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Nur das Original-Merkelphone war nachweislich sicher

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Der Kauf der Düsseldorfer Firma Secusmart durch BlackBerry wirft wieder neue Fragen nach sicherer mobiler Kommunikation auf


Paschalis Papagrigoriou, der Erfinder der microSD-Smartcard, die auch in den von der Düsseldorfer Secusmart an die Bundesregierung gelieferten BlackBerry-Geräten für mehr Sicherheit sorgt, weist darauf hin, dass der von einem Journalisten im Jahr 2009...

Zug, Kanton ZUG, 30.07.2014 - Paschalis Papagrigoriou, der Erfinder der microSD-Smartcard, die auch in den von der Düsseldorfer Secusmart an die Bundesregierung gelieferten BlackBerry-Geräten für mehr Sicherheit sorgt, weist darauf hin, dass der von einem Journalisten im Jahr 2009 geprägte Begriff "Merkelphone" sich ausschließlich auf das von ihm mitentwickelte Gerät SiMKo2 bezieht, das nachweislich von außen unangreifbar war, weil es auf einer vollständig virtualisierten Version des Betriebssystems Windows Mobile basierte. In Folge der Einstellung dieses Betriebssystems durch Microsoft musste das Gerät später ersetzt werden. Wenn ein kanadischer Hersteller mit der Integration eines deutschen Sicherheitsanbieters sein Image aufwerten will, ist das bestimmt ein kluger Schachzug.

"Nicht umsonst haben wir schon vor langer Zeit damit aufgehört zu versuchen, handelsübliche Smartphones unangreifbar zu machen. Der simple Grund liegt in der Tatsache, dass das mit aktuellen Betriebssystemen nicht mehr geht," sagt Dr. Papagrigoriou. "Wenn es aber doch versucht wird, dann fragt sich die Fachwelt, warum Geräte, die noch vor kurzem als unsicher galten und noch vor zwei Jahren von Qualitätsprüfern auf Bundesebene aus den Amtsstuben verbannt wurden, auf einmal sicher sein sollen. Die Frage ist doch, warum sollte man sich mit einem Gerät unabhörbar fühlen, in dem die Wanze schon konstruktionsbedingt drin steckt?"

Mit seinem neuen Produkt Secocard will Papagrigoriou beweisen, dass mobile Sicherheit auch heute wieder möglich ist, sofern sie nur auf einer dedizierten Hardware implementiert ist. Das Sicherheitskonzept beruht darauf, dass ein handelsübliches Smartphone einen von Secocard verschlüsselten Kommunikationsstrom - Email, Chat oder Sprache - nicht verstehen kann, weshalb auch ein Trojaner auf dem Gerät oder ein Zugriffspunkt im Rechenzentrum eines Diensteanbieters keine Chance zum Mitlesen oder Mithören hat.

"Ende-zu-Ende-Verschlüsselung bedeutet, zwischen den Ohren der Beteiligten darf kein elektronisches Bauteil etwas mitbekommen, dessen Datenstrom direkt abgehört oder zum Abhören umgeleitet werden kann. Das ist aber bei Smartphones und Tablets nachweislich der Fall und lässt sich auch nicht verhindern," ergänzt Papagrigoriou.

Secocard und der neueste Wearable-Ableger SecoWatch verfügen zusätzlich zu ihrer Funktion als Chipkartenleser über einen internen Sicherheitschip, der sichere Verschlüsselung leisten kann und eine eigene IP-Verbindung zum anderen Endgerät aufbauen kann. Über eine Bluetooth Smart-Schnittstelle kommuniziert Secocard bzw. SecoWatch mit dem Smartphone oder Tablet, das als Netz-Zugangsgerät fungiert, ohne von Inhalt der Kommunikation etwas zu verstehen.

Die von Dr. Papagrigoriou gegründete Entwicklungsgesellschaft Empelor hat konkrete Pläne, das Einsatzfeld ihrer Multifunktions-Geräte Secocard und Secowatch auf die Absicherung von mobiler Kommunikation zu erweitern und freut sich nach Aussage von Dr. Papagrigoriou auf entsprechende Projektanfragen.


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