info@PortalDerWirtschaft.de | 02635/9224-11
Suchmaschinenoptimierung
mit Content-Marketing - Ihre News
ZBW - Leibniz-Informationszentrum Wirtschaft |

Forschungsdatenmanagement für wirtschaftswissenschaftliche Fachzeitschriften

Bewerten Sie hier diesen Artikel:
1 Bewertung (Durchschnitt: 3)


Prüfung von Forschungsergebnissen wird erleichtert – Erfolgreiches DFG-Projekt EDaWaX startet in zweite Förderphase.


Kiel/Hamburg/Berlin/München, den 25. Juni 2014: Die ZBW – Leibniz-Informationszentrum Wirtschaft, der Rat für Sozial- und Wirtschaftsdaten (RatSWD), das Forschungsdatenzentrum des Sozio-oekonomischen Panels (FDZ SOEP) am Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) sowie das Max Planck Institut für Innovation und Wettbewerb starten jetzt mit dem gemeinsamen Forschungsinfrastrukturprojekt EDaWaX in die zweite Förderphase. Standen in den vergangenen zwei Jahren vor allen Zeitschriften aus der VWL sowie die Entwicklung einer Pilotapplikation für ein Datenarchiv im Fokus, geht es nun um Fachzeitschriften aus der BWL und die technologische Weiterentwicklungen der Pilotapplikation.

Ökonominnen und Ökonomen reichen in Fachzeitschriften zunehmend empirische Arbeiten ein, in denen sie entweder selbst die Forschungsdaten erhoben oder externe Datensätze ausgewertet haben. Jedoch gibt es bislang kaum effektive Möglichkeiten, diese Analyseergebnisse allein auf Basis des publizierten Artikels zu prüfen, zu replizieren oder eigens erhobene Forschungsdaten nachzunutzen. Dies ist nicht nur für die Anerkennung der wissenschaftlichen Qualität wirtschaftswissenschaftlicher Forschung ein Problem.

Das Fehlen einfacher Prüfmöglichkeiten für Forschungsergebnisse vergrößert das Problem, dass politische und wirtschaftliche Entscheidungen auf Basis fehlerhafter Forschungsergebnisse getroffen werden, wie das Beispiel der US-Ökonomen Kenneth Rogoff und Carmen Reinhart zeigt. Diese hatten im Jahr 2010 ein viel beachtetes Werk über den Zusammenhang von Staatsverschuldung und Wirtschaftswachstum publiziert, was auch in der Politik breit rezipiert wurde. 2013 stellt sich heraus, dass Rechenfehler bei der Auswertung der Daten profunde Zweifel an den Schlussfolgerungen der Ökonomen aufkommen ließen.

Das von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderte Projekt „European Data Watch Extended“ (EDaWaX) will die Prüfbarkeit wirtschaftswissenschaftlicher Forschungsergebnisse verbessern helfen. In der ersten Förderphase von 2011 bis 2013 untersuchten die Kooperationspartner Rahmenbedingungen für den Einsatz von Datenarchiven bei wirtschaftswissenschaftlichen Fachzeitschriften. Darauf aufbauend wurde eine Pilotapplikation für ein solches Datenarchiv entwickelt. Dieses Datenarchiv soll helfen, die Replizierbarkeit wirtschaftswissenschaftlicher Forschung zu verbessern und eine klare Beziehung zwischen Artikeln und verwendeten Daten herzustellen, indem es verwendete Daten und Berechnungscodes offenlegt und bereitstellt.

Nun startet EDaWaX in die zweite Förderphase. Im Fokus stehen insbesondere betriebswirtschaftliche Zeitschriften. Zudem analysiert EDaWaX empirisch die Zitationseffekte von Datenoffenlegungsregelungen. Ziel ist es, das Anreizschema zum Teilen von Forschungsdaten weiter auszudifferenzieren.

Darüber hinaus werden die technischen Funktionalitäten des bereits entwickelten Datenarchivs weiter verbessert: So wird ermöglicht, dass Forschungsdaten in Fachportalen und durch Internetsuchmaschinen einfacher auffindbar sind.

EDaWaX (www.edawax.de) ist ein Kooperationsprojekt vom Rat für Sozial- und Wirtschaftsdaten (RatSWD), dem Forschungsdatenzentrum des Sozio-oekonomischen Panels (FDZ SOEP) am Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin), dem Max Planck Institut für Innovation und Wettbewerb und der ZBW – Leibniz-Informationszentrum Wirtschaft.

