info@PortalDerWirtschaft.de | 02635/9224-11
Suchmaschinenoptimierung
mit Content-Marketing - Ihre News
Medienbüro Sohn |

KfW-Studie: Osteuropa ist der Zukunftsmarkt des deutschen Mittelstands

Bewerten Sie hier diesen Artikel:
1 Bewertung (Durchschnitt: 2)


Bestnoten für den Standort Baltikum


Düsseldorf - Der deutsche Mittelstand ist auf dem Weg nach Osten. Die Länder Mittel- und Osteuropas locken mit starkem Wachstum und günstigen Rahmenbedingungen. Dabei ist es gerade erst zwei Jahre her, dass man mit Blick auf die Osterweiterung der Europäischen Union (EU) angesichts drohender Billigkonkurrenz die Nase rümpfte. Wie wichtig aber nicht nur die Absatzmärkte in Osteuropa sind, sondern dass diese Länder von großer Attraktivität für investitionsfreudige deutsche Unternehmen sind, belegt das große Engagement deutscher Unternehmen auf den Fachmessen in Moskau, Budapest oder Kiew. Für viele Betriebe ist Osteuropa mittlerweile zum wichtigsten Wachstumsmarkt geworden, berichtete das Unternehmermagazin Impulse http://www.impulse.de im Januar.

Demnach halten über zwei Drittel aller Mittelständler die Märkte im Osten für wichtig oder sehr wichtig, wie ein Studie der Kreditanstalt für Wiederaufbau http://www.kfw.de belegt. Und angesichts dieser Kenntnisse rüsten sich die Messegesellschaften in Polen, Tschechien und Russland für den Ansturm aus dem Westen, der leicht zu begründen ist, so Impulse: „Während das Wirtschaftswachstum im Westen stagniert, erreicht es in Osteuropa Spitzenwerte – allein in Russland im vergangenen Jahr 7,1 Prozent.“ Dabei seien die deutschen Aussteller größtenteils sehr zufrieden mit dem Verlauf der Messen, sagen Fachleute und loben die idealen Voraussetzungen: „Auf Messen in Brünn, Warschau oder Moskau sind sie nah an ihren zukünftigen Kunden, ohne dabei ein großes Risiko einzugehen.“

„Der Umbruch in den Ländern Mittel- und Osteuropas und die damit einhergehende Liberalisierung der Märkte gab den Startschuss für stärkere internationale Aktivitäten deutscher Mittelständler", sagt KfW-Vorstandssprecher Hans W. Reich. Der Standort Baltikum beispielsweise bekommt durchweg Bestnoten. Er bietet geringe Arbeitskosten und Sozialabgaben - und vor allem hochqualifiziertes und motiviertes Personal. Insbesondere die baltischen Staaten gedeihen nicht erst seit dem EU-Beitritt prächtig. Denn deren Erfolgsstory beginnt bereits mit ihrer Unabhängigkeit Anfang der neunziger Jahre. Die Wirtschaft wuchs allein in Lettland im Jahr 2004 um 8,5 Prozent, in Litauen um 8,6 und in Estland um 6,2 Prozent. „Mittel- und Osteuropa bietet als Forschungs- und Produktionsstandort durchaus Perspektiven", meint Volker Booten, verantwortlicher Partner für den Bereich Chemicals & Pharma bei PricewaterhouseCoopers in Deutschland http://www.pwc.com/de. Neben Lettland gelte das vor allem für Polen, Ungarn und Tschechien. Diese Länder hätten sich unter anderem am weitesten entwickelt bei der Angleichung des Patentrechts an den EU-Standard.

„Das Wirtschaftswachstum zeigt, wie stark die kleinen und flexiblen Volkswirtschaften von der EU-Aufnahme profitieren. Zudem sind die oft noch stärker als die Aktienkurse gestiegenen Unternehmensgewinne zu bedenken“, sagt Jörg Peisert, Geschäftsführer der Düsseldorfer Jörg Peisert und Partner Vermögensmanagement GmbH http://www.jpp-online.com. Das schlage sich auch an der Börse nieder: So ist der Baltix-Index seit Anfang 2000 um sagenhafte 469 Prozent gestiegen. Und im Gegensatz zu vielen alten EU-Staaten sei die Stimmung in den baltischen Ländern gut. Es werde konsumiert, überall gebaut und investiert. Besonders der Außenhandel floriere. „Allein in Lettland haben mittlerweile hunderte Unternehmen aus der Bundesrepublik investiert“, so Peisert, der schon seit Jahren auf die Emerging Markets setzt. Und Lettland gehöre außerdem zu denjenigen Ländern, deren politische Stabilität Anlegern keine grauen Haare beschere.

Die baltischen Staaten hätten seit ihrer Unabhängigkeit einen „rigorosen Transformationsprozess zur Marktwirtschaft" hingelegt, sagt Claus-Friedrich Laaser, Baltikum-Experte vom Kieler Institut für Weltwirtschaft http://www.uni-kiel.de/ifw/. „In dieser Zeit haben sie es geschafft, sich in die Weltwirtschaft zu integrieren." Mehr als 60 Prozent der Exporte Estlands und Lettlands gehen inzwischen in die EU. Die meisten Volkswirte sehen die baltischen Staaten auch weiterhin auf Wachstumskurs. Der tiefste Schätzwert der Bank Austria-Creditanstalt für das Wachstum des Bruttoinlandsproduktes (BIP) in den kommenden beiden Jahren liegt im Falle Litauens für das Jahr 2007 bei 5,9 Prozent. Auch wenn steigende Löhne und Energiekosten den Unternehmen das Leben erschweren, sollte dieses Umfeld 2006 weitere Gewinnzuwächse erlauben.



Web: http://www.ne-na.de


Für den Inhalt der Pressemitteilung ist der Einsteller, Andreas Schultheis, verantwortlich.

Pressemitteilungstext: 596 Wörter, 4528 Zeichen. Als Spam melden


Kommentare:

Es wurde noch kein Kommentar zu diesem Thema abgegeben.



Ihr Kommentar zum Thema





Weitere Pressemitteilungen von Medienbüro Sohn lesen:

Medienbüro Sohn | 25.02.2008

Novelle der Verpackungsverordnung

Berlin - Der Deutsche Bundestag hat den Weg für die fünfte Novelle der Verpackungsverordnung freigemacht. Allerdings sieht die Firma BellandVision keinen Grund, die im Markt dominierenden dualen Systeme vor dem Wettbewerb mit Selbstentsorgern zu sc...
Medienbüro Sohn | 15.01.2008

Mobilfunk meets Modemarkt: New Yorker startet Handyangebot

Düsseldorf/Braunschweig - Fragt man den Mobilfunktrends 2008, dann kommen ganz unterschiedliche Ansichten. Sprachsteuerung und das mobile Internet werden eine gewaltige Rolle spielen, meinen die einen. Andere erwarten zur Fußball-Europameisterschaf...
Medienbüro Sohn | 14.01.2008

Die Stimme erobert den PC

Las Vegas/Berlin - Bill Gates hat auf der Elektronikmesse Consumer Electronics Show (CES) http://www.cesweb.org in Las Vegas ein neues digitales Jahrzehnt beschworen. Damit bringt er seine Zuversicht auf den Punkt, dass die Digitalisierung des Alltag...