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Creditreform-Unternehmerumfrage dokumentiert Aufschwung der Binnenkonjunktur

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BVMW-Wirtschaftssenator Michael Müller: Stimmungslage des Mittelstandes besser als die Reformpolitik der Bundesregierung


Düsseldorf, www.ne-na.de - Eine deutliche Verbesserung der Geschäftslage und der konjunkturellen Perspektiven verzeichnen die von der Creditreform Wirtschaftsforschung http://www.creditreform.de über 4.000 befragten Unternehmen in Deutschland. Mehr als ein Drittel der Unternehmen (35,1 Prozent) beurteilt die aktuelle Geschäftslage mit sehr gut oder gut, das entspricht einem Anstieg um 13,1 Prozent im Jahresverlauf. Aber nicht nur die Stimmung im Mittelstand hat sich deutlich aufgehellt, auch die tatsächliche Lage weist Verbesserungen auf, wie die Umsatzergebnisse belegen: Aktuell berichten 22,6 Prozent der Befragten von gestiegenen Umsätzen – im Frühjahr 2005 waren es lediglich 14,9 Prozent. Umsatzeinbußen mussten 29,8 Prozent der Mittelständler in Kauf nehmen – 16,1 Prozentpunkte weniger als noch vor einem Jahr. Der Saldo der Umsatzentwicklung verdeutlicht den positiven Verlauf: Lag die Saldenkennziffer im vergangenen Jahr noch bei minus 31,0 Prozent, kletterte sie im Verlauf des Jahres auf minus 7,2 Prozent. Innerhalb der letzten zehn Jahre lag der Saldo lediglich im Jahr 2000 mit minus 2,1 Prozent noch höher als in diesem Frühjahr. Die verbesserten Umsatzergebnisse hatten auch Auswirkungen auf den Personalbestand im Mittelstand. Konnten im Frühjahr 2005 nur 11,7 Prozent ihre Personaldecke vergrößern, sind es aktuell schon 15,5 Prozent. Seinen Mitarbeiterstamm verkleinert hat jeder fünfte Betrieb (20,1 Prozent), im letzten Jahr waren es noch 28,7 Prozent.

31,3 Prozent der Unternehmen erwarten im kommenden halben Jahr Umsatzsteigerungen – im Frühjahr 2005 waren es 10,3 Prozentpunkte weniger. Umsatzeinbußen befürchten nur noch 12,7 Prozent der Befragten (Vorjahr: 27,6 Prozent). So stieg der Saldo von minus 6,6 Prozent auf aktuell plus 18,6 Prozent. Den größten Zuwachs an Betrieben mit steigenden Umsatzerwartungen verzeichnet der Handel: Erwartete im letzten Frühjahr noch jedes fünfte Unternehmen (20,3 Prozent) dieser Branche steigende Umsätze, ist es aktuell schon jedes dritte (33,5 Prozent). Seit dem Jahr 2003 steigt die Investitionsneigung im deutschen Mittelstand konstant an. Aktuell planen 48,0 Prozent, innerhalb des nächsten halben Jahres Investitionen zu tätigen, vor einem Jahr waren es noch 40,0 Prozent. Zugenommen haben die Erweiterungsinvestitionen: Sahen sich dazu im vergangenen Jahr nur 45,8 Prozent der Betriebe zu ihnen in der Lage, sind es nun schon 51,5 Prozent. Abgenommen haben dagegen die Ersatzinvestitionen, und zwar um 5,5 Prozentpunkte auf 56,9 Prozent. Rationalisierungen wollen 21,7 Prozent der Befragten tätigen (Vorjahr: 23,4 Prozent). Die Eigenkapitalausstattung mittelständischer Unternehmen hat sich leicht verbessert. Waren im letzten Jahr noch 22,1 Prozent der Betriebe ausreichend mit Eigenkapital versorgt (mehr als 30 Prozent im Verhältnis zur Bilanzsumme), sind es momentan 23,1 Prozent. Um drei Prozentpunkte auf 34,0 Prozent abgenommen hat dagegen die Zahl der Unternehmen, die über weniger als zehn Prozent haftendes Eigenkapital verfügen.

Größere mittelständische Unternehmen (mit mehr als zehn Beschäftigten) beurteilen ihre Geschäftslage im Schnitt optimistischer als kleinere (bis einschließlich zehn Beschäftigte). So gaben 37,4 Prozent der großen, aber nur 33,6 Prozent der kleineren Betriebe ihrer aktuellen Geschäftslage gute Noten. Mit mangelhaft und ungenügend urteilten dagegen 12,0 Prozent der kleinen und 6,9 Prozent der großen Betriebe. Deutlicher werden die unterschiedlichen Bewertungen bei der Personalplanung: Während lediglich 13,6 Prozent der kleinen Betriebe im kommenden Halbjahr neue Mitarbeiter einstellen wollen, sind es bei den großen 21,7 Prozent. Auch bei den Eigenkapitalquoten ergeben sich größenabhängige Unterschiede. Bei den kleinen Mittelständlern verfügen nur 17,8 Prozent über eine stabile Eigenkapitalbasis von mehr als 30 Prozent im Verhältnis zur Bilanzsumme, bei den größeren sind es dagegen 24,5 Prozent. Die Creditreform-Umfragedaten sind nach Ansicht von Michael Müller, Wirtschaftssenator des Bundesverbandes mittelständische Wirtschaft (BVMW), noch kein stabiler Indikator für einen dauerhaften Aufschwung der Binnenkonjunktur: „Die bessere Stimmungslage im Mittelstand ist nur ein zartes Pflänzchen. Von Euphorie kann keine Rede sein. Zu schwer wiegen die angekündigte Mehrwertsteuererhöhung, das schleppende Tempo beim Bürokratieabbau und der mangelnde Reformeifer der Merkel-Regierung. In Anlehnung an einen bekannten Romantitel lässt sich sagen: Die Verkündigung der Mehrwertsteuererhöhung wird sich demnächst wie die Chronik eines angekündigten Todes lesen. Die Politik droht Konsumenten und Unternehmern mit der Peitsche, ohne mit dem Zuckerbrot finanzieller Entlastung der Bürger zu locken“, kritisiert Müller, Geschäftsführer der a & o-Gruppe http://www.ao-services.de mit Sitz in Neuss und Potsdam.

Die Mehrwertsteuererhöhung sei Gift für den Mittelstand und bei der versprochenen Reformen der Unternehmenssteuern komme zur Zeit nur heiße Luft. Minijobs würden zusätzlich belastet und damit unattraktiv gemacht. Und zu allem Überdruss werde auch noch fleißig über Kombi- und Mindestlöhne debattiert. Da helfe es auch nicht weiter, wenn das Handwerk mit neuen und unübersichtlichen Subventionen aufgepäppelt werden solle. „Die bisherige Politik der großen Koalition lässt eine klare Linie vermissen. Der Mittelstand empfängt nur widersprüchliche Signale und will sich nicht länger mit hohlen Versprechungen abspeisen lassen. Jetzt müssen ganz schnell konkrete Reformschritte her, sonst ist die Stimmung bald wieder so schlecht wie die tatsächliche Lage“, meint Müller. Die anziehende Binnenkonjunktur, wie sie aus der Unternehmerbefragung von Creditreform hervorgehe, sei nur eine brüchige Momentaufnahme.




Web: http://www.ne-na.de


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