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Studie: UMTS-Frustrationswelle überstanden

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Einsparungen und Produktivitätsgewinn durch mobile Unternehmenslösungen


Düsseldorf/München - Das Beratungsunternehmen Arthur D. Little und der schwedische Telekommunikationsspezialist Ericsson haben ein gemeinsames Studienprojekt zur Analyse der Aussichten und Vorteile von Mobile Enterprise Solutions durchgeführt. "Die Unternehmenslandschaften in den untersuchten Ländern Österreich, Belgien, Deutschland, Niederlande und Schweiz zeichnen sich durch einen hohen und weiter steigenden Anteil mobiler Mitarbeiter aus. Keiner der untersuchten Märkte jedoch ist bereits gesättigt", so Arno Wilfert, der bei Arthur D. Little http://www.adlittle.de den Beratungsbereich Telekommunikation in Zentraleuropa leitet. Das Kostensenkungspotenzial sei dabei das größte Thema für alle untersuchten Unternehmen: bei der Infrastruktur, der Übertragungstechnik oder der Effizienzsteigerung bei der Einsatzplanung für Mitarbeiter. Nach Ansicht von Mehdi Schröder, Sales Director bei Ericsson http://www.ericsson.com/de, sei die UMTS-Frustrationswelle überwunden. "Mit den unterstützenden Maßnahmen wie der Turbo-Technologie HSDPA, mit leistungsfähigen Endgeräten und Applikationen verbreitet sich die Erkenntnis, dass die mobile Kommunikation für Unternehmen sehr wertvoll werden kann", prognostiziert Schröder.

Auch bei den Netzbetreibern erkenne man einen Sinneswandel. "SIM-Karten verkaufen war bis jetzt ein gutes Business. Zudem lagen die Systemwelten noch sehr weit auseinander. Aber mit UMTS kommt die richtige IP-Welt auch bei der mobilen Kommunikation und bringt zusätzliche Schubkraft", weiß Wilfert. Die Studie dokumentiert auch positive Trends bei der Tarifierung, die bis dato für bestimmte Lösungen wenig attraktiv war. "Ein Unternehmen konnte die Kosten für Sprachkommunikation durch Verhandlungen um 60 Prozent senken. Auch in der steigenden Nutzung des internen Kommunikations-Netzwerks, die aus dem Einsatz mobiler Erweiterungen (mobile Extension) entsteht, werden Kosteneinsparungspotenziale gesehen. Besonders in Unternehmen mit einem hohen Anteil interner Gespräche wie bei einem interviewten Versorgungsunternehmen mit 80 Prozent interner Anrufe waren die Einsparungen signifikant", betont Wilfert.

Mobile Enterprise Solutions wirken sich nach Erfahrungen von Schröder auch auf die Infrastrukturkosten positiv aus, insbesondere durch den Wegfall der schnurlosen Kommunikationshardware beim Wechsel zu einer mobilen Lösung ohne zusätzliche Investitionen. Darüber hinaus reduzierten sich die Kosten für die Wartung. "Durch den Wechsel von einer Festnetz- zu einer mobilen Lösung können Hardwareinvestitionen signifikant zurückgefahren werden. Da schnurlose Lösungen auf dem DECT-Standard den Betrieb eigener DECT-Infrastrukturen erfordern, bringen mobile auf dem GSM Standard basierende Lösungen merkliche Kostenvorteile. Man benötigt keine eigenen Infrastrukturen mehr und die Mitarbeiter benötigen jeweils nur noch ein Telefon. Fallstudien zeigen, dass ein Wechsel die Infrastrukturkosten um 15 bis 30 Prozent verringern kann", sagt Schröder.

