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Zweites Baby von HIV befreit

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Schon einmal Baby von HIV-Virus befreit



Vor ziemlich genau einem Jahr machten Wissenschaftler der Johns Hopkins University in Baltimore nationale Schlagzeilen, weil sie ein Kind von einer HIV positiven Mutter aus Mississippi vom HIV-Virus befreit haben. Damals wurde mit der Behandlung des Babys angefangen bevor dieses 30 Stunden alt war. Es war das erste Mal, dass ein Kind von HIV „geheilt“ wurde. Inzwischen ist es 3,5 Jahre alt und immer noch frei von dem Virus, obwohl es innerhalb der letzten 2 Jahre keine Behandlung gegeben hat. Das Kind war der zweite Mensch überhaupt der vom HIV-Virus geheilt wurde. Der erste Mensch war ein Erwachsener, welcher durch eine Stammzellen-Transplantation geheilt werden konnte. Damals verfügten die implantierten Stammzellen allerdings über eine seltene Mutation, die nicht reproduziert werden kann.

Zweites Baby „geheilt“



Am Mittwoch, den 5. März haben wurde bekannt gegeben, dass sie ein weiteres infiziertes Baby vom HIV-Virus befreit haben. Dieses Kind wurde letzten April in Los Angeles geboren. Die Mutter hatte Aids im fortgeschrittenen Stadium und hatte ihre Medikamente nicht eingenommen. Dank einer aggressiven Behandlung, welche bereits vier Stunden nach der Geburt begonnen hatte, war das HIV-Virus bereits nach 11 Tagen nicht mehr nachweisbar. In der Regel nutzen Ärzte diese Art einer aggressiven Behandlung nicht, bis sie sicher sind, dass das Kind infiziert ist, erklärt die New York Times. Audra Deveikis von der Miller Kinderklinik erklärt, dass sich natürlich Angst gehabt habe, aber die Krankheit der Mutter musste das Riksiko der Übertragung gegen die Toxizität der Medikamente abgewogen werden. Deborah Persaud, Kinderärztin an der John Hopkins University ,erklärt , dass die Zeichen der Babys andere sind, als bei Personen, bei denen die Infektion lediglich durch Medikamente unterdrückt wird. Aber auch wenn, laut Test des Kindes, der Virus komplett "entfernt" wurde, erhält es immer noch eine Kombination aus 3 Medikamenten. Demnach seinen Begriffe wie "geheilt" nicht angebracht. Von einer "funktionellen Heilung" kann erst gesprochen werden, wenn keine erneute Virenvermehrung nach Absetzen der Medikamente stattfindet. Erst wenn das Kind zwei Jahre alt ist, soll über ein Ende der Behandlung entschieden werden.

Viele Betroffene, aber allmähliche Hilfe



Rund 34 Millionen Menschen waren Ende 2011 weltweit mit HIV infiziert, rund zwei Drittel davon in Schwarzafrika. 2,5 Millionen Menschen haben sich 2011 neu mit dem Erreger angesteckt und 1,7 Millionen Menschen starben an der Folge von Aids, darunter ca. 230.000 Kinder. Impfungen gibt es keine. Rund zehn Millionen Betroffene erhielten Ende 2012 wirksame Medikamente, die meisten darunter leben jedoch in der westlichen Welt. Für diese Personen bedeutet HIV kein Todesurteil mehr, jedoch reduziert sich die durchschnittliche Lebenserwartung um zwei bis vier Jahre. Neue Hoffnung bringt ein neu entwickelter Vaginalring (TDF-IVR), der den Wirkstoff Tenovir abgibt. Dieser wird in die Scheide der Frau eingeführt und soll bewirken, dass auch bei ungeschütztem Geschlechtsverkehr die HIV-Infektion nicht stattfindet. Hoffnung geben hier Tierversuche an Primaten, bei denen die Wirksamkeit 100% betrug, während bei der Kontrollgruppe (ohne Tenovir) 11 von 12 Tieren erkrankten.

Weitere Informationen hier:
http://www.portalderwirtschaft.de/pressemitteilung/207483/hiv-der-grosse-durchbruch.html


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