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Estlands Euro bleibt erst einmal nur ein Entwurf

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Inflation macht der Regierung in Tallinn einen Strich durch die Rechnung


Bonn/Brüssel – Bei den Euro-Kandidaten zeichnet sich ein Ausleseprozess ab. Wie die Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ) http://www.faz.net aus Brüsseler Kreisen erfuhr, ist Estland von seinem politischen Ziel abgerückt, zum 1. Januar 2007 den Euro einzuführen. Nach Angaben der Regierung in Tallinn werde Estland 2006 das Inflationskriterium verfehlen. Auch Lettland dürfte seinen für Anfang 2008 angestrebten Beitrittsantrag um mindestens ein Jahr verschieben, weil es seine Inflationsrate von 6,9 Prozent kaum so schnell senken kann.

Das starke Wirtschaftswachstum in den drei baltischen Ländern heizt die Inflation an. Von den drei Staaten Estland, Litauen und Slowenien, die sich nach ihrem frühen Eintritt in den Europäischen Wechselkursmechanismus (WKM II) im Sommer 2004 Chancen auf eine Einführung des Euro zum 1. Januar 2007 ausgerechnet hatten, bleibe so nur Slowenien übrig. Dessen Inflationsrate von 2,5 Prozent liege derzeit knapp unter dem Referenzwert.

Allerdings machen die Regierungen in Vilnius, Tallinn und Riga darauf aufmerksam, dass die Maastricht-Kriterien Ländern benachteiligen, die von schwacher Ausgangslage aus ein starkes Wachstum anstreben und erreichen. Daher lege die Regierung in Vilnius es auf einen Konflikt mit der Kommission und der Europäischen Zentralbank (EZB) an, so die FAZ. In Kürze wolle Litauen einen Antrag auf Aufnahme in die Währungsunion zum 1. Januar 2007 stellen, obwohl abzusehen sei, dass es das Inflationskriterium verfehlen werde. In Brüssel hieß es jedoch, Kommission und EZB würden einen solchen Antrag wahrscheinlich abschlägig bescheiden.

Die jüngsten Nachrichten aus dem Baltikum dürfen allerdings nicht vergessen machen, dass beispielsweise Estland seit Wiedererlangung der Unabhängigkeit eine bemerkenswerte Entwicklung genommen hat. Die neuen Kräfte schufen einen Markt mit einem enormen Wachstum, ohne dabei die politische, soziale und ökonomische Stabilität aus den Augen zu verlieren. Durch die Beitritte in die NATO und EU ist die Stabilität zementiert worden. Estland gehört heute zum gemeinsamen europäischen Binnenmarkt und eröffnet vor allem europäischen Unternehmern vielfältige Investitionsmöglichkeiten.

„Vor allem mittelständische Unternehmen zieht es verstärkt nach Estland, um hier Handel zu treiben oder sich mit Kapital zu engagieren“, schreibt Jörg Peisert, Geschäftsführer der Düsseldorfer Jörg Peisert und Partner Vermögensmanagement GmbH http://www.jpp-online.com, in der aktuellen Ausgabe seines Finanzbriefes, der sich mit dem baltischen Markt beschäftigt . „Es besteht jedoch weiterhin ein beachtliches Informationsdefizit über die Marktchancen und wirtschaftliche Rahmenbedingungen. Mit einem Bruttoinlandsprodukt (BIP) von nicht einmal neun Milliarden Euro gehört Estland zu den kleinsten Ländern der EU. Seine reformorientierte Wirtschaftpolitik, das ausgesprochen liberale Handelsregime sowie schnelle Fortschritte beim strukturellen Umbau der Volkswirtschaft haben es zu einem der dynamischsten Wirtschaftsstandorte in Europa werden lassen - paradiesische Zustände aus deutscher Sicht. Regierungschef Andrus Ansip vergleicht die Situation mit dem deutschen Wirtschaftswunder nach dem Krieg: ‚Wir wenden hier die Rezepte Ludwig Erhards an und sind damit ähnlich erfolgreich.’

Oft werden Superlative zu Unrecht bemüht für die Charakterisierung erfolgreicher Wirtschaftsentwicklungen. Für das Börsenjahr 2005 in Estland dürfe man aber durchaus von einem Boom sprechen, meint Peisert, der den Schwerpunkt beim Vermögensmanagement auf die wachstumsstarken Börsen der Schwellenländer legt. Dazu recherchiert er selbst „vor Ort“ und bereist regelmäßig unter anderem Osteuropa, Russland, Südostasien, Japan und Südamerika. Schon vor einiger Zeit hatte Peisert auf die Gefahrenquelle hingewiesen, dass die durch die Erhöhung von Kraftstoffpreisen bedingte Inflation die schnelle Einführung des Euro in Frage stellen könnte. Doch aufgeschoben ist nicht aufgehoben, und das kräftige Wirtschaftswachstum in Estland dürfte auch in Zukunft kaum beeinträchtigt werden.


Web: http://www.ne-na.de


Für den Inhalt der Pressemitteilung ist der Einsteller, Ansgar Lange, verantwortlich.

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