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PITAS - Piraterie- und Terrorabwehr auf Seeschiffen

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Piratenabwehr made in Schleswig-Holstein jetzt erfolgreich im Einsatz


Das neuartige, in Schleswig-Holstein unter der Leitung der Raytheon Anschütz GmbH entwickelte Piratenabwehrsystem "PITAS - Piraterie- und Terrorabwehr auf Seeschiffen" wurde am Donnerstag erstmals der Öffentlichkeit auf dem Gelände der Wehrtechnischen...

Kiel, 05.09.2013 - Das neuartige, in Schleswig-Holstein unter der Leitung der Raytheon Anschütz GmbH entwickelte Piratenabwehrsystem "PITAS - Piraterie- und Terrorabwehr auf Seeschiffen" wurde am Donnerstag erstmals der Öffentlichkeit auf dem Gelände der Wehrtechnischen Dienststelle in Surendorf/Eckernförde präsentiert.

"PITAS" ist ein modulares System, das frühzeitig Angriffssituationen erkennt, bewertet und reagiert und somit helfen kann, die Gefahr vor personellen und wirtschaftlichen Schäden auf Seeschiffen zu verringern. Während der Live Demonstration stellten die beteiligten Projektpartner typische Angriffsszenarien in See- und Tauchversuchen nach, anhand derer das neue System - ein Zusammenspiel von Daten, Sensoren und Effektoren - veranschaulicht wurde.

Die zukunftsweisende Idee von PITAS ist: Waren früher Piratenüberfälle schwer vorhersehbar und einzuschätzen, ermöglicht PITAS jetzt eine berechenbare Entwicklung der bevorstehenden Angriffe.

PITAS setzt auf vorhandener Sensorik, um Reedern wie Megayacht-Kunden eine möglichst effiziente Lösung anzubieten. Der wichtigste Sensor ist auf bei PITAS das Navigationsradar an Bord, wobei eine spezielle Softwareerweiterung die Aufklärung kleinster Boote bereits in weiter Entfernung möglich macht. Der Abgleich mit weiteren Bordsensoren wie dem Automatischen Identifizierungssystem (AIS) führt zu einem umfassenden Datensatz, der durch eine interne Datenbank ausgewertet wird.

Diese Datenbank erlaubt den gezielten und situationsbasierten Vergleich mit aktuellen und vergangenen Piratenübergriffen und erkennt dadurch mögliche Angriffsszenarien frühzeitig. Wird ein Verdacht bestätigt, wird die Besatzung durch PITAS alarmiert. Darüber hinaus kann PITAS auch Reaktionsvorschläge wie zum Beispiel Änderungen in der Route und der Geschwindigkeit oder die Anwendung sogenannter Effektoren (Löschkanonen, Blendscheinwerfer u.ä.) liefern oder automatische Notrufe absenden.

"PITAS bringt vor allem eines: Zeit zum Reagieren", erklärt Dr. Thomas Lehmann, Projektleiter bei Raytheon Anschütz. "Momentan hat eine Crew höchstens fünfzehn Minuten Zeit, bis ein erspähtes Piratenschiff zum Entern anlegt. PITAS kann diesen Zeitraum um ein Vielfaches vergrößern. Das reicht, um Abwehrmaßnahmen einzuleiten, etwa Stacheldraht auszurollen, Schmierseife zu versprühen und die Marine zu verständigen."

"Auch in Zukunft werden Piratenaktivitäten und bewaffnete Überfälle ein großes Problem für die gesamte maritime Wirtschaft darstellen. Engagierte Projektpartner aus Schleswig-Holstein haben sich dieser internationalen Herausforderung gestellt und mit der Entwicklung von PITAS eine innovative bisher beispiellose Systemlösung für dieses gravierende Problem gefunden." würdigt Dr. Niko von Bosse, Leiter vom Clustermanagement Maritimes Cluster Norddeutschland die erfolgreiche Arbeit der Projektpartner. Das Maritime Cluster Norddeutschland - Geschäftsstelle Schleswig-Holstein hat das Projekt von Anfang an begleitet und unterstützt.

Anmerkung für die Redaktion

In einem vom Bundesministerium der Wirtschaft und Technologie mit rund drei Millionen Euro geförderten Verbundprojekt haben sich 2010 schleswig-holsteinische Unternehmen und Forschungseinrichtungen der maritimen Wirtschaft unter Leitung der Raytheon Anschütz GmbH zusammen gefunden, um ein modulares System zu entwickeln, das Piraten und Terroristen auf See frühzeitig erkennt und abzuwehren kann.

PITAS besteht im Wesentlichen aus zwei Komponenten: In einer Datenbank sind umfangreiche Informationen über gefährliche Seegebiete, beispielhafte Szenarien von Piratenübergriffen und Schiffsidentifikationsdateien gespeichert. Diese Angaben wurden dann mit einem hochmodernen Sensorsystem gekoppelt, das nicht nur eine frühzeitige Erkennung von sich nähernden Piraten gewährleistet, sondern darüber hinaus auch in der Lage ist, kleine Schlauchboote, Schwimmer oder an der Wasseroberfläche treibende Sprengfallen zu identifizieren.

Die Projektleitung liegt bei:

Raytheon Anschütz GmbH (Kiel), www.raytheon-anschuetz.com

Projektpartner sind:

Thales Defence and Security Systems (Kiel), www.thalesgroup.com

L-3 Communications ELAC Nautik GmbH (Kiel), www.elac-nautik.de

WISKA CCTY GmbH (Kaltenkirchen), www.wiska-cctv.com

Christian-Albrechts-Universität zu Kiel, www.tf.uni-kiel.de

Weitere Unterstützung erhält das Projekt vom Maritimen Cluster Norddeutschland - Geschäftsstelle Schleswig-Holstein.


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