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Kommentar: Zum Streit um Ferreros Sicherung der Top-Level-Domain .kinder

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Frank Schulz, Regional Manager Central Europe bei MarkMonitor


Streit um Web-Adresse: "Ferrero legt sich mit Kinderschützern an", "Ferrero kämpft um Top-Level-Domain .kinder" - so titeln aktuell die Nachrichtenmagazine. Hinter den Schlagzeilen steckt ein Streit um die Top Level Domain (sprich: alles, was in der Internetadresse ganz rechts hinter dem Punkt steht). Ausgerechnet der Süßwarenhersteller Ferrero hat sich die Domain .kinder gesichert, was viele Kinderschützer auf den Plan ruft. Wie konnte es dazu kommen?



Vor wenigen Jahren war die Online-Welt noch überschaubar. Es gab nur 22 sogenannte generische Top Level Domains (gTLDs), die Unternehmen mehr oder weniger frei zur Auswahl standen. Die wohl bekanntesten Vertreter sind .com, .org und .net. Doch als vor zwei Jahren der Markt der generischen TLDs weit geöffnet wurde, ist die Online-Landschaft in einem rapiden Wandel begriffen. Mehr als 1.300 neue Top Level Domains rücken aktuell auf den Markt, darunter 650 Unternehmen, die eine TLD für die eigenen Markennamen beantragt haben und damit kleine Inseln im Internet bilden können. Wie eben auch .kinder. Damit macht Ferrero das, was wir Unternehmen schon seit Bekanntwerden der TLD-Erweiterung ans Herz legen: sich eine Strategie im Domain-Umgang  zurechtlegen.

 

So gilt es unter anderem, das bestehende Domain-Portfolio zu prüfen. Welche Domain-Namen sollten aus dem eigenen Portfolio entfernt werden, etwa weil sie mittlerweile obsolet sind und welche sollten hingegen reserviert werden? Eine solche kontinuierliche Rationalisierung des Domain-Portfolios ist wichtig, um den Wert des Bestandes zu optimieren und die Kosten einzudämmen. Außerdem sollten Unternehmen die Richtlinien und Vorschriften des eigenen Domainnamen-Managements auf den Prüfstand stellen: Wer darf wann Registrierungen beantragen, genehmigen und verändern?

 

Missbräuche im Vorfeld erkennen und Sofortmaßnahmen ergreifen

 

Zudem ist es wichtig, bei allen neuen TLD-Registrierungen potenzielle Probleme einer unzulässigen Verwendung von Marken, Warenzeichen und Slogans zu analysieren und im Blick zu behalten. Durch eine Überwachung von Domain-Registrierungen lassen sich potenzielle Domainnamensmissbräuche bereits im Vorfeld erkennen und Sofortmaßnahmen ergreifen.

 

In diesem Zuge sind auch die budgetären Auswirkungen der neuen Top-Level-Domains zu kalkulieren, in die die Marke eingetragen werden soll. Die dafür zuständigen Abteilungen sollten angesichts der Anzahl der TLDs mit ausreichend Budget ausgestattet sein. Registrierungsgebühren, Trademark Clearinghouse-Gebühren sowie weitere Kosten für die Überwachung und Bekämpfung des Domainnamensmissbrauchs sind dabei auf jeden Fall zu berücksichtigen.

 

Der "Fall Ferrero" zeigt: Für Unternehmen ist es allerhöchste Zeit, sich mit dem Thema Domain Management auseinanderzusetzen. Denn die Vielzahl neuer Top Level Domains bringt sehr reale Bedrohungen durch Domainbesetzer mit sich, die den Online-Traffic bekannter Marken umleiten und so auf Kosten etablierter Unternehmen gute Geschäfte machen. Ob ein Unternehmen in neuen Domainnamen neue Geschäftsmöglichkeiten entdeckt oder nicht: Unternehmen wollen ganz bestimmt sicherstellen, dass ihre bestehenden und potenziellen Kunden ihre eigene Internetseite - und nicht die eines Trittbrettfahrers - finden.

 

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