info@PortalDerWirtschaft.de | 02635/9224-11
Suchmaschinenoptimierung
mit Content-Marketing - Ihre News
denkfabrik groupcom GmbH |

Zeichen stehen auf geringere Fertigungstiefe in der IT

Bewerten Sie hier diesen Artikel:
1 Bewertung (Durchschnitt: 4)


Ardour-Studie: Schlankere IT-Verhältnisse meist keine explizite Strategie, sondern Konsequenz der Outsourcing-Aktivitäten


Die Unternehmen werden sich zunehmend von Teilen ihrer IT trennen und sie an Dienstleister übergeben. Die Reduzierung der Fertigungstiefe folgt jedoch meistens keiner gezielten Strategie, sondern ist einer Erhebung der Ardour Consulting zufolge eine logische Konsequenz der Outsourcing-Maßnahmen.

Für die nächsten Jahre sagen die meisten IT-Verantwortlichen voraus, dass sich die Wertschöpfung in der IT reduzieren wird. Zwei von fünf erwarten durchschnittlich eine deutlich sinkende Fertigungstiefe in den IT-Organisationen, ein weiteres Viertel geht von einer leichten Verringerung aus. Demgegenüber gehen lediglich 13 Prozent der Unternehmen davon aus, dass die internen IT-Aufgaben anwachsen werden.

Bezogen auf den Einzelfall, gehört eine Reduzierung der Komplexität trotzdem nicht typischerweise zu den Kernstrategien der Firmen. Sie wird nur in jedem dritten Fall als explizite Zielsetzung formuliert, während 46 Prozent der über 120 befragten Unternehmen mit einem Jahresumsatz von mehr als 50 Mio. Euro für ihren Verantwortungsbereich die sinkende IT-Fertigungstiefe als Folge der eigenen Outsourcing- bzw. Cloud-Initiativen bewerten. Nur 7 Prozent wollen sich gegen diesen Trend entwickeln und geben an, den IT-Betrieb inhouse in den nächsten fünf Jahren sogar ausbauen zu wollen. „Unsere Kunden schauen heute differenzierter auf ihre eigene IT-Wertschöpfung. Sie holen unternehmenskritische IT-Aufgaben wieder herein, während andere, meist eher technische IT-Aufgaben konsequent ausgelagert werden“, zieht Dr. Jakob Rehäuser, Sourcing-Analyst bei Ardour, eine vorläufige Bilanz.

Dabei herrscht heute schon eine relativ große Einigkeit in der Frage nach dem Nutzen einer geringeren Fertigungstiefe. Für fast zwei Drittel der befragten IT-Manager entstehen laut der Studie dadurch Freiräume, die sie für eine stärkere Business-Ausrichtung nutzen möchten. Auch eine Befreiung von Aufgaben abseits der Kernkompetenzen oder eine Qualitätsverbesserung in der IT gehören zu den meist genannten Nutzeneffekten. Hinzu kommt in etwa jedem zweiten Fall die Erwartung, über weniger komplexe Verhältnisse in der IT positive wirtschaftliche Effekte erzielen und zu einer größeren „Atmungsfähigkeit“ (Anpassung von Supply an den Demand) gelangen zu können.

Es sind in den Augen der Unternehmen damit aber auch einige Nachteile verbunden. So vermerken 64 Prozent kritisch, dass sie im Zuge der geringeren Fertigungstiefe aufgrund der Auslagerungen von IT-Aufgaben die Verantwortung für Leistungen Dritter übernehmen müssen. Den Verantwortlichen ist bewusst, dass sie für schlankere, interne IT-Strukturen den Preis einer höheren Abhängigkeit von Providern zu zahlen haben. Hinzu kommt für 60 Prozent die Befürchtung, dass sich bei einer weiteren Verringerung der internen IT weniger flexibel auf die Bedürfnisse der Business-Abteilungen reagieren lässt.

