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Raubkopien steigern den Umsatz

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Technology Review über Film-Piraterie


Aus Angst vor leeren Kinosälen und Produzentenkassen klagt die Filmindustrie gern über riesige Einnahmeverluste durch Raubkopien. Doch in Wahrheit steigert das File-Sharing die Umsätze Hollywoods, berichtet das Magazin Technology Review in seiner aktuellen...

Hannover, 27.03.2014 - Aus Angst vor leeren Kinosälen und Produzentenkassen klagt die Filmindustrie gern über riesige Einnahmeverluste durch Raubkopien. Doch in Wahrheit steigert das File-Sharing die Umsätze Hollywoods, berichtet das Magazin Technology Review in seiner aktuellen Ausgabe 4/2014.

Illegale Tauschbörsen seien der Untergang der Filmindustrie, klagen die Studios. Sie begannen, die entsprechenden Seiten im Internet stilllegen zu lassen und deren Nutzer zu verklagen. Hinter den Kulissen allerdings zeigt sich: Online-Piraterie hat die Filmindustrie keineswegs ruiniert, denn als Leihbibliothek, virale Werbeplattform und Markterweiterungswerkzeug vergrößern die Download-Seiten den Markt. "Viele Show-Produzenten und Führungskräfte, die ich kenne, laden nicht nur selbst ständig Sachen illegal herunter. Im privaten Gespräch räumen sie auch ein, dass Raubkopien gut für die Branche sind - eine tolle Art zu werben und unverzichtbar, um ein beständiges Publikum aufzubauen", so die US-amerikanische Drehbuchautorin Julie Bush gegenüber Technology Review.

Die Zahlen bestätigen die Behauptung: 2012 war trotz Raubkopien für Hollywood das beste Jahr seiner Geschichte - zumindest in den USA. Die Branche erzielte dort rund 10,8 Milliarden Dollar an Ticketverkäufen, die Zuschauerzahlen stiegen gegenüber 2011 um sechs Prozent.

Dass Verluste durch illegale Kopien mit höheren DVD-Verkäufen und Abonnements ausgeglichen werden, hat auch der Bezahlsender HBO gemerkt. So könnte HBO Log-ins auf jeweils eine IP-Adresse beschränken, tut dies aber nicht und nimmt so die Passwortweitergabe an Freunde hin.

Auch die Geschichte der Filmindustrie legt diesen Schluss nahe. Was heute für die Studios das Filesharing ist, waren früher die Videorecorder, später die DVDs. Dabei lieferten beispielsweise DVDs zu ihren Hochzeiten die Hälfte der Gesamtgewinne der Studios. Das Heimvideo, gestand schon vor Jahren Barry London, einst hochrangiger Manager bei Paramount Pictures, führe Leute, die nicht mehr ins Kino gingen, wieder an Filme heran.


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