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Culinarius Beteiligungs und Management GmbH |

Was die Speisekarte über das Restaurant aussagt

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Dass eine Speisekarte als wichtiges Marketinginstrument dient, mag viele Gastronomen überraschen. Schließlich hat der Gast zu diesem Zeitpunkt ja schon das Lokal betreten, sich einen Tisch gesucht, vielleicht sogar schon etwas zu trinken bestellt. Sollte die Speisekarte also wirklich noch irgendeinen Einfluss auf das Kaufverhalten haben?

Hat sie. Und zwar mehr als man denkt. Die Speisekarte ist ein wichtiges Kommunikationsmedium, das zum Durchblättern anregen und über die vielfältigen Variationen an Speisen aufklären soll, die das Restaurant zu bieten hat. Eine Speisekarte verpackt Informationen in ansprechender Form und stellt so das gesamte gastronomische Konzept dar, das hinter dem Angebot steht. Sie gibt wesentlichen Aufschluss über das Lokal und kann so auch das Image des Unternehmens transportieren. Im Idealfall erzählt sie also die Geschichte des Unternehmens – die Idee, die dahintersteckt, die Entstehung und die Entwicklung hin zu dem Betrieb, den man heute sieht. Auch kleine Dinge können sich enorm auf die Reputation auswirken und so ist es wichtig, dass die Speisekarte zum Betrieb passt und die entsprechenden Werte transportiert. Handelt es sich bei dem Lokal um ein nobles Fischrestaurant, ein hippes Café oder eine moderne Snackbar? Im Idealfall dokumentiert die Speisekarte die USP des Unternehmens. Das bedeutet, dass sie aufzeigt, was das Besondere an dem Lokal ist und warum es richtig ist, das Angebot zu nutzen.

Die gesamte Speisekarte sollte dem Stil des Unternehmens entsprechen und den Gast in seiner Entscheidung, das Lokal aufgesucht zu haben, bestätigen. Denn was bringt das edelste Restaurant, wenn der Besucher nach einem Blick in die Karte das Gefühl hat, in einem Schnellimbiss gelandet zu sein und sich dadurch unwohl fühlt? Auch Speisekarten tragen also nachhaltig dazu bei, die Wahrnehmung zu beeinflussen; aus diesem Grund herrscht auch hier ein Qualitätsanspruch. Während der Inhalt in der Regel schon zum Großteil vorbestimmt ist, bleibt bei der Präsentation viel Gestaltungsfreiheit. Die Karte sollte nicht nur übersichtlich und gut verständlich sein, sondern auch Abwechslung bieten und den Gast emotional berühren. Denn auch (oder vor allem) beim Essen werden Entscheidungen aus dem Bauch heraus getroffen.

In der Regel wissen Gäste wenn sie ein Lokal betreten zwar, dass sie etwas essen wollen, nicht aber was. Nur sehr selten ist es der Fall, dass sich ein Besucher schon vollkommen bewusst ist, welche Speisen es gibt und welche davon er ansprechend findet. Und selbst wenn ist nicht gesagt, dass er sich beim Anblick einer ansprechenden Speisekarte nicht doch noch einmal umentscheidet. Eine Speisekarte soll also Appetit auf mehr machen. Die Speisen müssen ansprechend präsentiert werden, die Auswahl sollte dem Gast nicht zu leicht fallen, weil alles so köstlich klingt, aber auch nicht zu schwer. Denn auch bei einer Speisekarte gilt der einfache Grundsatz: weniger ist oft mehr. Ein horrendes Angebot an Speisen überfordern sowohl Gast als auch Küche, eine überladene Karte wird unübersichtlich und macht unzufrieden.

