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GEN Deutschland GmbH |

Unbundling-Fitness deutscher Energieversorger zeigt deutliche Lücken

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Viele Hoffnungen auf Freistellung gesetzt – Rettungsanker de minimis-Regelung – Controlling-Systeme am weitesten – IT-Systeme noch ungenügend vorbereitet – Signifikantes Potenzial im Process-Reengineering – Unbundling unangenehme Verpflichtung

Die deutschen Energieversorger weisen hinsichtlich ihrer Unbundling-Fitness massive Lücken auf. Zum einen herrscht über die eigene Verpflichtung zur Entflechtung von Netz und Energiebetrieb bei vielen Unklarheit, zum anderen sind von den Unternehmen, die davon ausgehen, dass sie mit Sicherheit vom Unbundling betroffen sind, systemseitig erst die wenigsten vollständig vorbereitet. Zu diesem Urteil kommt ein breit angelegter Branchencheck des auf den Energieversorgungsmarkt spezialisierten Strategie- und Prozessberatungsunternehmens GEN Deutschland GmbH, der im Umfeld der führenden Branchenmesse E-World energy & water bundesweit durchgeführt wurde.

Fast ein Drittel der befragten Organisationen gehen davon aus, dass sie von der Verpflichtung zum „Legal Unbundling“ freigestellt werden. 82 Prozent dieser Unternehmen setzen dabei auf den Rettungsanker „De-minimis-Regel“, die auf Unternehmen mit weniger als 100.000 angeschlossenen Kunden pro Sparte zutreffen kann. Rund 9 Prozent halten die eigene Unternehmensgröße als zu gering, während der Rest entweder schon die Bestätigung durch das Wirtschaftsministerium erhalten hat, über keinen eigenen Netzbetrieb verfügt oder die Beteiligung eines anderen Unternehmens als nicht bestimmend betrachtet. Gerade Zusatzrechte von Minderheitsgesellschaftern können jedoch die Hoffnung auf eine Freistellung zunichte machen. Grundsätzlich sind alle vertikal integrierten Unternehmen von den gesetzlichen Richtlinien zum Legal Unbundling betroffen, also auch diejenigen Versorger, die mindestens eine der Funktionen „Übertragung oder Verteilung“ und mindestens eine der Funktionen „Erzeugung oder Versorgung“ wahrnehmen. „Wir gehen nach eingehender Betrachtung der Umfragergebnisse davon aus, dass bei verschiedenen Versorgern unter Umständen eine Fehleinschätzung bezüglich ihrer gesetzlichen Verpflichtung besteht, in naher Zukunft strukturelle Veränderungen vornehmen zu müssen“, beschreibt Annett Krause, Geschäftsführerin der GEN Deutschland GmbH, Tochtergesellschaft der niederländischen GEN Group BV, das herrschende Bild und verweist mit Blick auf die Gesellschafterstrukturen darauf, „im Zweifelsfall sind die Stadtwerke gut beraten, die Einzelheiten ihrer Gesellschaftsverträge genau zu überprüfen.“

Rund 80 Prozent der Versorger, die sich mit der Entflechtung auseinandersetzen müssen, gehen davon aus, dass ihre Controllingsysteme derzeit alle oder die meisten Anforderungen der Regulierungsbehörden bezüglich Transparenz und Detailliertheit erfüllen. Hinsichtlich der Vorbereitung der IT-Systeme auf die Trennung der Unternehmensteile sehen sich die wenigsten jedoch umfassend vorbereitet. „Lediglich 25 Prozent dieser Versorger sind IT-seitig vollständig auf die Trennung der Unternehmensteile vorbereitet“, konkretisiert Branchenexpertin Krause, die insgesamt ein enormes Potenzial im Process-Reengineering feststellt: „Vielen Unternehmen ist es im Grunde noch gar nicht klar, ob oder wie gut die eigenen IT-Systeme und Prozesse auf eine organisatorische Trennung vorbereitet sind. Andere geben an, nur zum Teil die notwendigen Vorbereitungen getroffen zu haben“.

Bei der Umfrage hinsichtlich der Branchen-Fitness in Sachen Unbundling kristallisierte sich auch deutlich heraus, dass einige Versorger die neue Realität des „Legal Unbundling“ nach wie vor als unangenehme Verpflichtung ansehen, anstatt im veränderten Strom- und Gasmarkt neue Visionen und Strategien zu entwickeln, die zu tragfähigen und nachhaltigen Vorteilen auf einem durch immer schärferen Wettbewerb gekennzeichneten Terrain führen können.


Über GEN Group BV
Die GEN Group BV ist ein auf Prozess-, IT- und Strategieberatung spezialisiertes Beratungsunternehmen. Aufgrund seiner Fokussierung auf den Energieversorgungsmarkt hat GEN umfassende Expertise in diesem Bereich und kennt die Erfordernisse der Strom- sowie Gasversorger. Auf der Grundlage ihres tief greifenden Marktverständnisses berät GEN seine Kunden, entwickelt Softwarelösungen, bietet strategische Marktbeobachtung, Prozessdesign sowie Implementierung auf transparente Betriebsführung zugeschnittener Systeme an.

Die GEN Group BV besteht aus drei Bereichen: GEN Business Services, die Sparte für Know-how und Beratung, GEN Software Solutions, die eigene und Fremd-Software entwickelt und pflegt. Und schließlich GEN Technology Services, der Bereich, der mit kundenspezifischer Implementierung eine Brücke zwischen Know-how und Systemen schlägt.

Das Unternehmen wurde 1997 in den Niederlanden gegründet. Heute beschäftigt es über 50 Mitarbeiter und expandiert auch auf internationaler Ebene. GEN Deutschland GmbH ist die deutsche Tochtergesellschaft mit Sitz in Frankfurt am Main. Weitere Informationen über GEN Group BV finden Sie unter www.gengroup.com.


Unternehmenskontakt
GEN Deutschland GmbH
Dipl. – Kffr. Annett Krause
Geschäftsführerin
Senckenberganlage 10-12
D-60325 Frankfurt am Main
Telefon: +49 (0) 69-34 00 29 19
Telefax: +49 (0) 69-34 00 29 17
E-Mail: annett.krause@gengroup.com
www.gengroup.com


Pressekontakt
HFN Kommunikation GmbH
Helmut F. Nollert / Jochen Rössner
Hanauer Landstraße 161-173
D-60314 Frankfurt am Main
Telefon: +49 (0) 69-92 31 86-0
Telefax: +49 (0) 69-92 31 86-22
E-Mail: gengroup@hfn.de
www.hfn.de




Web: http://www.gengroup.com


Für den Inhalt der Pressemitteilung ist der Einsteller, Jochen Rössner, verantwortlich.

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