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Telematik – wohin geht die Reise?

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Experten diskutierten auf der IAA bei Navigation Technologies


Die Telematik steckt noch in den Kinderschuhen, doch bereits heute werden die entscheidenden Weichen für die weitere Entwicklung gestellt. Dies ist das Fazit der Podiumsdiskussion „the role of geodata in future driving“ am Stand von Navigation Technologies auf der IAA. Die eineinhalbstündige Talkrunde befasste sich mit den technischen Möglichkeiten wie den bereits existierenden Parkleitsystemen und Verkehrsbeeinflussungsanlagen sowie den Zukunft der Sensortechnik (unter anderem Floating Car Data). Die gesamte Technologie wurde dabei von mehreren Seiten kritisch betrachtet.

Es diskutierten Sabine Tusk, Bundesministerium für Verkehr, Dr. Roland Nolte, Institut für Zukunftsstudien und Technologiebewertung (IZT), Alfred Fuhr, AvD-Institut für Verkehrssoziologie und Martin Rowell, Vice President Industry Relations Europe bei Navigation Technologies unter der Leitung von Tim Cole. In der Expertenrunde wurde deutlich, dass technisch vieles machbar ist, aber die letzte Entscheidung liegt beim Verbraucher.

Technik muss Akzeptanz schaffen

„Diese Messe zeigt viele Visionen und Projektionen, aber die Technik muss aus ihrem Mythos herauskommen und beim Verbraucher erst einmal eine Akzeptanz schaffen“, resümiert Alfred Fuhr vom AvD. Nach seiner Auffassung akzeptieren viele Autofahrer die verschiedenen Telematikdienste wie Autobahnzählsysteme. Allerdings sei ihnen nicht bewusst was genau dahintersteckt. „Welche Daten nun wirklich von den Zählgeräten erfasst werden, weiß keiner und was in Zukunft noch möglich ist, noch weniger“, gibt Fuhr zu bedenken, räumt allerdings ein, dass „natürlich keiner mehr zu den faltbaren Straßenkarten zurück will, aber die Telematik darf auf keinen Fall ein ordnungspolitisches Instrument werden.“

Machbar ist alles

Im Gegensatz zu Fuhr sieht Dr. Roland Nolte vom IZT in der Telematik ein großes Lösungspotential: „Es ist alles machbar. Aber die Entscheidung was passiert, fällt nicht nur aufgrund ökonomischer Fakten sondern ist auch ein gesellschaftlicher Prozess. Doch derzeit werden Technologien vorgedacht, die eigentlich nicht richtig steuerbar sind.“ Er kritisiert die derzeit schlechte Umwelteffizienz von Automobilen. „Die Fremdsteuerung wird derzeit weiter erforscht“, sagt Nolte und warnt davor, die Forschung sich selbst zu überlassen. Sobald der erste Unfall aufgrund dieser Fremdführung passiere, sei das Projekt Geschichte.

Kein Systemzwang für den Verbraucher

Eine Vorgabe einer bestimmten Technologie werde es nach Auffassung von Sabine Tusk vom Bundesministerium für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen nicht geben. „Es besteht keine Möglichkeit, ein technisches System dem Verbraucher aufzuzwingen.“ Maßgeblich sei die sichere Unterstützung des Fahrers bei seiner Fahraufgabe. Des weiteren entscheide der Verbraucher als mündiger Bürger selbst, was er von dem auf dem Markt angebotenen Systemen in seinem Auto haben möchte. Auch müsse der Kraftfahrer eigenverantwortlich entscheiden können, ob er ein System ein oder ausschalten will. Eine Zwangsbremse für Autofahrer lehne das Bundesverkehrsministerium ab. Im übrigen werfe die Übernahme der Fahraufgabe durch technische Systeme die Frage nach Haftung und Garantie bei einer etwaigen Fehlfunktion auf.

Das Auto von morgen

Auch Martin Rowell, der auch Sprecher von ERTICO, der europäischen ITS-Organisation (Intelligent Transport Systems), ist, weiß um die Problematik: „Derzeit arbeitet Navigation Technologies an noch genaueren Geodaten, damit verschiedene Fahrer-Assistenz-Systeme realisiert werden. Aber der Fahrer muss immer in Kontrolle bleiben und darf deswegen nicht einschlafen“. Sein Wunschtraum ist eine Datenbank, die sich ständig mit neuen Fahrzeuginformationen aktualisiert und diese weitergibt: „Derzeit testet die Automobilbranche den Einsatz von Fahrzeugen, die während sie sich im Verkehr befinden, Daten wie einen neuen Kreisel oder auch Nebel registrieren und sowohl an eine Verkehrsleitzentrale als auch an den nächstfolgenden Wagen weitergeben.“ Dies klinge zwar utopisch, sei aber machbar. Alle Beteiligten waren sich einig, dass der Wagen der Zukunft nur dann die zahlreichen Technologien nutzen wird, wenn der Kundennutzen transparent kommuniziert wird.

Die Kunden und Partner

Industrie-Partner wie zum Beispiel Alpine, Becker, Bosch/Blaupunkt, Clarion, Grundig, Mannesmann VDO, Panasonic, Pioneer, oder Siemens fertigen die Endgeräte für den Betrieb der digitalen Datenbanken. Fahrzeughersteller wie etwa Audi, BMW, Citroën, DaimlerChrysler, Ford, Honda, Jaguar, Opel, Peugeot, Renault, Saab, oder Volvo bestücken ihre Navigationssysteme ab Werk serienmäßig mit der digitalen Datenbank NAVTECH. Darüber hinaus beliefert das Unternehmen die Anbieter aller nordamerikanischen und fast aller europäischen Internetkarten, Mobilfunkanbieter und Reiseplaner für Verbraucher mit NAVSTREETS. Hierzu zählen beispielsweise AOL/MapQuest, DDS, IntelliWhere, Mappy, Microsoft Expedia, Nokia, PTV, Vicinity, Vodafone-Passo oder Webraska.

Navigation Technologies

Navigation Technologies erstellt digitale Geodaten, die weltweit Navigation und Location-based Services unterstützen. Das private Unternehmen wurde 1985 gegründet. Der Firmensitz ist in Chicago, IIllinois. Navigation Technologies beschäftigt circa 1.300 Mitarbeiter und verfügt über 100 Feldbüros in 18 Ländern. Davon sind etwa 400 Mitarbeiter in Europa beschäftigt und 110 in 9 Büros in Deutschland. Weitere Informationen finden sich im Internet unter http://www.navtech.com.


Für den Inhalt der Pressemitteilung ist der Einsteller, Angelika Pfahler, verantwortlich.

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