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Coface Deutschland |

Coface Deutschland über der 300 Millionen-Schwelle

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Geschäft mit Kreditversicherung, Factoring, Inkasso und Rating wächst


Mainz. Coface Deutschland hat erstmals die Umsatzschwelle von 300 Millionen Euro überschritten. Wie der Kreditversicherer und Anbieter von Lösungen im Forderungsmanagement mitteilt, betrug der Umsatz der vier operativen Gesellschaften 2005 zusammen 310,5 Millionen Euro. Das ist eine Steigerung um 3,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr (299,5 Mio.). Stärkstes Standbein ist die Kreditversicherung. Coface Kredit erzielte mit 264,6 Millionen Euro 1,5 Prozent mehr Umsatz als 2004 (260,7 Mio.). Stärkere Wachstumsraten verbuchten Coface Finanz mit Factoring, Coface Debitoren mit Inkasso und Coface Rating mit Bonitätsinformationen. Das Factoringgeschäft stieg um 16,5 Prozent von 32,0 auf 37,2 Millionen Euro. Ein Plus von 14,4 Prozent verzeichnete Inkasso auf 6,5 Millionen Euro (5,6 Mio.). Coface Rating verdoppelte annähernd den Umsatz mit Unternehmensbewertungen (@rating] von 1,2 auf 2,3 Millionen Euro.
Mit der Umsatzentwicklung zeigt sich Benoît Claire zufrieden. Der Vorstandsvorsitzende sagte bei der Bilanzpressekonferenz, dass sich Coface Deutschland immer stärker im internationalen Geschäft etabliere. Nicht nur in der Kreditversicherung wachse der Anteil des Auslandsgeschäfts stetig. Durch die Integration in die weltweit aufgestellte Coface-Gruppe könne Coface Deutschland Unternehmen vielfältige Lösungen gerade im internationalen Forderungsmanagement bieten. Dazu zählten Exportfactoring, bei dem Coface Finanz Marktführer in Deutschland ist, Auslandsinkasso, bei dem Coface Debitoren einer der wenigen Anbieter mit dem notwendigen Know-how und Netzwerk ist, und Coface Rating mit Bonitätsinformationen zu weltweit rund 45 Millionen Unternehmen. "Wir decken mit unseren Geschäftsfeldern die gesamte Wertschöpfungskette im Forderungsmanagement ab, national und international", sagte Benoît Claire.
Die Finanzkraft von Coface Deutschland bezeichnete der Vorstandschef als ausgezeichnet, wenngleich ein unkritischer Blick auf die Gewinnsituation etwas anderes vermitteln könnte. Nach der HGB-Bilanzierung sank der Gewinn von 12,4 Millionen Euro auf 1,6 Millionen. Ursache seien die sehr hohen Zuführungen zur Schwankungsrückstellung bei Coface Kredit. Diese vorgeschriebenen Rückstellungen wurden nötig, weil die Schadenquoten zuletzt sehr niedrig waren und ein Versicherer dann höhere Rückstellungen für eventuell wieder steigende Schäden bilden muss. Auf rund 54 Millionen Euro bezifferte Claire diese Zuführung. "Das Geld bleibt in unseren Büchern", erläuterte Claire, weshalb Coface Kredit nach 9,0 Millionen Euro im Vorjahr nun beim Gewinn ein Minus von 9,1 Millionen ausweisen musste. Bei der Bilanzierung nach IFRS, die von der Muttergesellschaft in Frankreich angewendet wird, sieht die Ertragslage ganz anders aus. Da dort Zuführungen zur Schwankungsrückstellung nicht ausgewiesen werden, verbuchte Coface Kredit einen Gewinn von 58,1 Millionen Euro, fast 45 Prozent mehr als im Vorjahr (40,1 Mio.). Das Gesamtergebnis von Coface Deutschland beträgt dann 68,8 Millionen Euro nach 47,9 Millionen im Vorjahr (plus 43,6 Prozent).
In der Kreditversicherung setzt Coface Deutschland weiter verstärkt auf das Ausfuhrgeschäft. Dies drückt sich auch in der Prämienentwicklung und im Deckungsvolumen aus. So wurde der Anteil der Ausfuhrkreditversicherung (AKV) an den Prämieneinnahmen auf über ein Drittel gesteigert. Wie Vorstandsmitglied Norbert Langenbach sagte, stiegen die AKV-Prämien um 6,6 Prozent von 65,1 Millionen auf 69,4 Millionen Euro. Mit der inländischen Warenkreditversicherung (WKV) wurden 121,8 Millionen Euro Prämien eingenommen, 3,1 Prozent weniger als im Jahr zuvor. „Die Forcierung der AKV ist strategisch gewollt“, sagte Langenbach, wenngleich der Umsatz in der WKV etwas hinter den Erwartungen zurück geblieben sei. Allerdings spiegele sich hier auch die deutsche Wirtschaft wider, die stark vom Export getragen wird. „Wir sind den Weg einer selektiveren Angebots- und vorsichtigeren Zeichnungspolitik konsequent weiter gegangen“, sagte Langenbach. So sei es gelungen, die im Vorjahr schon niedrige Schadenquote in der Kreditversicherung mit 43 Prozent konstant zu halten. Dabei seien aber weder Zeichnungsquoten noch Deckungssummen reduziert worden. Im Gegenteil: Im Inland habe Coface Kredit 77 Prozent der von Kunden angefragten Limite übernommen, nach 70 Prozent im Vorjahr. In der Exportabsicherung lag die Quote bei 71,2 Prozent (67 Prozent). Das Deckungsvolumen der WKV betrug 35,8 Milliarden Euro (33,6 Mrd.), das der AKV 40,7 Milliarden Euro (34,9 Mrd.).
Weiter stark auf Wachstumskurs ist Coface Finanz. Sie ist, wie Geschäftsführer Franz Michel sagte, in Deutschland die Nummer zwei auf dem Factoringmarkt, beim Exportfactoring Marktführer. „Internationale Factoringkonzepte werden stark nachgefragt“, sieht Franz Michel weiter großes Potenzial. Die Erträge bezifferte Michel für 2005 auf 37,2 Millionen Euro (2004: 32,0 Mio. Euro), das Factoringvolumen, die Summe der angekauften Forderungen, auf 9,9 Milliarden Euro (7,4 Mrd.) und das Ergebnis, das an die Holding abgeführt wurde, auf 12,6 Millionen Euro (11,0 Mio.). Mit Factoring, das sich nach Erkenntnissen von Coface Finanz immer stärker bei risikotechnisch gut bewerteten und großen Unternehmen etabliert, habe sich Coface Deutschland neben der Risikoabsicherung durch die Kreditversicherung im Bereich der Unternehmensfinanzierung ein weiteres Standbein geschaffen, sagte Benoît Claire. Es werde konsequent weiter entwickelt. Das gelte auch für Inkasso und Bonitätsinformationen, deren Ergebnisbeitrag indes noch vergleichsweise gering sei. Coface Debitoren verbuchte 0,6 Millionen Euro Gewinn nach 0,3 Millionen 2004; Coface Rating schrieb erneut eine Schwarze Null.

Web: http://www.coface.de


Für den Inhalt der Pressemitteilung ist der Einsteller, Erich Hieronimus, verantwortlich.

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