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Unternehmensberater kritisieren Kompromiss zur EU-Dienstleistungsrichtlinie

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Marktabschottung verstärkt Schwarzarbeit


Berlin/Brüssel, www.ne-na.de - Im Vorfeld der Abstimmung des Europäischen Parlaments warnt der Bundesverband Deutscher Unternehmensberater http://www.bdu.de (BDU) vor überzogenen Erwartungen an den ausgehandelten Kompromiss zur EU-Dienstleistungsrichtlinie. Die von europäischen Christdemokraten und Sozialisten vereinbarte Streichung des sogenannten Herkunftslandprinzips wertet der Verbandspräsident Rémi Redley als unnötigen "Kniefall vor den Gewerkschaften".

Der BDU gehe nicht davon aus, dass der Verzicht auf eine weitergehende Öffnung der Dienstleistungsbranchen den Wettbewerbsdruck auf die nationalen Märkte mittelfristig bremsen könne. Die bisherigen Erfahrungen zeigten vielmehr, dass Dienstleister unter Nutzung unklarer und zumindest halblegaler Möglichkeiten ihre Tätigkeiten innerhalb der Europäischen Union anbieten würden. Dieser Trend werde sich fortsetzen, auch wenn der rechtliche Rahmen der Dienstleistungsrichtlinie nun enger gefasst werden sollte. Die maßgeblichen Gegner der Richtlinie, vor allem die Gewerkschaften, suggerierten den heimischen Arbeitnehmern mit der jetzigen Aufweichung daher nur eine Scheinsicherheit.

"Protektionistische Maßnahmen haben noch nie für einen dauerhaften Schutz vor Wettbewerb gesorgt. Im Gegenteil, sie verzögern nur überfällige Reformen und Marktanpassungen", so der BDU-Präsident. Zudem erschwerten sie den Export von Dienstleistungen in andere EU-Märkte. „Deutschland und auch das übrige Kontinentaleuropa brauchen mehr Wettbewerb bei den Dienstleistungen. Wenn Europa wirklich zum wettbewerbsfähigsten Wirtschaftsraum der Welt werden will, entscheidet sich das auch an der Frage, wie viel Markt, Freiheit und Wettbewerb bei Dienstleistungen möglich sind. Die Vereinigten Staaten sind viel weiter als wir. Bei uns gelten Dienstleistungen immer noch als Jobs zweiter Klasse, als so genannte Mc-Jobs. Alle denken an den Schuhputzer, den Pizza- oder den Würstchenverkäufer", sagt der mittelständische Unternehmer Michael Müller, der mit seiner a & o-Gruppe http://www.ao-services.de im IT-Dienstleistungsgeschäft tätig ist.

Dabei werde vergessen, so Müller, dass mit einer boomenden Dienstleistungsbranche viele neue und auch hoch qualifizierte Arbeitsplätze geschaffen werden können. "Die neue Bundeskanzlerin hatte ihre erste Regierungserklärung unter das Motto 'Mehr Freiheit wagen' gestellt. Davon könnte meine Branche sehr stark profitieren. Mit dem Brüsseler Kompromiss werde das Gegenteil erreicht“, kritisiert Müller, der als Wirtschaftssenator im Bundesverband mittelständische Wirtschaft http://www.bvmwonline.de (BVMW) aktiv ist.

Mit einer stärkeren Liberalisierung könnten in Deutschland neue Jobs gerade bei den Dienstleistungen entstehen, für die Know How und High Tech notwendig seien. „Und diese Dienstleistungen können wir dann wiederum in der gesamten EU anbieten. Mit Marktabschottung werden sich die relativ schlecht dotierten Dienstleistungsjobs, für die man keine besondere Qualifikation benötigt, sowieso nicht halten lassen. Wenn wir das neue Potential an Dienstleistungen mit der Richtlinie erschließen, dann kann das soziale Netz auch für diejenigen finanziert werden, die dem Modernisierungstempo in der globalisierten Welt nicht oder vorübergehend nicht gewachsen sind', so Müller.



Web: http://www.ne-na.de


Für den Inhalt der Pressemitteilung ist der Einsteller, Gunnar Sohn, verantwortlich.

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