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Kunststoffring schützt vor HIV - TDF-IVR

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Kunststoffring schützt vor HIV


Ein neues Verhütungsmittel soll einen Monat lang vor HIV und Schwangerschaft schützen. Dazu wird ein Ring in die Vagina eingeführt welcher beim Geschlechtsverkehr bestimmte Sekrete abgibt und sogar vor Herpes schützt. Bei Affen gab es schon erfolgreiche Tests.

Vaginalring schützt vor HIV und Schwangerschaft



Das neue Verhütungsmittel bietet zwar keinen so großen Schutz gegen das breite Spektrum der sexuell übertragbaren Infektionen wie das Kondom, seine Wirksamkeit bleibt dafür aber für 3 Monate erhalten. Der Ring mit einem Durchmesser von 4 cm wird in die Vagina eingesetzt und gibt den Stoff Tenofovir ab, ein Antiretroviral, welches den HIV-Virus und Herpes abtötet. Der Vaginalring besteht aus einem speziellen Elastometer, welches unter Feuchtigkeitseinwirkung anschwillt. Das hat zur Folge, dass der Ring (TDF-IVR) bei einer feuchten Scheide ein Vielfaches des Wirkstoffes Tenofovir abgibt. Nur alle 30 Tage muss der Ring gewechselt werden. Entwickelt wurde er von einer Forschergruppe unter Führung des US-amerikanischen Centers for Disease Control und Prevention. Falls sich der Vaginalring(TDF-IVR) auch beim Menschen als zuverlässig und sicher erweisen sollte, wäre das vor allem für Menschen aus den Entwicklungsländern eine gute Nachricht. Dort ist die Infektionsrate mit HIV am höchsten, da Kondome dort kaum akzeptiert werden. Mit dem Anbieten eines solchen Vaginalrings, der nur alle 30 Tage ausgetauscht werden muss, wird darauf gehofft, dass viele Menschen diesen verwenden, da der Anwendungsaufwand gering ist. Frauen sollen dazu motiviert werden diesen Ring zu nutzen. Er wird vermutlich in erster Linie der Empfängnisverhütung dienen (wenn Levonorgestrel zugesetzt wird) , Frauen können aber auch vom Schutz vor sexuell übertragbaren Krankheiten profitieren.

Erster Test an Affen erzielte 100 prozentigen Schutz



In einer Studie die mit Affen durchgeführt wurde, bot der Ring einen vollständigen Schutz vor den Infektion mit einem HIV-ähnlichen Virus. Über einen Zeitraum von 16 Wochen wurden die weiblichen Affen bis zu 50 Mal mit infektiösen Mengen des Virus infiziert. Jedoch erkrankte keines der Tiere.

Tenofovir, Levonorgestrel, Antiretroviral - Wofür stehen diese Begriffe?



Tenofovir



Der Begriff Tenofovir ist die Bezeichnung für ein Virostatikum (ein Stoff, der die Vermerhung von Viren hemmt), welches als Arzneistoff in der Behandlung gegen Aids und Hepatitis B benutzt wird. Zugelassen wurde dieser Stoff 2001 in den USA und 2002 in der EU in Form einer Filmtablette zur Behandlung von HIV. Es muss jedoch stets in Verbindung mit anderen Arzneimitteln eingenommen werden. Einer Studie aus dem letzten Jahr zufolge kann durch die prophylaktische Anwendung von Tenofovir die Gefahr sich bei Drogensüchtigen mit HIV anzustecken um bis zu 74% verringert werden. Daraus lassen sich Annahmen bezüglich des Vaginalringes (TDF-IVR) ableiten. Tierversuche führten hier zu einer Wirksamkeit von 100%.

Levonorgestrel



Levonorgestrel ist ein synthetisches Gestagen der 2. Generation. Dieses wird zur hormonellen Empfängnisverhütung genutzt. 1966 wurde der Stoff auf den Markt gebracht. Abhängig ist die Wirkung des Levonorgestrels von der Dosis und dem Zeitpunkt der Einnahme im Bezug auf den weiblichen Menstruationszyklus. Außerdem wird durch Levonorgestrel das Sektret des Gebärmutterhalses zäher. Dadurch können Spermien die Gebärmutter nicht, oder nur sehr vereinzelt erreichen. Auch die "Pille danach" basiert auf Levonorgestrel.


Antiretroviral



Ein Antiretroviral ist ein Wirkstoff gegen Retroviren bzw. Retroviridae. Das sind Viren, welche die Fähigkeit zum Einbau ihres Genoms in das Genom der Wirtszelle besitzen. Das "Genom" ist die Gesamtheit aller Gene, die in einem vollständigen Chromosomensatz, beziehungsweise bei Bakterien im Chromosom und bei Viren in der Nukleinsäure enthalten sind.


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