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Humanitärer Preis der deutschen Freimaurer 2013 vergeben

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Im Rahmen einer würdigen Feierstunde überreichte Axel Pohlmann, Großmeister der Alten Freien und Angenommenen Maurer von Deutschland, den mit 10.000 Euro dotierten Preis an den Verein "Gegen Vergessen

In seiner Begrüßungsrede ging der Großmeister Axel Pohlmann kurz auf das Wesen der Freimaurerei ein. "Der Freimaurerei liegt die Überzeugung zu Grunde, dass der einzelne Mensch sich vom Gleichgültigen zum Guten, vom Guten zum Besseren entwickeln kann. Wir gehen davon aus, dass eine Gesellschaft umso harmonischer ist, je mehr ihre Glieder - und die Freimaurer als unerkannte Vorbilder - sich um die Möglichkeit freier Entwicklung des Einzelnen, um Gerechtigkeit, Gleichheit und Brüderlichkeit bemühen."



Angesichts dieser geistigen Verwandtschaft sei es für die humanitäre Großloge naheliegend, dem Verein "Gegen Vergessen - Für Demokratie" den humanitären Preis der deutschen Freimaurer zu überreichen. Gleichwohl mahnte der Großmeister in erfreulicher Offenheit, dass die Freimaurerei in ihrer deutschen Geschichte nicht ganz von dem unseligen Gedankengut freizusprechen sei, gegen das der Verein sich wende. Auch in den eigenen Reihen, insbesondere den "altpreußischen Großlogen", gab es Männer, die dem damaligen Zeitgeist entsprechend "völkische Gesinnung" und Opportunismus über die freimaurerische Redlichkeit und den Humanismus stellten. "Wir wollen uns daran erinnern - nicht, um uns von der Vergangenheit lähmen zu lassen, sondern um die Wahrheit des Lessing-Satzes zu sehen: 'Wie sich die bürgerliche Gesellschaft befand, befand sich allerorten auch die Freimaurerei, und umgekehrt.' Denken wir gelegentlich daran, dass es schwer ist, in der eigenen Zeit zu erkennen, wie zeitbedingt unsere Ansichten sind."



"Wir haben", so der Großmeister weiter, "mit dem Verein 'Gegen Vergessen - Für Demokratie' einen würdigen Preisträger gefunden. Wir teilen die Grundsätze der Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit, Toleranz und Humanität, und die Mitglieder unserer beiden Assoziationen stammen aus allen sozialen Schichten, politischen und religiösen Orientierungen. Wir unterscheiden uns darin, dass unser Preisträger sich als Verein politisch und gesellschaftlich engagiert, was wir, Großloge und Logen, den einzelnen Mitgliedern überlassen. Aber die Verleihung des Preises durch die Großloge soll zeigen, wo unsere Sympathien liegen."

"Demokratie und Humanität sind keine Selbstverständlichkeit"

Angesichts dieser geistigen Verwandtschaft sei es für die humanitäre Großloge naheliegend, dem Verein "Gegen Vergessen - Für Demokratie" den humanitären Preis der deutschen Freimaurer zu überreichen. Gleichwohl mahnte der Großmeister in erfreulicher Offenheit, dass die Freimaurerei in ihrer deutschen Geschichte nicht ganz von dem unseligen Gedankengut freizusprechen sei, gegen das der Verein sich wende. Auch in den eigenen Reihen, insbesondere den "altpreußischen Großlogen", gab es Männer, die dem damaligen Zeitgeist entsprechend "völkische Gesinnung" und Opportunismus über die freimaurerische Redlichkeit und den Humanismus stellten. "Wir wollen uns daran erinnern - nicht, um uns von der Vergangenheit lähmen zu lassen, sondern um die Wahrheit des Lessing-Satzes zu sehen: 'Wie sich die bürgerliche Gesellschaft befand, befand sich allerorten auch die Freimaurerei, und umgekehrt.' Denken wir gelegentlich daran, dass es schwer ist, in der eigenen Zeit zu erkennen, wie zeitbedingt unsere Ansichten sind."



"Wir haben", so der Großmeister weiter, "mit dem Verein 'Gegen Vergessen - Für Demokratie' einen würdigen Preisträger gefunden. Wir teilen die Grundsätze der Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit, Toleranz und Humanität, und die Mitglieder unserer beiden Assoziationen stammen aus allen sozialen Schichten, politischen und religiösen Orientierungen. Wir unterscheiden uns darin, dass unser Preisträger sich als Verein politisch und gesellschaftlich engagiert, was wir, Großloge und Logen, den einzelnen Mitgliedern überlassen. Aber die Verleihung des Preises durch die Großloge soll zeigen, wo unsere Sympathien liegen."

