ein einschlägiger Berufsabschluss ist nicht notwendig.
Der IHK-Bezirk Cham, in den auch Zollner fällt, prüfte in diesem Beruf 2012 zum ersten Mal. Die 12-monatige Ausbildung startete am 24. Januar vergangenen Jahres und war in zwei Teile gegliedert. In Modul 1 mussten Aufgaben absolviert werden, wie die Analyse und Funktionsprüfung elektrotechnischer Systeme, die Planung und Ausführung elektrischer Installationen oder das Anpassen und Analysieren von Steuerungen. „Dieser Abschnitt konnte berufsbegleitend wöchentlich Dienstag oder Donnerstag abends abgeleistet werden und jeden Samstag ganztags“, so Radlbeck-Mäusl. Modul 2 war ein einwöchiger Vollzeitblock, der Wirtschafts- und Sozialkunde, Fachkunde und -rechnen sowie eine intensive Vorbereitung auf die theoretische und praktische Abschlussprüfung bei der IHK beinhaltete. 12 Mitarbeiter der Firma Zollner nahmen an dem Kurs teil und bestanden ihn – teilweise sogar mit der Note „sehr gut“.
Bereits im Januar dieses Jahres hat Zollner ein Folgeprojekt gestartet. Dennoch lässt sich die Ausbildung zum Industrieelektriker aber auch auf anderen Wegen absolvieren. So bieten die Eckert Schulen im Berufsförderungswerk am Hauptstandort in Regenstauf ein Rehabilitationsprogramm beziehungsweise eine 18-monatige Umschulung an. Innerhalb von 16 Monaten lässt sich der Lehrgang auch an weiteren ostbayerischen Standorten absolvieren.


Für den Inhalt der Pressemitteilung ist der Einsteller, Julia Rummel, verantwortlich.

Pressemitteilungstext: 398 Wörter, 3234 Zeichen. Als Spam melden


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