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"Leben ohne Barrieren" entdeckt: Kontaktformulare im Internet sind Auftragskiller im Handwerk

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Besonders ältere Internetnutzer sperren sich gegen Kontaktformulare. Das schadet besonders dem Handwerk.

Ich stelle mir Folgendes vor:

Nach reiflicher Überlegung hätte ich mich entschlossen, mein Wohnumfeld neu zu gestalten und mit einigen Handwerksbetrieben vor Ort Kontakt aufzunehmen. Da ich vielleicht erst ein paar Jahre an meinem jetzigen Ort wohne, kenne ich nicht viele Betriebe, die ich ansprechen könnte.

Deshalb setze ich mich an meinen PC, da ich trotz meines etwas fortgeschrittenen Alters die Vorzüge des Internet genieße und meine Korrespondenz fast nur noch per eMail erledige.

Ich habe mir eine Anfrage für verschiedene Handwerksbetriebe einfallen lassen, die ich nach Möglichkeit unkompliziert und mehrfach an verschiedene Betriebe unterschiedlicher Sparten versenden kann.

Unter den Bezeichnungen Schreiner oder Installateur in (Name der Stadt) finde ich auch gleich eine ganze Anzahl von Betrieben, die mir vom Gefühl her zusagen, weil mich Ihre Internetseite anspricht.



Jetzt beginnt das Problem:

Zahlreiche der ausgewählten Betriebe bieten mir gnädigerweise eine Kontaktaufnahme per Kontaktformular an. Das heißt, man unterstellt offensichtlich, dass ich den jeweils geforderten Fragenkatalog abarbeite, um damit um einen Kontakt zu betteln.

Viele der Kontaktformulare fordern mir sogar konkrete Angaben zu meinen Wünschen oder Problemen ab, dabei weiß ich doch selbst noch nicht, was ich will. Ich möchte doch zunächst nur ein fachkompetentes Beratungsgespräch, um mir eine Vorstellung von den Möglichkeiten zu machen.



Kurz gesagt, ich empfinde das als eine Zumutung.



Es stellt sich doch zu Recht die Frage, warum sich solche Betriebe den Zugang zum Kunden mit einer solchen Hürde versperren oder zumindest erheblich erschweren. Das ist ja gerade so, als wenn ein Einzelhändler zwar eine verlockende Schaufensterdekoration bietet, Kunden aber vor Zutritt des Geschäftes klingeln und Angaben zu ihrer Person machen müssen.



Mit Dialogmarketing und Kundenkommunikation hat das nichts zu tun. Manchmal hört man auf Befragen in betreffenden Betrieben, dass man sich vor einer "Flut" von unerwünschten Mitteilungen schützen möchte und man für eine ordentliche Selektion keine Zeit habe.

Sorry, aber Marketing kostet immer Zeit.

"Wenn man zeitlich nicht dazu in der Lage ist, die Spreu vom Weizen zu trennen, sollte man am besten das Getreide verbrennen" sage ich als pensionierter Unternehmensberater des Handwerks.



"Leben ohne Barrieren", der große, bundesweit agierende Verbund von Handwerk, Industrie und Dienstleistung (www.lebenohnebarrieren.de) hat durch Befragung von rund 500 zufällig ausgewählten Senioren im Alter von 55 bis 65 Jahren beispielweise herausgefunden, dass weit über 60% der Befragten keine Kontaktformulare im Internet nutzt. In erster Linie, weil es zu umständlich erscheint, nicht zuletzt aber auch deshalb, weil es eine berechtige Angst vor Missbrauch mit den gemachten Angaben gibt.



Ein riesiges Kundenpotential bleibt da auf der Strecke...



Das Kontaktformular ist erwiesenermaßen in Wahrheit ein Kontaktkiller und verbaut hochattraktive Wege zum Kunden.

Es wird zudem vergessen, dass das Internet zwar gut für die eigene Präsentation ist, vor allem aber der Kommunikation dienst und dass neben Kundenanfragen viele wichtige, spannende und nützliche Informationen per eMail hereinkommen.



Eine eigene Homepage ist besonders in kleineren Betriebes des Handwerks in den meisten Fällen leider nur ein Imageprojekt und weniger ein Kommunikationsinstrument. Die angesprochenen Betriebe müssen lernen, sich den zeitgemäßen Kommunikationsmöglichkeiten stärker zu öffnen und nicht unnötig zu verschließen.


Für den Inhalt der Pressemitteilung ist der Einsteller, Herr Dieter Soth (Tel.: 02821-45231), verantwortlich.

Pressemitteilungstext: 540 Wörter, 4161 Zeichen. Als Spam melden


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