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Deutschlands Zukunft heißt Wachstumsschwäche und Arbeitslosigkeit

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Schweizer Wirtschaftsforschungsinstitut über die Aussichten bis 2030


Bonn/Düsseldorf – Deutschlands Perspektiven bis zum Jahr 2030 sind düster. Das Wachstum bleibt schwach, die Arbeitslosigkeit hoch. Diese Vorhersage trifft zumindest das Schweizer Wirtschaftsforschungsinstitut Prognos http://www.prognos.ch, dessen Studie „Prognos Deutschland Report 2030“ dem Düsseldorfer Handelsblatt http://www.handelsblatt.de exklusiv vorliegt. Im Jahr 2030 dürfte die Zahl der Arbeitslosen noch immer bei über zwei Millionen liegen. Mehr als ein mageres Wachstum von 1,4 Prozent pro Jahr sei langfristig nicht drin. Das reale Pro-Kopf-Einkommen werde bis 2030 zwar insgesamt um mehr als 40 Prozent steigen. Doch Wachstumsraten wie in den siebziger Jahren seien auch in ferner Zukunft nicht mehr zu erreichen.

Laut Angaben des Handelsblattes äußern sich andere Experten noch deutlich verhaltener als die Baseler Ökonomen, deren Langzeitprognose auf einem komplexen makroökonomischen Wachstumsmodell fußt. „Ich sehe angesichts der demographischen und der sonstigen Probleme des Landes nicht, dass das Trendwachstum bis 2030 wesentlich über einem Prozent liegen könnte“, sagte Hans-Werner Sinn, Chef des Münchner Ifo-Instituts für Wirtschaftsforschung http://www.cesifo.de. Und Thomas Straubhaar, Präsident des Hamburgischen Welt-Wirtschafts-Archivs http://www.hwwa.de, fürchtet sogar, dass es bei einem Ausbleiben weiterer Reformen zu einem „jobless growth“ kommen könne – einer Konjunkturerholung ohne viele neue Vollzeitjobs.

Langfristig werde die Arbeitslosigkeit nicht wegen der wirtschaftlichen Dynamik, sondern nur wegen des demographischen Wandels zurückgehen, betonte Prognos-Geschäftsführer Christian Böllhoff. Außerdem prognostiziert sein Institut einen dramatischen Anstieg der Beitragssätze zur Renten-, Kranken- und Pflegeversicherung. Auch wenn langfristige Prognosen immer mit Fragezeichen versehen werden müssen, dürfte über den weiteren Reformbedarf des Landes kein Zweifel bestehen. „Die Wähler warten jetzt auf schwungvolle Reformen“, schreibt Mario Ohoven, Präsident des Bundesverbandes mittelständische Wirtschaft (BVMW) http://www.bvmwonline.de, in der April-Ausgabe des Fachdienstes „Erfolg“. Zentral seien eine Reform des Gesundheitssystems und der Unternehmenssteuern. Es komme in Zukunft darauf an, die Finanzierung des Gesundheitssystems nicht mehr allein den Arbeitgebern und Arbeitnehmern zu überlassen – zumal deren Zahl sinke.

Bei der Reform der Unternehmenssteuern müsse die paradoxe Situation beendet werden, dass Deutschland zwar mit die höchsten Steuersätze, aber das geringste Steueraufkommen aufweise. „Wir brauchen ein international wettbewerbsfähiges Steuersystem, das endlich auch die Diskriminierung von Personengesellschaften aus der Welt schafft“, so der Mittelstandspräsident. Springe die Regierung zu kurz, so verspiele sie das Vertrauen der Wähler. Und die Aussichten für 2030 würden noch düsterer.


Web: http://www.ne-na.de


Für den Inhalt der Pressemitteilung ist der Einsteller, Ansgar Lange, verantwortlich.

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