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Timothy Speed |

EU/Sozialsystem/Hartz IV : Aus Vernunft pleite gehen? In Verantwortung unangepasst bleiben?

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Der Künstler Timothy Speed setzt seine ganze Existenz aufs Spiel, um Menschen zu kreativem Mut und Selbstbestimmung aufzurufen und Verantwortung in Wirtschaft und Arbeitswelt neu zu definieren.

Berlin - Um einen gesellschaftskritischen Roman zu schreiben, der eine lebensbejahende Haltung aufzeigt, ging er pleite, lebte zwei Jahre bei Wintern bis zu - 25 Grad in einem Zelt und definierte Verantwortung neu. Ist das ein Vorbild für neues Unternehmertum? Eine Vision von einem Europa, in dem der Mut sich ins Neuland zu wagen nicht mehr stigmatisiert wird? Brisant ist dies, weil Speed Engländer ist und in Deutschland deshalb Hartz IV beantragen musste. Etwas was derzeit heftig diskutiert wird, als schade es Europa, wenn Menschen scheitern, die es wagen sich neuen Herausforderungen zu stellen. Sein Beispiel zeigt die andere Seite auf, die in den Medien nur selten gezeigt wird.



Immer mehr Menschen fragen sich, ob sie nicht den Mut aufbringen sollen, zu tun was sie persönlich als das "Richtige" wahrnehmen: originell und selbstbestimmt zu werden, auch wenn es wirtschaftliche Risiken birgt, einem im Job schadet oder schlicht von niemandem finanziert wird, statt in einer passiven Haltung "Merkelscher Alternativlosigkeit" zu verharren.

Speed ist diesen Weg gegangen. Davor hat er viele Jahre die Rolle des freien Individuums in starren Systemen erforscht, schrieb Bücher dazu, hielt Vorträge vor Top-Managern, wurde 2006 von der NGO Dropping Knowledge zu 114 der wichtigen Querdenker gezählt und lieferte 2008 eine neue ökonomische Theorie, welche das Recht auf Krise als neues Grundrecht des Menschen und somit als die Grundvoraussetzung für mehr Wirtschaftsdynamik, Entwicklung und Wohlstand bildet.



"Wer die Krise weniger fürchten muss - weil diejenigen die scheitern dafür nicht mehr verurteilt werden - kann eher auf blinde Flecken und Probleme hinweisen und Neues ausprobieren. Dabei wird auch klar, dass jedem Erfolg das Forschen, Suchen und oftmals auch das Scheitern vieler Anderer vorausging, deren Arbeit nicht weniger wichtig war und ist. Wir betrachten hier das beinahe zynische Paradoxon einer Leistungsgesellschaft, die stets nur die Sieger honoriert, die sich gesättigt keinen neuen Herausforderungen stellen, oft neue Veränderung behindern."



Den Begriff des Wirtschaftswachstums ersetzt Speed darum durch den Begriff der persönlichen Gestaltungskraft des Individuums, der Fähigkeit des Menschen kreativ seine Welt mitzugestalten. Ist diese Einflussnahme gering und wird die Vielfalt unserer Gesellschaft zunehmend ignoriert, schadet das einer Wirtschaft, welche der breiten Mehrheit Chancen und Nahrung geben kann. Dazu bedarf es vieler neuer Ideen.

Geringe Gestaltungskraft des Einzelnen ermöglicht die Bildung monopolisierter und globalisierter Märkte, in denen nur die großen Konzerne auf Kosten von Umwelt und Gemeinschaft hohe Gewinne erzielen und dafür der Mensch zum reinen Arbeiter und Konsumenten degradiert wird. In diesem Szenario werden angepasste Arbeiter_innen bevorzugt, weil darauf der/die vorhersehbare Konsument_in folgt.

Die zunehmende Gleichschaltung führt auch zur globalisierung von Problemen. Immer mehr Menschen denken auf die selbe Weise und es gibt darum viel weniger alternative Ideen für Problemlösungen oder Innovationen. Es scheint zwar als lebten wir in einer innovativen Wirtschaft. Bei genauerem Hinsehen aber, ist ein großer Teil davon reines Marketing. Oft nur das immerzu Selbe im Rahmen von "kleiner, schneller, billiger". Wirkliche Sprünge zu neuen Produktparadigmen, Haltungen oder Denkweisen sind systembedingt selten, aufwändiger, brauchen mehr Zeit und den Mut sich auf das Unbekannte vorurteilsfrei einzulassen.



Mit seinem Konzept der individualistischen Sperrigkeit als Wirtschaftsförderung geriet Speed nach seinem Selbstversuch mit dem Deutschen Jobcenter in einen ernsten Konflikt. Weil er das aus seiner Sicht "Richtige" tat und wirklich versuchte neue Lösungen zu entwickeln, ging er schließlich pleite. Kurz vor Weihnachten wurden ihm wegen seiner Unangepasstheit sämtliche Bezüge gestrichen.

Speed hat eine Biografie gelebt, welche es ihm als Künstler über 40 schließlich unmöglich machte einen Job zu bekommen. Er passte wie viele Mütter, Personen mit Migrationshintergrund, anders Denkende und anders lebende Menschen nicht in die Vorgaben der Personalabteilungen.

Statt sich nun in die Rolle des Opfers zu begeben, erklärte er seine Lebens- und Arbeitsweise schlicht zum Zukunftsmodell. Und versucht nun ein neue Rollenbilder zu schaffen.



Speed ist als Künstler bereits seit vielen Jahren in der Öffentlichkeit unterwegs. Er lebt in seinen Aktionen häufig fantastische Kunstfiguren aus, welche die monotone Realität unserer Welt aufzubrechen versuchen, um zu verdeutlichen, dass es Alternativen gibt, wenn wir bereit sind diese mit Leben zu füllen.

Bereits 2010 drohte er der Firma Red Bull vor ihrer Zentrale einen Stier zu töten, um herauszufinden was passiert, wenn ein Individuum öffentlich und ungefragt einen Weltkonzern im Sinne der Menschheit umgestaltet.

Über den daraus resultierenden Konflikt schrieb er seinen Roman.



Heute konfrontiert Speed Politik und Wirtschaft mit der Frage wie sie mit unangepassten, mutigen und ihnen fremden Menschen umgehen und ob ihre bisherige Antwort, jeden zum Funktionieren zu zwingen, noch zeitgemäß, verantwortungsvoll im Sinne der Volkswirtschaft und freien Gesellschaft ist.

Sein Beispiel macht nachdenklich, ob sein Handeln nicht neue Bedürfnisse offenbart, die schon bald zu neuen Märkten führen könnten. Schließlich ist er nicht allein mit seinem Ansatz. Gerade eben hat die Zeitschrift Brandeins in ihrer neuen Ausgabe mehr Mut zur Originalität gefordert.

Inzwischen hat er eine bundesweite Kampagne gestartet, über die auf seiner Webseite www.timothy-speed.com berichtet wird.


Für den Inhalt der Pressemitteilung ist der Einsteller, Herr Timothy Speed (Tel.: 01732833298), verantwortlich.

Pressemitteilungstext: 810 Wörter, 5880 Zeichen. Als Spam melden


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