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Reisebericht Albanien

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Albanien befindet sich zur Zeit in einem Umbruch, und auf Touristen ist man nur wenig eingestellt - man sollte das Land daher nicht mit dem Maßstab messen, der vielleicht für Italien gilt.

Wer von einer Reise nach Albanien träumt, der möchte gewiss nicht nur an der Adriaküste baden und faulenzen. Selbst die Burgen von Kruja und Berat und andernorts die Funde aus der Römerzeit machen Albanien nicht zum Reisetraum. Wer in dieses Land fährt, sucht ein Land des Experiments abseits der Touristenströme. Deshalb sollte man eigentlich hier gar nichts schreiben, nichts vorwegnehmen, um die Fahrt zu einer Entdeckungsreise besonderer Art werden zu lassen.



Nur einige wenige Gedanken hierzu: Albanien ist kein Entwicklungsland, sondern möchte ein Selbst-Entwicklungsland sein. Albanien ist ein Land, das sich auf altmodische Weise modernisiert- und damit Erfolg hat. Wo ein Entwicklungsland, nach unserem herkömmlichen Verständnis, froh ist über jede ausländische Kapital-Investition, auch wenn die Investoren den Gewinn vermehrt wieder herausholen, sperrte sich Albanien dagegen, um nicht in die Abhängigkeit irgendwelchen Kapitals zu gelangen.



Lieber kaufte man sich im Ausland für die Einträge des eigenen landwirtschaftlichen Exports Maschine um Maschine, als sich noch einmal ganze Fabriken aus Frankreich mit chinesischer Hilfe aufstellen zu lassen. Und wenn es einmal gelungen ist, selbst eine Maschine oder ein Ersatzteil zu bauen, dann war man stolz über das Erreichte. So schlug Albanien einen gegenteiligen Weg ein als andere, »zeitgemäße« Umstrukturierer in anderen nicht entwickelten Ländern, und man vergötterte den altmodischen Modernisierer, Enver Hodscha. Selbst in den Kindergärten erklangen bereits die Rhythmen, die seine Taten priesen und ihm ein Leben so lang wie das der Berge und Felsen des Landes wünschte.

Zu jeder Albanienfahrt gehören Besichtigungen technischer und landwirtschaftlicher Betriebe. Dabei ist Stolz nicht ganz fehl am Platz. Immerhin stand Albanien bis 1913 fast ein halbes Jahrtausend lang als Stiefkind unter türkischer Herrschaft, und es blieb bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges ein arg vernachlässigtes Land mit 80 % Analphabeten und einer durchschnittlichen Lebenserwartung von etwa 38 Jahren. Heute hat jeder etwas gelernt, und die Lebenserwartung ist auf 68 Jahre gestiegen --> Reisebericht Albanien


Für den Inhalt der Pressemitteilung ist der Einsteller, Frau Wiebke Becker (Tel.: 08142-506555), verantwortlich.

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