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Nichts bleibt wie es war: Werbefinanzierte TV-Programme im Wandel

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Studie "Fernsehvisionen": Vernetztes Fernsehen verändert das Programm - Umfangreiches, aber häufiger wechselndes Programmangebot


Das Internet und seine Möglichkeiten scheint alle traditionellen Massenmedien in seinen Bann zu ziehen. Mediatheken, Abrufvideos, smarte Fernseher und ständig vernetze Fernsehzuschauer bleiben für die reichenweitenstarken, werbefinanzierten TV-Sender...

Köln, 22.11.2013 - Das Internet und seine Möglichkeiten scheint alle traditionellen Massenmedien in seinen Bann zu ziehen. Mediatheken, Abrufvideos, smarte Fernseher und ständig vernetze Fernsehzuschauer bleiben für die reichenweitenstarken, werbefinanzierten TV-Sender nicht ohne Folgen. Für eine Studie im Auftrag von Eutelsat wurden Top-Entscheider aus acht verschiedenen Sektoren der Fernsehbranche befragt - und nach ihrer Einschätzung, werden wir in fünf Jahren unser Fernsehen kaum wiedererkennen. Immer mehr thematisch eng ausgerichtete Programme sowie Episoden mit kurzer Spielzeit könnten das Programm prägen. Das zweite TV-Gerät wird durch den Second Screen - also Tablet, PC und Smartphone abgelöst.

Die von Eutelsat bei den Analysten der GfK-Enigma in Auftrag gegebenen Studie "Fernsehvisionen", fragte TV-Insider, welche Entwicklungen in fünf Jahren für den Fernsehzuschauer Alltag sein werden. Zwar gilt als sicher, dass wir auch in fünf Jahren noch TV-Programme linear, also in Echtzeit anschauen, aber die Art, wie wir Fernsehen schauen und was wir von Fernsehunterhaltung erwarten, wandelt sich von Grund auf.

Als gesetzt gilt der Trend, dass wir in Zukunft zu Hause auf verschiedenen Bildschirmen - Tablet, PC und Smartphone - und über unterschiedliche Verbreitungswege auf die Programme zugreifen.

Umfangreiches, aber wechselhaftes Programmangebot

Ein weiterer Trend, der sich bereits jetzt erkennen lässt, ist ein steigendes TV-Programmangebot. Die neuen Submarken der etablierten Senderketten, wie Pro7maxx, Sat.1Gold, RTLNitro und sixx, aber auch neue Anbieter wie joiz geben einen Vorgeschmack auf das Wachstum so genannter Spartenkanäle. Jedes Programm will engere Zielgruppen ansprechen und trägt damit dem Wunsch der Zuschauer Rechnung, genau sein Programm finden zu können. Die Studienteilnehmer prophezeien, dass die Fragmentierung der TV-Inhalte anhält. Allerdings werden sich die TV-Zuschauer auf ein reges Kommen und Gehen der Sender einstellen müssen.

Sendungen werden kürzer

Das Fernsehprogramm sieht sich zusätzlich einer geteilten Aufmerksamkeit des Publikums gegenüber, das immer öfter parallel Onlineinhalte auf einem Internetfähigen Gerät abruft. Gelingt es den TV-Sendern künftig nicht mehr, den Zuschauer lange genug an das Programm zu binden, müssen die Sendungen kürzer werden. Programme, die heute bis 60 Minuten Spielzeit haben, könnten in fünf Jahren vielleicht auf deutlich unter 40 Minuten Spielzeit eingedampft sein.

Die Qualität werbefinanzierter Programme ändert sich

Der Kampf um Zuschauer und Werbekunden wird nach Ansicht der Branchen-Entscheider dazu führen, dass Werbeerlöse sinken und die großen TV-Marken beim Programm sparen müssen. Nicht festlegen wollten sich die TV-Experten hingegen in der Frage, ob diese Sparmaßnahmen zwangsläufig zu einer sinkenden Qualität des werbefinanzierten TV-Programms führen werden und der TV-Nutzer diesen Mangel auch erkennt. Eingedenk der Tatsache, dass Qualität und Quote nicht Hand in Hand gehen, ist der Qualitätsbegriff im Fernsehen schwer zu definieren.

Für die Studie "Fernsehvisionen" wurden 40 Top-Entscheider aus acht Bereichen der Fernsehbranche befragt. Im Kern ging es dabei nicht um technische Möglichkeiten, sondern um eine Einschätzung, welche Trends sich im Markt binnen fünf Jahren durchsetzen werden. Die Ergebnisse bieten dem Eutelsat KabelKiosk wichtige Orientierungspunkte. Der KabelKiosk betreibt eine Mehrwertplattform für digitales Fernsehen. Netzbetreiber kaufen über den KabelKiosk lineare und nicht-lineare Programmpakete ein, die sie unter eigenem Namen vertrieben können. Zu den Kunden des KabelKiosks zählen über 300 Kabel TV- und IPTV-Anbieter in Europa.

"Die Erkenntnisse aus der Studie Fernsehvisionen unterstützen uns dabei, die Marktpotenziale neuer TV-Anwendungen besser einzuschätzen", beschreibt Christian Heinkele von Eutelsat KabelKiosk, die Motivation zur Anfertigung dieser Studie. "Schon heute haben wir mit unserem Video-On-Demand-Angebot choice und der in Kürze startenden hybriden DVB-IP-Plattform Produkte im Angebot, die den Nutzungstrends vernetzter Fernsehzuschauer Rechnung tragen. Die GfK-Enigma-Studie liefert eine praxisorientierte Bestätigung dafür, dass wir mit unseren neuen Produkten gut aufgestellt sind."

Eine Zusammenfassung der Studie steht unter www.kabelkiosk.de/studie bereit.

Eutelsat-Mitgliedschaften in Konsortien und Branchenvertretungen

ANGA Verband Deutscher Kabelnetzbetreiber e.V.

BREKO Bundesverband Breitbandkommunikation

BUGLAS Bundesverband Glasfaseranschluss e.V.

DeSK Deutsches Zentrum für Satelliten-Kommunikation e.V.

Deutsche TV-Plattform e.V.

FKTG Fernseh- und Kinotechnische Gesellschaft e.V.

HbbTV Konsortium

Pro Digital TV e.V.

VATM Verband der Anbieter von Telekommunikations- und Mehrwertdiensten e.V.

VPRT Verband Privater Rundfunk und Telemedien e.V.


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