Um die Potenziale der mobilen Kommunikation voll auszuschöpfen, sind nach seiner Einschätzung in Zukunft Partnerschaften notwendig: "So ist Arthur D. Little sehr stark in der Beratung von Unternehmenskunden bei Prozessen und der Steuerung der Organisation. Und wir kommen ja aus der Technologie. Somit haben sich zwei Komplementäre gebildet, die jeder für die erfolgreiche Marktdurchdringung entscheidend sind. Die Betreiber im Mobilfunk legten ihren Fokus bislang auf die privaten Endkunden. Dieser Markt erreicht so langsam einen Sättigungsgrad. Bei Enterprise-Kunden kann man noch große Potentiale erschließen. Allerdings sind die Aufgaben für Netzbetreiber hier komplexer. Um mobile Lösungen zu verkaufen, muss man ein Verständnis von den Unternehmen haben. Man benötigt Kenntnisse über die Branche. Man muss wissen, wie die Organisation und wie Prozesse ablaufen in Unternehmen. Die Kommunikationslösungen, die wir vermarkten, sind prozessgetrieben, geschäftsgetrieben und organisationsgetrieben", betont Schröder. Das wirke sich auch auf die Betreiber aus.

"Und der Grund ist die Konvergenz der Technologie. Wir nennen es Multikonvergenz. Nicht nur Sprache und Daten wachsen zusammen, sondern auch öffentliche und private Netze. Die private und geschäftliche Kommunikation wächst zusammen. Das heißt, überall und jederzeit kommunizieren zu können, etwa über Breitbandtechnologien. Es gibt die verschiedensten Lösungsansätze und da ist die Mobilität eines der Kernelemente, die uns immer mehr entgegenkommen wird und die Operators werden mit Sicherheit sehr stark in dieses Geschäft reingehen", meint Schröder. Ericsson ist davon überzeugt, dass der Erfolg von mobilen Systemen davon abhängt, wie man Prozesse und die Organisation des Anwenders aktiv einbindet. "Man benötigt Systemintegrationsverständnis und Beratungskompetenz. Oftmals wird das völlig getrennt voneinander. Häufig wird die Abstimmung zwischen der TK- und der IT-Abteilung vernachlässigt. Da benötigen viele Unternehmen Unterstützung. Das kann ein Operator alleine nicht schaffen. Dafür braucht man Partnerschaften im Beratungsumfeld und im Systemintegrationsumfeld. Die Technologie ist die Grundlage", erklärt Schröder. Nach Erfahrungen von Wilfert gebe es zum Teil noch relativ triviale technologische Barrieren, die teilweise bei den Operatoren liegen, zum Beispiel beim Billing-System. "Wir haben unser Unternehmen komplett mit Datenkarten ausgestattet. Nur einer der vier Mobilfunk-Netzbetreiber war in der Lage, uns eine Pool-Lösung für die Abrechnung zu verkaufen. Wir haben 20 Gigabyte Daten pro Monatsvolumen gekauft. Die anderen Anbieter wollten uns nur SIM-Karten verkaufen", kritisiert Wilfert. Die Tarifierung sei für die Unternehmen ein Schlüsselthema. Bei diesem komplexen Geschäft seien Plattformen geeignet, mit denen man die gesamte Produktpalette von Sprach-, Breitband- bis Mehrwertdiensten unterstützen könne.

"Mit Hilfe einer flexiblen Infrastruktur lassen sich konvergente Rechnungen sehr schnell implementieren. Dabei können nicht nur alle Kommunikationsanwendungen verknüpft werden, sondern auch auf die besonderen Anforderungen von Geschäftskunden eingegangen werden", so Omar Khorshed, Vorstandschef der Düsseldorfer acoreus AG http://www.acoreus.de. Um neue Märkte und technologische Trends für die mobile Kommunikation zu etablieren, müssten frühzeitig Geschäftsmodelle für die Abrechnung entwickelt werden. "Ausgefeilte Billing-Systeme sind kein Anhängsel des Produktmanagements, sondern die Voraussetzung für den Unternehmenserfolg. Man kann nicht neue Dienste entwickeln und erst danach über Bezahlmöglichkeiten nachdenken. Hier werden im Mobilfunk die meisten Fehler gemacht", so Khorshed.

Details zur Studie finden sich unter:
http://www.ericsson.com/de/presse/news/archiv_2006/id_550.shtml


Web: http://www.ne-na.de


Für den Inhalt der Pressemitteilung ist der Einsteller, Gunnar Sohn, verantwortlich.

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