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Ende der Fahnenstange erreicht? Boom bei den Emerging Markets lässt nach

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Bonn/Düsseldorf – Die Emerging Markets werden ihrem Namen anscheinend nicht mehr gerecht. Die deutsche Übersetzung lautet nämlich „aufstrebende Märkte“. In den vergangenen fünf Jahren war es eine ziemlich sichere Sache, auf Aktien oder Aktienfonds aus den Schwellenländern zu setzen. Seit 2001 hat der Schwellenländer-Index MSCI Emerging Markets seinen Wert mehr als verdoppelt. Die offizielle Definition der Weltbank besagt, dass ein Land dann als Emerging Market gilt, wenn dessen Bruttoinlandsprodukt (BPI) pro Kopf unter 10.066 US-Dollar (USD) liegt. Zu den aufstrebenden Märkten zählen Regionen in Asien, Lateinamerika und Osteuropa. Die dortigen Länder sind auf dem Weg zu einer entwickelten Marktwirtschaft und verfügen über ein kräftiges Wirtschaftswachstum. Sie haben den Absprung geschafft vom Entwicklungsland oder von einer Staatswirtschaft sozialistischer Prägung.

Bis Ende Februar schoss der MSCI um mehr als acht Prozent nach oben. Doch Anfang März brach er dann um mehr als drei Prozent ein. Anleger zogen zwischenzeitlich mehr Geld aus Emerging-Market-Fonds ab als sie investierten. Vor allem die weltweit steigenden Zinsen machen die Anleger nervös. „Wenn die Zinsen stark ansteigen, belastet das die Schwellenländer meist überproportional“, so Jörg Peisert, der sich als Geschäftsführer der Düsseldorfer Jörg Peisert und Partner Vermögensmanagement GmbH http://www.jpp-online.com auf Emerging Markets spezialisiert hat, gegenüber dem Berliner Tagesspiegel http://www.tagesspiegel.de. Peisert weist auf die Chancen hin, welche vor allem an den Börsen der südostasiatischen Schwellenländer warten: „Länder wie Thailand oder Indonesien sind in der Vergangenheit noch nicht so gut gelaufen, die haben noch Nachholbedarf.“ Und auch Russland schätzt der Vermögensberater – im Gegensatz zu einigen anderen Experten – positiv ein: „Viele Konzerne haben zum Beispiel gegenüber amerikanischen Unternehmen immer noch einen Abschlag von 40 Prozent. Da kann man noch dabeibleiben.“ Doch gute Nerven brauche man für solche Investments schon, da es immer wieder mal Phasen geben werde, in denen der Markt zehn oder 15 Prozent abgibt.

Auch andere Analysten sind der Ansicht, dass sich außer ein paar kleineren Kurskorrekturen in den Emerging Markets auch 2006 nichts ändern werde. Um sich vor unliebsamen Überraschungen zu wappnen, empfehlen sie mittlerweile ein Engagement in konservativeren Anlagen. In Asien zählt dazu beispielsweise ein Engagement in Südkorea, das wie Taiwan bereits auf dem Weg weg vom Status eines Schwellenlandes hin zu etablierten Finanzmärkten ist. In Lateinamerika setzen die Experten unisono auf Brasilien, schreibt das Handelsblatt http://www.handelsblatt.de. Das Land werde bald zu den fünf führenden Volkswirtschaften der Welt zählen. Andererseits warnen Finanzexperten vor einem Ende des Booms in Lateinamerika. Angesichts der zahlreichen Wahlen in diesem Jahr werde das politische Risiko bisher zu gering gewertet. Neue Präsidenten wie Evo Morales in Bolivien würden durch stärkere staatliche Kontrolle der Wirtschaft den falschen Weg gehen. Die Aussichten blieben aber kurzfristig weiter gut, weil die Staaten durch Verschuldungsabbau, Haushaltsüberschüsse und erhöhte Devisenreserven besser auf Krisen eingestellt seien als noch vor kurzem.


Web: http://www.ne-na.de


Für den Inhalt der Pressemitteilung ist der Einsteller, Paul Humberg, verantwortlich.

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