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Die Musik spielt in Fernost: Mittelstand schmiedet Allianzen in China und Indien

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Düsseldorf - Die deutsche Wirtschaft blickt nach Osten. Allerdings sind schon lange nicht mehr nur die Länder Mittel- und Osteuropas die Ziele von Mittelstand und großen Industrieunternehmen. Allen voran zwei Staaten, die lange als schlafende Riesen angesehen wurden, finden mittlerweile immer mehr Interesse als Investitions- und Produktionsziele: China und Indien sind längst ins Visier vieler Wirtschaftszweige geraten, hier spielt die Musik der Zukunft. „Das Leben in China hat sich verändert: Eine junge Elite, marktwirtschaftlich geschult und risikobereit, entdeckt die Tugenden der neuen Wirtschaft: Wohlstand, Individualismus und merkantilen Erfolg.“ So urteilt die Rhein-Zeitung http://www.rhein-zeitung.de über das Reich der Mitte und berichtet über Westerwälder Mittelständler, für die der Markt mit 1,3 Milliarden Menschen in den Fokus rückt. Dabei sprechen die Zahlen eine klare Sprache: Für 2005 verzeichnet man einen Handelsüberschuss von 75 Milliarden Euro, die Volksrepublik importierte Waren und Dienstleistungen im Wert von 543 Milliarden und damit 18 Prozent mehr als noch 2004. „China ist ein Land, in dem wir noch nicht vertreten sind“, sagt Klaus Lahr, Vorstand der KBL-Solarien AG http://www.kbl.de in Dernbach und fügt hinzu: „Die Betonung liegt aber auf ‚noch nicht’.“

Nicht minder attraktiv ist der Markt des indischen Subkontinents. Die Wirtschaftswoche http://www.wiwo.de widmet dem Zukunftsmarkt Indien in dieser Woche ein zwanzigseitiges Special und berichtet von zahlreichen mittelständischen Unternehmen, die auf Indien setzen. Die Kennzahlen der indischen Volkswirtschaft lassen viele westliche Unternehmer und Politiker vor Neid erblassen: Indiens Wirtschaft hat nach einem Bericht des Manager Magazins http://www.manager-magazin.de im Jahr 2004 um 8,5 Prozent zugelegt. Weniger als vier Prozent seien es in keinem der letzten zehn Jahre gewesen. Ein umfangreiches Programm zum Ausbau des Straßen-, Schienen und Stromnetzes soll das Land auch in den nächsten Jahren auf Wachstumskurs halten. „Wir haben hier 1989 mit einem Investment von 8000 Mark angefangen, die Familie Kapur mit 20 000 Mark“, erläutert Carsten Kuhlgatz den Start seines Unternehmens mit einem indischen Partner in Navi Mumbai, einer Satellitenstadt des ehemaligen Bombay. Er ist Geschäftsführer der Düsseldorfer Hüttenes Albertus Gruppe www.huettenes-albertus.com und betreibt mit indischen Partnern eine Chemiefabrik mit 90 Beschäftigten und einem Umsatz von 20 Millionen Euro jährlich. Die Liste der deutschen Unternehmen, die schon auf den Zug nach Fernost aufgesprungen sind, um geschäftliche Allianzen zu schmieden, lässt sich fast beliebig lange fortsetzen.

Nicht zufällig gehört auch Indien zu den Stars der Schwellenländer-Börsen, den so genannten Emerging Markets. Mit Brasilien, Russland und China bildet Indien das BRIC-Quartett, deren MSCI Bric Index seit 1995 um 185 Prozent gestiegen ist. Der MSCI Emerging Markets Index, der die Kursentwicklung aller Schwellenländer zusammenfasst, hat im gleichen Zeitraum um nur 67 Prozent zugelegt. Die Investment Bank Goldmann Sachs http://www.goldmann-sachs.de schätzt, dass diese vier Staaten bis 2050 zu den sechs größten Volkswirtschaften der Welt zählen werden.

Für viele Börsianer wird der indische Markt in den nächsten Jahren dabei der spannendste der Welt sein. „Ein Millionenheer an hervorragend ausgebildeten und perfekt englisch sprechenden Fachkräften, das mit Amerikanern und Europäern mühelos konkurrieren kann, macht Indien für ausländische Investoren sehr interessant“, begründet Jörg Peisert diese Einschätzung. Er ist Geschäftsführer der Jörg Peisert und Partner Vermögensmanagement GmbH http://www.jpp-online.com in Düsseldorf und seit vielen Jahren auf Schwellenländerbörsen spezialisiert. Die Wirtschaftswoche berichtet zwar, dass die Börsenkurse in den Schwellenländern seit Jahresbeginn geringer gestiegen seien, einen Crash befürchtet man derzeit aber nicht. „Wegen der stark verbesserten Fundamentaldaten der Schwellenländer steht uns keine Krise ins Haus“, prognostiziert Oliver Stönner von der Commerzbank http://www.commerzbank.de. So hat Indien innerhalb des letzten Jahrzehnts die Wirtschaft sukzessive liberalisiert und für ausländische Investoren geöffnet. Die derzeitige Wirtschaftsdynamik sei echt, so die Wirtschaftswoche. In Studien von Goldman Sachs und anderen Investmentgesellschaften werden die steigenden Rohstoffpreise und die billigen Arbeitskräfte der Schwellenländer als Garanten dafür angeführt, dass auch 2006 und darüber hinaus noch mit attraktiven Renditen zu rechnen sein wird.

Dennoch müsse sich jeder Anleger bewusst sein, dass Anlagen in Emerging Markets nie ganz risikolos seine. „Gerade weil die Volkswirtschaften der Schwellenländer noch im Aufbau begriffen und politisch noch nicht ganz sattelfest sind, können Krisen nicht ausgeschlossen werden. Nur wer dieses Risiko in Kauf nimmt, macht mit einem Einstieg in die Märkte der Globalisierungs-Gewinner aus den Schwellenländern keinen Fehler", lautet die Einschätzung von Jörg Peisert.


Web: http://www.ne-na.de


Für den Inhalt der Pressemitteilung ist der Einsteller, Andreas Schultheis, verantwortlich.

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