„Zweifellos führt der verstärkte Einsatz externer Ressourcen zu einer Veränderung bei den Anforderungen und Skills“, gibt Dr. Rehäuser zu bedenken. „Es bedarf zunehmend spezieller Führungs- und Controllingqualitäten, über die sichergestellt wird, dass sich die Providerbeziehungen nicht bremsend auf die Entwicklung im Business auswirken, sondern im Gegenteil wirkungsvolle Impulse setzen.“ In der weiteren Zukunft sieht er hier, dass die Unternehmen die Probleme in den Griff bekommen werden, schließlich hätten andere Branchen wie etwa die Automobilindustrie schon lange eine enge Verflechtung mit Lieferanten etabliert. Erfolgskritisch wird sein, eine langfristige, vertrauensvolle, aber dennoch leistungsfähige Kunden-Lieferanten-Beziehung aufzubauen und (auch über Krisen und Konflikte hinweg) zu erhalten. In der Phase des Wandels werden seiner Einschätzung nach viele Unternehmen jedoch keinen reibungslosen Übergang vollziehen können, weil es ihnen noch an Erfahrungen und Organisationsressourcen für den Umgang mit vielfältigen Auslagerungsprojekten fehle. „Es müssen Erfahrungen gesammelt und Strukturen aufgebaut werden, damit eine Reduzierung der Fertigungstiefe durch ein erweitertes Outsourcing nicht zu lauten Begleitgeräuschen führt. Aber eine an den Realitäten ausgerichtete Sourcing-Strategie wird schon alleine vor dem Hintergrund der demografischen Entwicklung in Deutschland und des sich verschärfenden Fachkräftemangels unabdingbar sein.“


Ergebnisse:
Die Ergebnisse können unter http://www.denkfabrik-group.com/downloads/ardour/ardour_research_it-fertigungstiefe.zip als Grafiken heruntergeladen werden.


Web: http://www.denkfabrik-group.com


Für den Inhalt der Pressemitteilung ist der Einsteller, Robin Heinrich, verantwortlich.

Pressemitteilungstext: 572 Wörter, 4577 Zeichen. Als Spam melden

Unternehmensprofil: denkfabrik groupcom GmbH

Business Strategy
PR Marketing
Web Commerce
Market Research
Expertainement
Kompetenzprofil

Hinter der Denkfabrik verbirgt sich ein ehrgeiziges PR-, Web- u. Marketingteam, das den Pulsschlag der Wirtschaft versteht und strategische Wege für den Vorsprung entwickelt. Mit besonderem Fokus auf wachstumdynamische Märkte sind wir der Partner von Unternehmen, die sich ebenfalls nicht mit durchschnittlicher Entwicklung zufrieden geben wollen. Um ihre Position im Wettbewerb spürbar zu verbessern, neue Marktsegmente zu erschließen oder andere anspruchsvolle strategische Ziele durch PR und Marketing zu realisieren.


Kommentare:

Es wurde noch kein Kommentar zu diesem Thema abgegeben.



Ihr Kommentar zum Thema





Weitere Pressemitteilungen von denkfabrik groupcom GmbH lesen:

denkfabrik groupcom GmbH | 30.06.2015

Stärkerer Business-Fokus bei den IT-Services durch rollenbasiertes Prozessmodell

Zunehmend setzt sich in den IT-Organisationen die Position des Business Service Managers für die Betreuung der Geschäftsbereiche durch. Dies geht mit entscheidenden Veränderungen in den Verantwortlichkeiten einher, da er in seiner koordinierenden ...
denkfabrik groupcom GmbH | 30.06.2015

Kundenportal für die Müllentsorgung in Düsseldorf erhält Sicherheits- und Qualitätszertifizierung

Über das Kundenportal der AWISTA Gesellschaft für Abfallwirtschaft und Stadtreinigung mbH für die Abfallentsorgung in Düsseldorf stehen den Immobilien-verantwortlichen vielfältige Selfservices zur Verfügung, die über PCs oder mobile Endgeräte...
denkfabrik groupcom GmbH | 30.06.2015

Doppelte E-Commerce-Chance für Großhändler

Zwar haben sich Großhändler in ihrer klassischen Funktion typischerweise zwischen den Lieferanten und dem Einzelhandel positioniert. Eine Doppelstrategie im E-Commerce eröffnet ihnen aber die Möglichkeit, auch die Endkunden unmittelbar zu adressi...