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Billiganbieter und Turbo-UMTS machen Handy als einziges Endgerät attraktiv

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Neueinsteiger mischen den TK-Markt auf


Düsseldorf/Köln - Mango Mobile ist einer der jüngsten Billiganbieter im deutschen Handygeschäft. Nach Tchibo, Aldi und Co. Ist die Wal-Mart-Kette derzeit dabei, unter dieser Marke ein eigenes Handyshop-Konzept zu entwickeln. Bis Ende April sollen die Mobilfunkprodukte in allen 88 deutschen Warenhäusern der Kette erhältlich sein. Dort können dann auch die Produkte von Nokia, Motorola, LG, Samsung oder BenQ-Siemens bestellt werden, in Verbindung mit Verträgen der vier großen Netzbetreiber.

Ein Grund für den Einstig ins Mobilfunkgeschäft: Der Handy-Boom hält an. Eine Studie des Marktforschungs-Unternehmens Strategy Analytics http://www.strategyanalytics.com geht davon aus, dass 2006 weltweit insgesamt 930 Millionen Mobiltelefone über den Tresen gehen werden. Besonders populär seien dabei die wenig profitablen Billig-Modelle. Genau darauf zielen die Discounterangebote, die beim Branchenriesen E-Plus http://www.e-plus.de Netzkapazitäten für ihre eigenen Marken einkaufen können. „Noch mehr Billigmarken und noch mehr Kooperationen mit Filialisten aller Coleur sollen dafür sorgen, dass kein Kunde mehr an E-Plus vorbeikommt. Wie in einer Fabrik sollen auf spezielle Zielgruppen zugeschnittene Angebote in schneller Abfolge vom Fließband laufen“, schreibt die Wirtschaftswoche http://www.wiwo.de.

Seit Markteinführung der Discountmarke Simyo im letzten Sommer sind die Minutenpreise im freien Fall. Die bei Jugendlichen so populären SMS-Kurzmitteilungen gebe es bei Schwarzfunk, Viva und Jamba inzwischen schon für neun Cent. Und Vieltelefonierer könnten ihre Handykosten beispielsweise bei Base mit einer Flatrate im Griff halten. „E-Plus hat mit den neuen Tarifen ein Grundbedürfnis vieler Mobilfunkkunden geweckt. Die meisten wollen nur eines: billig telefonieren und SMS verschicken. Über eine Million Handynutzer, der Großteil davon bei Simyo und Aldi, entschieden sich inzwischen für einen der zwölf neuen Discounter“, die E-Plus seit dem letzten Jahr aufgebaut hat. E-Plus-Geschäftsführer Thorsten Dirks will aber noch mehr: „Wir wollen den Prozess der Markteinführung neuer Anbieter industrialisieren.“ Damit könnten ganz neue Geschäftsmodelle entstehen. „Sogar Fernsehsender könnten ihren hohen Bekanntheitsgrad zum Verkauf eigener TV-Handys nutzen - mit Zuschaltmöglichkeiten ins laufende Programm“, schreibt Jürgen Berke in der Wirtschaftswoche.

„Der Trend geht zu kundenspezifischen Angeboten", meint Roman Friedrich, Telekom-Experte bei Booz Allen Hamilton http://www.booz-allen.de in Düsseldorf. Und eigentlich, so sagt er, ist es den meisten Kunden auch egal, welche Technik und welcher Anbieter ihm das für ihn sinnvollste Angebot macht. „Niemand will sich Gedanken machen, welche Technik er gerade nutzt. Entscheidend sind passende Anwendungen und günstige Preise“, erklärt er gegenüber der Zeitschrift Capital http://www.capital.de. Demnach ist bei einem geeigneten Mobilfunkangebot für viele Verbraucher auch der Abschied vom Festnetz kein Tabu. „Für Jüngere ist das Handy oft das einzige Telefon. Rund ein Viertel aller Haushalte mit Bewohnern bis 25 Jahre besitzt keinen Festnetzanschluss mehr, ermittelte das Statistische Bundesamt.“

Ob privat oder beruflich, schon in absehbarer Zeit wird nach Ansicht von Capital-Autorin Daniela Eckstein der Traum aller Internet- und Handynutzer Realität, dass sich nämlich das Endgerät automatisch in das beste verfügbare Netz einwählt. „Der Kunde registriert nicht, ob die Verbindung über das Festnetz, per Mobilfunk oder via Internet läuft. Zu Hause oder unterwegs, im In- oder Ausland: Ein Apparat genügt für alle Zwecke.“

Und mit der neuen Funktechnologie HSDPA (Highspeed Downlink Packet Access) wird das Tempo für die Datenübertragung der im UMTS-Standard mit einem Turbo beschleunigt, der im mobilen Breitband Downloadgeschwindigkeiten von theoretisch bis zu 14 Megabit in der Sekunde ermöglicht. Die teilweise Aufrüstung der UMTS-Netze auf HSDPA-Standard ist bei T-Mobile und Vodafone bis zum Sommer geplant. Da durch HSDPA auch die Kosten mobiler Datenübertragungen pro Megabyte sinken, werden Mobilfunktarife und Pauschalangebote, die keine weiteren Kosten nach sich ziehen, attraktiver und erleichtern die Entscheidung für den Komplettumstieg auf das Handy. Das Beispiel Base zeigt: „Mit 50 Euro pro Monat sind alle Telefonate ins deutsche Fest- und E-Plus-Netz bezahlt. Ebenso sind alle Kosten für das Surfen im Internet mit einem Laptop oder Handy abgedeckt.“

Mit den Mobilfunkeinsteigern entstehe, so die Wirtschaftswoche, eine völlig neue Industrie. Damit Anbieter wie Simyo und Blau.de ihre Geschäfte steuern können und trotz der Billigangebote ihren Schnitt machen, lagern sie alle personalintensiven Prozesse – von der Aktivierung über die Betreuung bis zur Abrechnung der Kunden an Spezialisten wie den Düsseldorfer Abrechnungsspezialisten acoreus http://www.acoreus.de aus. „Wie effektiv das ist, rechnet acoreus-Gründer Omar Khorshed gerne vor. Gut 200 Mitarbeiter reichen aus, um 25 Millionen Kunden zu betreuen. Jeder dritte Deutsche hat schon mal Telefon- oder Internetrechnungen über acoreus bezahlt – ohne es zu merken“, so die Wirtschaftswoche.









Web: http://www.ne-na.de


Für den Inhalt der Pressemitteilung ist der Einsteller, Gunnar Sohn, verantwortlich.

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