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Die Projektmanagement Methodik Critical Chain Project Management (CCPM) ist auf dem Vormarsch

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Die Critical Chain Methode, auch Kritischer Pfad Methode genannt, ist eine weit verbreitete Methode im Projektmanagement, die 1997 von Eliyahu Goldratt, einem israelischen Physiker, entwickelt wurde.

Critical Chain zielt auf die optimale zeitliche Organisation eines Projektes ab. Die Critical Chain Methode kommt in der Netzplantechnik zum Einsatz und dient einer effektiven, d. h. möglichst schnellen Projektabwicklung. Anhand des kritischen Pfades, der alle Aktivitäten eines Projekts erfasst, wird der frühestmögliche Termin für den Projektabschluss ermittelt. Zu diesem Termin werden Pufferzeiten addiert, um das Projekt realistisch planen zu können.



Der kritische Weg

Der kritische Weg, auch kritischer Pfad genannt, ist der längste Weg innerhalb des Netzplans; er umfasst alle Vorgänge des Projekts oder Teilprojekts, beinhaltet jedoch keine Pufferzeiten zwischen den einzelnen Vorgängen. Insofern bildet er die kürzestmögliche Projektdauer ab. Nach der DIN 69900-1 ist er der Weg vom Anfang bis zum Ende eines Netzplanes, wobei die Summe der Pufferzeiten minimal ist. Der kritische Weg wird unterschiedlich visualisiert, je nachdem, welcher Netzplan - Vorgangspfeil Netzplan oder Vorgangsknoten Netzplan - verwandt wird. Für die Ermittlung des kritischen Weges ist eine algorithmische Berechnung mithilfe einer Software notwendig.



Die Methode des kritischen Weges beruht auf der Annahme, dass in der herkömmlichen Planung eines Gesamtprojektes ohne kritischen Weg aufgeblähte Pufferzeiten enthalten sind. Die Schätzung der Dauer eines Vorgangs oder eines Teilprojektes enthält grundsätzlich Pufferzeiten. Zu der Pufferzeit, die die einzelnen Mitarbeiter für ihre Arbeitspakete angeben, addieren sich Pufferzeiten des jeweiligen Vorgesetzten. Dieser Effekt zieht sich durch das ganze Projekt, über mehrere Hierarchieebenen, sodass sich eine unnötig hohe Summe an Pufferzeiten ergibt. Die Methode des kritischen Weges zielt auf eine realistische Pufferzeit ab, indem sie Pufferzeiten zwischen den Projektvorgängen abschafft und eine gemeinsame Pufferzeit an das Projektende stellt, die von diesem Potenzierungseffekt unberührt bleibt.



Vorteile

Mit der Anwendung des kritischen Weges werden die einzelnen Projektvorgänge nach ihrer optimistischen Dauer geplant. Die Gesamtpufferzeit, d. h. die Differenz zwischen pessimistischer und optimistischer Dauer aller einzelnen Vorgänge wird an das Ende des Projektes angehängt. Mit diesem Vorgehen wird versucht, die einzelnen Projektvorgänge gemäß dem Staffellaufprinzip abzuarbeiten und unnötigen Leerlauf zu vermeiden.

Durch die Planung eines Projektes mit dem kritischen Pfad werden zeitliche Verluste minimiert. Die Projektmitarbeiter sind immer zu 100 % mit einem einzigen Vorgang beschäftigt, d. h. Arbeitspakete, für die ein einzelner Projektmitarbeiter verantwortlich ist, werden zeitlich effektiv abgearbeitet. Leerlaufzeiten, in denen einzelne Mitarbeiter beschäftigungslos sind, weil ein Vorgang abgeschlossen ist, aber der darauffolgende Vorgang noch vorbereitet werden muss, sind damit ausgeschlossen.



Nachteile

In der Praxis kann die Anwendung der Methode des kritischen Weges, insbesondere beim Multiprojektmanagement, zu Interessenskonflikten zwischen den einzelnen Projektverantwortlichen führen. Die Befolgung des kritischen Weges setzt die Priorisierung einzelner Vorgänge voraus, weil diese - gemäß dem Staffellaufprinzip - in vorgeschriebener zeitlicher Reihenfolge abgearbeitet werden müssen. Da Projektverantwortliche naturgemäß ihrem eigenen (Unter )Projekt die höchste Priorität beimessen, sind oft Kompromisslösungen notwendig, was im Endeffekt zwangsläufig zu einer Verzögerung des Gesamtprojektes führt.



In der Praxis kommt es leider oft zu Fehlplanungen aufgrund falscher zeitlicher Schätzungen. Damit die Critical Chain Methode funktioniert, ist es wichtig, Arbeitsaufwand und zeitliche Bearbeitungsdauer voneinander zu unterscheiden. Ein Nettoarbeitsaufwand von 5 Tagen bedeutet 40 Arbeitsstunden und ist nicht gleichzusetzen mit einer Bearbeitungsdauer von 5 Tagen. Tatsächlich bedeutet dieser Aufwand eine Bearbeitungsdauer von 7 bis 10 Tagen.



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Für den Inhalt der Pressemitteilung ist der Einsteller, Herr Andreas Schilling (Tel.: +49 6128-9665-19), verantwortlich.

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