Was die Reihenfolge der Speisen angeht empfiehlt sich eine Sortierung nach Vor-, Haupt- und Nachspeisen, eventuell können Suppen und Salate gesondert angeführt werden. Die Speisen sollten aber in jeden Fall zusammenpassen. Die Karte wird so deutlich übersichtlicher und beugt dem Unmut des Gastes vor. Entsprechende grafische Gestaltung ist hier natürlich Voraussetzung. Die Schrift sollte ansprechend und gut lesbar sein. Auch die Größe ist von Bedeutung. Kein Gast wird sich lange einer Speisekarte widmen, die er fast nicht mehr halten kann. Abzuraten ist aber von einer Sortierung nach dem Preis. Dies lässt die Karte nämlich nicht nur so aussehen, als wäre sie eine strenge Liste, es führt auch dazu, dass die Gäste sich die Speisen nicht mehr nach der Präferenz und dem Geschmack, sondern vermehrt nach dem Preis aussuchen. Natürlich muss aber auch die Preisgestaltung dem Unternehmen angepasst sein. Ein elegantes Haubenrestaurant sollte seine Speisen nicht zu Dumpingpreisen anbieten, genauso wenig wie in einem typischen Studentenlokal horrende Summen für ein einfaches Angebot verlangt werden sollten.

Zusätzlich muss immer darauf geachtet werden, dass die Speisekarte aktuell ist. Das bedeutet nicht nur, dass regelmäßig weniger frequentierte Speisen gestrichen und durch neue ersetzt werden sollten, zielführend sind auch saisonale Variationen und Angebote zu speziellen Anlässen wie etwa Muttertag, Valentinstag etc. Bilder müssen – je nach Lokal – entsprechend ausgewählt werden. Nicht bei jedem Restaurant wirkt es seriös, wenn es die Karte mit bunten Bildern der Speisen verziert. Sollten Fotos erwünscht und passend sein, müssen diese natürlich ansprechend gestaltet sein und die Angebote bestmöglich darstellen. Jeder Fotograf wird bestätigen, dass es denkbar schwierig ist, Nahrungsmittel ansprechend abzulichten, selbst wenn sie in natura noch so köstlich aussehen mögen. Bevor es also schlechte Bilder sind, sollte man lieber ganz darauf verzichten. Noch viel wichtiger ist natürlich der richtige Text. Die Speisen müssen ansprechende Namen tragen und plastisch beschrieben werden. Kurz, dem Gast muss schon beim Lesen das Wasser im Mund zusammenlaufen.

Eine gut gestaltete Speisekarte bietet neben der gelungenen Präsentation der Speisen außerdem die Möglichkeit, auf andere Angebote des Betriebes aufmerksam zu machen. So kann hier beispielsweise auf den neuen Veranstaltungsraum hingewiesen werden. Der Facebook-Button, geschickt eingebaut, führt im Idealfall zu neuen Fans. Zertifizierungen und Auszeichnungen runden die gelungene Darstellung optimal ab und zeugen zusätzlich von der Qualität des Betriebes.

Sollte es sich um einen Betrieb handeln, der bei Touristen beliebt ist bzw. darauf hofft, es zu werden, empfiehlt es sich, eine Übersetzung der Speisekarte anzubieten. Zumindest Englisch ist hilfreich für den Großteil der nicht-deutschsprachigen Besucher und vermittelt den Eindruck, dass der Geschäftsführung das Wohl der Gäste am Herzen liegt. Die Folge: der Kunde fühlt sich willkommen und zieht es in Betracht, wiederzukommen und das Unternehmen auch weiterzuempfehlen. Wichtig ist hier aber die Professionalität – Rechtschreib- und Grammatikfehler sind tabu.

Immer wichtiger wird es außerdem, die Speisekarte (in vereinfachter Form) online zur Verfügung zu stellen. In der Regel wird ein Restaurant heutzutage erst einmal im Internet besucht, bevor dies in der Realität geschieht. Umso bedeutender ist es also, schon im Vorfeld online den Appetit und die Neugier der potentiellen Gäste anzuregen.

Und abschließend, auch wenn es selbstverständlich erscheint, sei noch einmal zu erwähnen, wie wichtig es ist, dass die Karte ausreichend kontrolliert wird. Grafiken können auch nach hundertmaligen Korrigieren noch einmal verrutscht sein, genauso wie sich gerne der eine oder andere Rechtschreib- oder Grammatikfehler einschleicht. Solche Missgeschicke schaden zwar mit ziemlicher Sicherheit nicht dauerhaft dem Ruf des Unternehmens, sind aber trotzdem peinlich und relativ leicht zu vermeiden.

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Für den Inhalt der Pressemitteilung ist der Einsteller, Franz Bernthaler, verantwortlich.

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