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Qwant – Eine neue Alternative zu Google ?

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Eine Firma aus Frankreich bringt einen neue Suchmaschine auf den deutschen Markt. Das Projekt mit dem Namen „Qwant“ setzt auf den Schutz der Privatsphäre. Optisch ähnelt Qwant der großen Suchmaschine Google, doch dass sei laut Qwant auch die einzige Gemeinsamkeit.

Qwant legt wert auf Datenschutz



Die neue Suchmaschine Qwant will Nutzer mit dem Versprechen von mehr Privatsphäre und einem anderen Konzept als beispielsweise Google anlocken. Das Logo von Qwant ähnelt stark der großen Suchmaschine Google. Doch laut Qwant soll die Gemeinsamkeit an dieser Stelle bereits aufhören. Qwant Mitgründer „Eric Léandri“ erklärte bei der Vorstellung des Unternehmens in Berlin, dass keine persönlichen Daten gesammelt werden. Des Weiteren hieß es, dass Qwant lediglich einen Cookie für die jeweilige Sitzung setze, Informationen zum Nutzerverhalten werden aber nicht dauerhaft gespeichert. Schon Anfang 2013 ging die Suchmaschine in Frankreich online. 600 Millionen Suchanfragen wurden innerhalb eines Jahres bereits verzeichnet. Dies ist jedoch im Vergleich zu Google (100 Milliarden Anfragen pro Monat) nicht viel. Das Ziel von Qwant sei es jedoch nicht gegen Google anzutreten. Es solle lediglich eine europäische Suchmaschine aufgebaut werden. Bis zum Jahresende soll Qwant nach Brasilien und in weitere europäische Länder expandieren. Bisher läuft die Suche schon auf 15 verschiedenen Sprachen. Das Unternehmen hat mittlerweile 25 Mitarbeiter.

Großer Unterschied in der Darstellung der Suchergebnisse



Die Darstellung der Suchergebnisse sieht deutlich anderes aus als beispielsweise bei der Konkurrenz Google. Die Ergebnisse werden in mehrere Spalten aufgeteilt. In diesen Spalten sind Informationen von Nachrichtenseiten, aus Wikipedia oder zum Beispiel aus Facebook gespeichert. Außerdem soll Qwant durch semantische Algorithmen auch unbekannte aber inhaltlich wichtige Blogs aufspüren können. Das Besondere bei den Suchergebnissen ist, dass diese für alle Nutzer gleich sind also nicht von Faktoren wie zum Beispiel dem Ort des Suchenden abhängig sind. Dies ist bei Google oder Yahoo nicht der Fall. Außerdem hat der Nutzer die Möglichkeit, sein Suchergebnis auf einem Notizzettel zu speichern. Diesem Notizzettel kann dann ein Titel gegeben werden und dann steht er der Gemeinschaft der registrierten Qwant-Nutzer zur Verfügung.

Keine Werbung, Finanzierung durch Verkauf von Software und mit Links



Rund 3,5 Millionen Euro von Investoren hat die Suchmaschine bisher eingesammelt, so Mitgründer Jean Manuel Rozan. Geld verdient wird mit dem Verkauf von Software an Firmen und mit Links zu Internetshops die dazu führen, dass ein Nutzer etwas kauft. Werbung in den Suchergebnissen soll es bei Qwant keine geben. Laut Rozan hat das Unternehmen im vergangenen Jahr einen Umsatz von 5 Millionen Euro verzeichnet. Langsam nähere man sich dem Punkt, an dem die Suchmaschine profitabel arbeite.

Keine Benutzerorientierte Suche möglich



Es gibt jedoch auch Kritik an der Methode von Qwant. Das anonyme Suchen kann nämlich in der Praxis sehr unpraktisch sein. Da die Suchmaschine ihren Nutzer nicht kennt, kann sie die Suchen nicht auf Basis von Präferenzen anpassen um so relevantere Ergebnisse zu liefern. Bei Google zum Beispiel, erhält der Suchende immer die relevanten Informationen. Gibt er zum Beispiel „Restaurant“ ein, so werden die Restaurants in seiner Umgebung angezeigt. Dies ist mit der Suchmaschine Qwant nicht möglich.

Qwant in Zahlen



Momentan werden auf Qwant laut Angaben der Firma von 8,8 Millionen Besuchern täglich 507 Millionen Anfragen gestellt. Fast zwei Drittel der Nutzer kommen wieder. Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer liegt bei über 5 Minuten. Noch entfallen rund 65 Prozent des Verkehrs auf Frankreich. Laut Mitgründer Eric Leandri verzeichne die Seite mehr Traffic als andere bekannte um Datenschutz bemühte Suchmaschinen wie zum Beispiel DuckDuckGo.



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