Weitere Informationen zum Projekt unter: www.edawax.de


Pressekontakt:

DR. DOREEN SIEGFRIED
ZBW – Leibniz-Informationszentrum Wirtschaft
Düsternbrooker Weg 120
24105 Kiel
T: +49 [0] 431. 88 14-455
F: +49 [0] 431. 88 14-520
E: d.siegfried@zbw.eu

www.zbw.eu
www.facebook.com/DieZBW




Für den Inhalt der Pressemitteilung ist der Einsteller, DR. DOREEN SIEGFRIED, verantwortlich.

Pressemitteilungstext: 342 Wörter, 3068 Zeichen. Als Spam melden

Unternehmensprofil: ZBW - Leibniz-Informationszentrum Wirtschaft

Die Leibniz-Informationszentrum Wirtschaft (ZBW) ist das weltweit größte Informationszentrum für wirtschaftswissenschaftliche Literatur mit einem überregionalen Auftrag – online wie offline. Die Einrichtung beherbergt rund 4 Millionen Bände und 26.000 laufend gehaltene Zeitschriften.
Daneben stellt die ZBW mit EconStor, dem digitalen Publikationsserver, die wohl am schnellsten wachsende Sammlung von Open-Access-Dokumenten im Internet zur Verfügung. Mit EconBiz, der Suchmaschine für internationale wirtschaftswissenschaftliche Fachinformationen, können Studierende oder Wissenschaftler/innen in Millionen von Datensätzen recherchieren.
Die ZBW gibt die beiden wirtschaftspolitischen Zeitschriften Wirtschaftsdienst und Intereconomics heraus und betreibt zusammen mit dem Institut für Weltwirtschaft (IfW) das Peer-Review-Journal Economics, das nach dem Prinzip des Open Access konzipiert ist.
Die ZBW ist Teil der Leibniz-Gemeinschaft und seit 2007 Stiftung des öffentlichen Rechts. Die ZBW wurde 2011, 2012 und 2013 für ihre innovative Bibliotheksarbeit ausgezeichnet mit dem internationalen LIBER Award. In der Einrichtung arbeiten derzeit circa 250 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.
Die ZBW unterstützt Wirtschaftswissenschaftler/innen und Studierende in ihrem Lern-, Forschungs- und Publikationsprozess, das heißt bei der Gewinnung, Weiterverarbeitung und kollaborativen Nutzung von (digitalen) Informationen.
Die ZBW ist ein kompetenter und zuverlässiger Partner und Dienstleister für die Wirtschaftswissenschaften. Wer moderne technologiegestützte Forschungsumgebungen sucht, der ist mit der ZBW gut beraten.

Wir liefern die Infrastruktur, damit sich Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler auf ihre Publikationstätigkeit konzentrieren können. Egal, ob es sich um die technische Begleitung eines E-Journals, Publikations-Services oder den Aufbau von Forschungsprimärdatenbanken handelt, die ZBW realisiert Projekte für die Wissenschaft.
Damit Forschende und Studierende aus BWL und VWL exzellenten Forschungssupport durch die ZBW bekommen können, bauen wir unsere Forschungsaktivitäten kontinuierlich aus.


Kommentare:

Es wurde noch kein Kommentar zu diesem Thema abgegeben.



Ihr Kommentar zum Thema





Weitere Pressemitteilungen von ZBW - Leibniz-Informationszentrum Wirtschaft lesen:

ZBW - Leibniz-Informationszentrum Wirtschaft | 05.03.2015

Wie Europa Science 2.0 (nicht) versteht – ZBW veröffentlicht Landkarte wissenschaftlicher Positionen

Verstärkt seit 2010 beschäftigt sich die ZBW – Leibniz-Informationszentrum Wirtschaft (www.zbw.eu) multiperspektivisch mit dem Thema Science 2.0. Jetzt haben sich Wissenschaftler der ZBW um den Direktor der ZBW, Prof. Dr. Klaus Tochtermann die ...
ZBW - Leibniz-Informationszentrum Wirtschaft | 10.09.2014

ZBW erneut Datenlieferant im Handelsblatt-BWL-Ranking

Regelmäßig publiziert die Wirtschaftszeitung Handelsblatt ein Ranking der forschungsstärksten Betriebswirt/inn/en in Deutschland, Österreich und der deutschsprachigen Schweiz. Datengrundlage bildet das bibliometrische Webportal Forschungsmonito...
ZBW - Leibniz-Informationszentrum Wirtschaft | 09.09.2014