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Von der Sparidee zum Massenmarkt

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Internet-Telefonie verspricht Kostensenkung und Produktivitätssprünge


Stuttgart - Was als Sparidee einer eingeschworenen Gemeinde von Computerfreaks begann, entwickelt sich zum Selbstläufer. Über das Internet telefonieren ist einer der wichtigsten Trends in der Informations- und Kommunikationstechnik. In einer Umfrage des schweizerischen Fachblatts Infoweek http://www.infoweek.ch gab mehr als ein Sechstel aller befragten Firmen an, VoIP werde ihre IT-Fachleute in diesem Jahr wohl am meisten beschäftigen. Das ist einerseits überraschend, weil bis vor kurzem die meisten VoIP nur belächelten, und andererseits wenig erstaunlich, weil sie damit Geld sparen und vor allem mehr als nur telefonieren können. In zwei Jahren werden nach Ansicht des Marktforschungsunternehmens Gartner http://www.gartner.com mehr als 90 Prozent aller Telefonanlagen, die Firmen neu installieren lassen, IP-fähig sein. Kein Wunder, preisen doch immer mehr Hersteller die IP-Telefonie als Zukunftsmodell und entwickeln die traditionellen Modelle nut in geringem Maß weiter.

Vor allem die Wirtschaft setzt auf Einsparungen durch Internettelephonie, die sich zum Massenmarkt entwickelt. Nach einer kürzlich von Integrated Research http://www.ir.com durchgeführten weltweiten Studie nutzen bereits 78 Prozent der Grossunternehmen IP-Telefonie, wobei dieser Massentrend keineswegs immer in veralteten TK-Anlagen begründet sei. Nathan Brumby, Geschäftsführer IP-Telefonie bei Integrated Research, sieht in der Studie die Ergebnisse einer Untersuchung aus dem Jahr 2004 bestätigt. Diese hatte bereits belegt, „dass die Schlüsselfaktoren für den Übergang zur IP-Telefonie einerseits Betriebskostenreduktion und andererseits die Wahrnehmung von IP-Telefonie als zeitgemäße Alternative aufgrund erweiterter Funktionen, wie etwa Videokonferenz, waren.“ Die Studie geht davon aus, dass bei den Großunternehmen bereits eine VoIP-Durchdringung von 30 Prozent stattgefunden hat - weitere 41 Prozent davon wollen aufgrund zu erwartender Kostenvorteile innerhalb der nächsten zwei Jahre auf den VoIP-Zug aufspringen.

Kleine und Mittlere Unternehmen (KMU) ziehen mittlerweile nach. „Der Treiber für diesen Markt sind die Kosten“, sagt Andreas Maurer, Sprecher beim Karlsruher Internetdienstleister Schlund und Partner http://www1.schlund.de. „Ein Handwerker, der auf DSL umstellt, nimmt die Möglichkeit zur DSL-Telefonie ohne Aufpreis gern mit, wenn er danach Gesprächskosten spart.“ Außerdem, so schreibt das Handelsblatt http://www.handelsblatt.de, überzeuge die bessere Erreichbarkeit: „Telekommunikationsberater und -dienstleister spüren anhand der Kundenanfragen, dass die Vision vom mobilen Mitarbeiter, der von mehreren Schreibtischen aus tätig ist, Realität geworden ist. Neben dem Platz in der Unternehmenszentrale können zum Beispiel das Home-Office, der Schreibtisch in der Projektgruppe beim Kunden oder Büros in Niederlassungen, Tochtergesellschaften oder sonstigen Standorten zum Arbeitsalltag gehören.“ Ob sich VoIP rechnet, so die Infoweek, hänge natürlich vom Telefonverhalten in einem Unternehmen ab. Doch grundsätzlich gelte: „Wer viel telefoniert, vor allem ins Ausland, und seine Niederlassungen miteinander verbindet, spart Geld.“ Mit Hilfe heutiger Telefonie-Lösungen sei es für Anrufer gar nicht mehr erkennbar, wo sich der Adressat des Telefonats befindet. Sobald sich der Mitarbeiter im Internet angemeldet hat, ist er an seinem jeweiligen Standort unter seiner persönlichen Festnetz-Nummer erreichbar.

Als weiterer Vorteil für kleine und mittelständische Firmen gilt die leichtere Bedienbarkeit von Einstellungen der Telefonanlage. Bei der IP-Telefonie verwandelt sich die Telefonanlage von der Hard- zur Software und verschwindet als virtuelles Gerät im Internet. Dort ist sie für jede autorisierte Person von einem internetfähigen Computer aus konfigurierbar.

Auch der Stuttgarter IT-Dienstleister Nextiraone http://www.nextiraone.de verzeichnet einen enormen Anstieg von VoIP-Anschlüssen im Unternehmensbereich. „Als Antrieb hierfür sind einerseits verbesserte Betriebskosten für ein einheitliches Netz zu sehen, das sowohl den Datenverkehr als auch Telefonie sicher transportiert“, erklärt Geschäftsführer Helmut Reisinger. Außerdem böten sich viele Möglichkeiten der Produktivitätserhöhung und verbesserter Teamarbeit. Dank der Konvergenz der Telefon- und Datennetze sind neue Angebote mit Mehrwert denkbar, beispielsweise ein Link auf einer Webseite, der eine direkte Telefonverbindung vom potenziellen Kunden zur Kundenberaterin aufbaut. Deutschland sei auf einem guten Weg, die IP-Ausstattungsquote liege in Deutschland höher als etwa in Frankreich. Außerdem sei die Technik mittlerweile ausgreift: „Eine Beschleunigung der VoIP-Ausbreitung ist deutlich zu spüren, da mittlerweile viele der im Jahr-2000-Boom erneuerten TK-Ausstattung in die Jahre gekommen sind und auch die technologischen Geburtswehen mittlerweile überwunden sind.“ Nextiraone hat erst kürzlich die Stuttgarter Universität komplett mit IP-Telefonie ausgerüstet.


Web: http://www.ne-na.de


Für den Inhalt der Pressemitteilung ist der Einsteller, Andreas Schultheis, verantwortlich.

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