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Panikmache statt Information

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Wie sich die Ergebnisse der ersten flächendeckenden Trinkwasseruntersuchungen in Miethäusern auswirken


In der Vergangenheit wurde der Begriff Legionellen in Deutschland entweder mit den Risiken eines Urlaubs in südlichen Ländern oder mit eventuellen Hygieneproblemen in Krankenhäusern in Verbindung gesetzt. Das hat sich in den letzten Monaten geändert.

Die Ursache hierfür ist sicher darin zu suchen, dass Legionellen es bisher im Regelfall nur dann in die Medien schafften, wenn ein Mittelmeer-Urlauber durch schlechte Warmwassersysteme in seinem Hotel daran erkrankt und womöglich gestorben ist oder Patienten in heimischen Krankenhäusern betroffen waren.

Dieser selektiven Wahrnehmung ist es wohl zu verdanken, dass die breite Masse der deutschen Bevölkerung Legionellen als etwas Exotisches einordnete, von dem man so gut wie nie betroffen ist. Es erinnert an die drei Weisheiten: nicht sehen, nicht hören, nicht riechen - dann gibt es das Problem auch nicht.

Legionellen können, vor allem bei Personen mit geschwächter Abwehr, eine Form der Lungenentzündung verursachen. Ihren Namen hat diese sogenannte Legionärskrankheit daher, dass besonders in den Kolonien eingesetzte Legionäre daran erkrankten und oft starben.

Die Gefahr einer Erkrankung entsteht nicht durch den Verzehr des Wassers, sondern durch das Einatmen von belasteten Wassertröpfchen. Dies geschieht beispielsweise beim Duschen oder in Wirlpools.

Auch wenn die Legionellen oftmals mit dem Trinkwasser in die Häuser gelangen - eine gefährliche Menge entsteht erst in erwärmtem Wasser. Gibt es dann noch Stichleitungen im Warmwassernetz, in denen das warme Wasser über größere Zeiträume steht, können sich die Erreger munter vermehren.

Dagegen vertragen die Legionellen keine Temperaturen über 60 Grad Celsius. Mit einer ausreichend hohen Warmwassertemperatur und einer wirksamen Warmwasserzirkulation kann also jeder Hauseigentümer etwas gegen diese Erreger ausrichten.

Tatsache ist, dass in Deutschland bisher nur Sonderbauten, wie zum Beispiel Krankenhäuser und Heime verpflichtet waren, regelmäßig ihr Trinkwasser auf Legionellen untersuchen zu lassen. Da ist es natürlich nachvollziehbar, dass man bisher nur von solchen Einrichtungen hörte, wenn etwas über Legionellen in Deutschland bekannt wurde.

Da abwehrgeschwächte Menschen nun aber nicht nur in Krankenhäusern, Heimen oder öffentlichen Bauten zu finden sind, war es nur konsequent, die Trinkwasseruntersuchungen auch auf Wohnhäuser auszuweiten.

Dies ist mit der letzten Anpassung der Trinkwasserverordnung geschehen - eine Untersuchung auf Legionellen muss nun in allen größeren Wohnhäusern mit zentraler Warmwasserbereitung und -zirkulation erstmalig bis Ende 2013 und dann aller 3 Jahre durchgeführt werden. Ausgenommen sind kleinere Warmwasseranlagen, wie sie zum Beispiel in Ein- und Zweifamilienhäusern zu finden sind.

Erwartungsgemäß haben sich die Besitzer der Miethäuser reichlich Zeit gelassen, diese Forderung tatsächlich umzusetzen. In letzter Zeit werden daher die Ergebnisse der Trinkwasseruntersuchungen relativ zeitgleich bekannt.

Für Fachleute sicher nicht überraschend werden reihenweise Grenzwertüberschreitungen bei der Untersuchung auf Legionellen festgestellt und in der Folge Duschverbote ausgesprochen. In den meisten Fällen wird beim Vorkommen von Legionellen eine thermische Desinfizierung der Warmwasserleitungen und eine fachmännische Einstellung der Zirkulation ausreichen, um das Problem in den Griff zu bekommen.

Gleichzeitig herrscht jedoch Unsicherheit bei vielen Mietern, die auf diese Weise mit einem Problem konfrontiert werden, dass vielleicht schon seit Jahren bestand, aber erst jetzt wahr genommen wird.

Da gibt es plötzlich Leserbriefe in Zeitungen (zum Beispiel in der LVZ), in denen besorgte Menschen fragen, was sie denn nun trinken sollen, wenn ihr Wasser mit Legionellen kontaminiert ist. Es entsteht Panik, die Menschen können die tatsächlichen Gefährdungen nicht einschätzen und neigen zur Überreaktion. Gleichzeitig druckt die Zeitung derartige Leserbriefe völlig unkommentiert, anstatt die Gelegenheit zu nutzen und den Irrtum klar zustellen.

Zusammenfassend werden wohl durch die Anpassung der Trinkwasserverordnung in den nächsten Monaten unzählige Warmwasserversorgungsanlagen in Ordnung gebracht, wodurch einer zukünftigen Legionellenbelastung vorgebeugt wird. Von diesem sehr erfreulichen Aspekt habe ich in den Medien nur wenige Beiträge gefunden.

Wünschenswert für zukünftige Anpassungen von Verordnungen oder Gesetzen wäre, das alle Beteiligten zusammen für eine breite Aufklärung der Bevölkerung sorgen, welche konkreten Risiken bestehen und was dagegen getan werden soll.

Dazu könnten - in einer ähnlichen Situation wie der aktuellen - beispielsweise Gesetzgeber, örtliche Gesundheitsämter, Hauseigentümer und nicht zuletzt die Medien Hand in Hand zusammenarbeiten und die Betroffenen informieren, anstatt die Auswirkung einer neuen Verordnung abzuwarten und Panik zu schüren.


Für den Inhalt der Pressemitteilung ist der Einsteller, Stefan Makiola, verantwortlich.

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