Maffay: "Ich habe erlebt, welchen Druck eine Diktatur ausüben kann"

Mit sehr persönlichen Worten wies der Laudator Peter Maffay, 2009 mit seiner TABALUGA-Stiftung selbst Träger des Humanitären Preises der deutschen Freimaurer, auf seine Erfahrungen mit totalitären Systemen hin: "Ich selbst wurde in Rumänien geboren, zu Zeiten der kommunistischen Diktatur. Ähnlich wie in der damaligen DDR hat auch meine Familie Unrecht erfahren, wurde schikaniert und war dem kommunistischen Regime ausgesetzt. Mein Vater war regierungskritisch, und die Folge dieser Kritik waren mehr als einmal Verhaftungen und nächtliches Abholen durch die Geheimpolizei."



Nie wieder wollte er nach Rumänien zurück, aber dennoch engagiere er sich heute für Kinder und Jugendliche in Rumänien. "Es gibt keine Zukunft ohne Vergebung", dieser Satz des Friedensnobelpreisträgers Desmond Tutu habe ihn zum Umdenken bewegt.



"Es ist mir eine große Freude, die Laudatio zu halten, und ich erinnere mich gern an die Feierstunde, in der mein Team und ich die Auszeichnung in Empfang nehmen durften. Dass heute der Verein 'Gegen Vergessen - Für Demokratie' geehrt wird, ist ein wichtiges Zeichen. Vor allem aber auch, weil die Veranstalter sich entschlossen haben, diese Verleihung in der Herzkammer des Ruhrgebiets durchzuführen. Hier in Dortmund, wie in vielen anderen Städten des Ruhrgebiets, leben Menschen unterschiedlicher Religionen und Kulturen neben- und miteinander. Das ist einer der vielen wunderbaren Aspekte, die das Ruhrgebiet auszeichnet." Peter Maffay hob hervor, dass sich eine bunte Gesellschaft angesiedelt habe, die ihn bei jedem Besuch aus Neue fasziniere und von deren großteils friedlichem Umgang wir lernen können.



"Dass heute der Verein 'Gegen Vergessen - Für Demokratie' hier im Ruhrgebiet die Auszeichnung annehmen darf, ist daher ein weiteres Signal der Freimaurer, zivilgesellschaftliches und politisches Engagement zu fördern sowie jeder Form von Rassismus und Fremdenfeindlichkeit entgegen zu treten."



Zum Schluss bedankte sich Peter Maffay für das große Engagement des Preisträgers mit seinen zahllosen ehrenamtlichen Mitgliedern und fügte hinzu: "Die Freimaurer haben sich Freiheit, Toleranz und Humanität zu ihren Grundpfeilern erkoren. Daher konnte die Großloge keinen würdigeren Preisträger finden als den Verein "Gegen Vergessen - Für Demokratie".

Tiefensee: "Hundert Mal Eigenwohl ist kein Gemeinwohl"

In seiner Rede betonte Wolfgang Tiefensee, dass der Verein und er als deren Vorsitzender sich besonders geehrt fühlen, weil die Großloge den Preis nicht regelmäßig vergibt sondern nur dann, wenn sie einen ihren hohen Werten und Idealen entsprechenden Preisträger für würdig erachtet. Er fühle sich angesichts der bisherigen Preisträger, unter anderem Karlheinz Böhm, Kurt Masur und der Laudator Peter Maffay, dem Preis sehr verbunden.



Er beklagte eine "passive Faulheit", den Mangel an Bereitschaft, sich der Passivität entgegen zu stellen. Er prangerte die Tendenz zum falsch verstandenen Individualismus an, "der eigentlich meint: ich setze meine Interessen durch. Hundert Mal Eigenwohl ist aber kein Gemeinwohl".



Als Folge dieser Passivität, der emotionalen Teilnahmslosigkeit, mache seinem Verein die Tendenz der Ausgrenzung die größten Sorgen. "Die Tendenz, Randgruppen unmenschlich zu behandeln, rückt in die Mitte der Gesellschaft." Sein Verein wünsche sich mehr Teilhabe der Menschen an der Gesellschaft, mehr Engagement, mehr Zivilcourage.



"Diktaturen haben einen Kitt, der sie zusammenhält: die Angst. Dem setzen wir den Mut entgegen!"


Für den Inhalt der Pressemitteilung ist der Einsteller, Herr Carlos Urban (Tel.: 04251-92330), verantwortlich.

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